Souveräner Start für Amerikanerinnen

Von Martin Merk
USA
5
1 - 3 - 1
Tschechien
1
0 - 1 - 0
05.02.2026
long.fra
1:0‧3:1‧1:0
Spielbericht

Die USA sind mit einem souveränen Sieg in das olympische Frauen-Eishockeyturnier gestartet. Beim 5:1-Erfolg gegen Tschechien unterstrichen die Favoritinnen ihre Ambitionen dank eines starken Mitteldrittels.

Die USA übernahmen von Beginn an die Initiative, scheiterten zunächst aber mehrfach an der tschechischen Defensive und Torhüterin Klara Peslarova. Erst ein Überzahlspiel brachte die verdiente Führung: Alex Carpenter traf in der 16. Minute zum 1:0.

Nach der ersten Pause erhöhten die Amerikanerinnen den Druck deutlich. Innerhalb von nur 83 Sekunden sorgten Joy Dunne (23:13) und Hayley Scamurra (24:36) für einen komfortablen Drei-Tore-Vorsprung.

Tschechien gab jedoch nicht auf. Trotz einer Strafzeit gegen Torschützin Barbora Jurickova gelang den Europäerinnen der Anschlusstreffer: Jurickova kam von der Strafbank zurück und auf Vorlage von Natalie Mlynkova zum 3:1.

Kurz vor der zweiten Pause stellte Hilary Knight den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Im Schlussdrittel kontrollierten die USA das Geschehen und Hayley Scamurra erzielte mit ihrem zweiten Treffer des Abends das 5:1.

Das Spiel war von Beginn an intensiv geführt, mit vielen Zweikämpfen und mehreren Strafzeiten auf beiden Seiten. US-Spielerin Laila Edwards betonte nach der Partie: «Wenn es sauber ist, habe ich kein Problem mit der Härte. Entlang der Bande und richtiges Hockey – das gehört dazu.» Auch Cheftrainer John Wroblewski stellte fest, dass die Linie der Schiedsrichterinnen viel Körperkontakt zuliess: «Wenn das der Standard ist, dann werden wir darauf vorbereitet sein.»

Edwards, die ein starkes Olympia-Debüt feierte, zeigte sich zudem beeindruckt von der Atmosphäre: «Das Spiel hat die Erwartungen sogar übertroffen. Die Halle war voll, laut, für beide Seiten – das war großartig.»

Tschechien zog trotz der Niederlage auch Positives aus dem Spiel. Kapitänin Aneta Tejralova erklärte: «Es war hart, aber wir haben vor allem in den ersten beiden Dritteln einen guten Job gemacht. Die USA gehören zu den besten Teams der Welt – es war etwas Besonderes, gegen sie zu spielen.»

Für die USA war es ein Start nach Mass. Die Tschechinnen dagegen werden morgen Nachmittag auf die Schweiz treffen. «Es ist eine sehr schnelle Umstellung, in 22 Stunden. Es ist ein enger Spielplan mit vier Spielen in fünf Tagen. Wir nehmen einige Details aus diesem Spiel mit und fokussieren und aus das nächste», sagte Tejralova.

USA – Tschechien 5:1 (1:0, 3:1, 1:0)

Rho Eishockey-Arena. – 3766 Zuschauer. – SR: Kainberger (Ö) / Murray (CAN), Lundgren (SWE) / Todd (CAN).

Tore: 15:55 Carpenter (Keller, Edwards / Ausschluss Laskova) 1:0. 23:13 Dunne (Janecke) 2:0. 24:36 Scamurra (Janecke) 3:0. 28:37 Jurickova (Mlynkova) 3:1. 37:50 Knight (Carpenter, Bilka) 4:1. 44:22 Scamurra (Pannek) 5:1.

Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen die USA, 3-mal 2 Minuten gegen Tschechien.

Schüsse aufs Tor: 42:14(14:3, 17:6, 11:5)

USA: Frankel (Ersatz: Philips); Edwards, Keller; Winn, Harvey; Barnes, Stecklein; Guilday; Knight, Carpenter, Bilka; Murphy, Heise, Curl; Simms, Pannek, Coyne; Zumwinkle, Janecke, Dunne; Scamurra.

Tschechien: Peslarova (Ersatz: Hesova); Cajanova, Tejralova; Neubauerova, Pejsova; Laskova, Seroiszkova; Trnkova; Mlynkova, Mrazova, Vanisova; Plosova, Pejzlova, Krizova; Hymlarova, Kaltounkova, Sapovalivova; Vocetkova, Pistekova, Pribylova; Jurickova.

Resultat:

5:1