Rappi geht trotz grosser Moral unter
HC Lugano
SC Rapperswil-Jona Lakers
Spielbericht
Die SCRJ Lakers zeigen in Lugano eine grosse Moral. Obwohl die Rosenstädter im zweiten Drittel ein 0:3 aufholen, gehen sie zum Schluss jedoch mit 3:7 unter.
Jedes Drittel dieses Spiels kann als eignes Kapitel gesehen werden. Im ersten Spielabschnitt war der HC Lugano klar besser als die Rapperswiler. Weil sich zur spielerischen Klasse auch noch eine Prise Effizienz mischte, gingen die Luganesi nach 15 Minuten mit 3:0 in Führung. «Das war nicht der Start, den wir wollten. Wir haben die Zweikämpfe vor dem Tor verloren, die Mitte geöffnet und ihnen so einfache Tore geschenkt», ärgerte sich Niklas Jensen.
Obwohl nach 20 Minuten nichts mehr für die Lakers sprach, zeigte das Team einmal mehr viel Moral. Dank einem Doppelschlag von Henauer und Moy stand es nach 22 Minuten deshalb nur noch 3:2. Obwohl der HC Lugano auch im zweiten Drittel einige sehr gute Chancen hatte, gelang es Tyler Moy in der 37. Minute das Spiel noch einmal auszugleichen. Der Stürmer profitierte davon, dass ihm Topscorer Malte Strömwall die Scheibe mustergültig hingelegt hatte.
Wer nun glaubt, der SCRJ nach dem guten zweiten Drittel das Momentum vollends an sich reissen, der hatte sich getäuscht. So gelang es den Rapperswilern im letzten Drittel nicht den Sack zuzumachen. «Wir hatten einige gute Chancen in Führung zu gehen, zum Schluss hatte Lugano aber wohl einen halben Gang mehr», gestand Jensen. Konkret war es Calvin Thürkauf, der einen Pass von Luca Fazzini zum 4:3 verwertete. Weil Lugano auch nach diesem Treffer viel Druck aufs Rappi-Tor machte, verwunderte es nicht, dass Dario Simion in der 58. Minute das 5:3 gelang. Es war dies die endgültige Entscheidung. Dass Sanford (ins leere Tor) und Emanuelsson in der Schlussphase ebenfalls noch zu Treffern kamen, spielte deshalb keine Rolle mehr.
Aus Sicht der Lakers war viel wichtiger, dass man heute die dritte Niederlage in Serie einfuhr. Dabei waren sich die Rapperswiler bewusst, dass man es auch heute einmal mehr nicht geschafft hatte 60 gute Minuten zusammen zu bringen. Dass man dabei mit sieben kleinen Strafen auch zu oft in der Kühlbox sass, war ein weiterer Grund für die Niederlage. Obwohl die eine oder andere Strafe etwas kleinlich gepfiffen war, agierte man abermals zu wenig clever. «Die Schiedsrichter sind die Schiedsrichter. Wir Spieler müssen schauen, dass unsere Stöcke auf dem Eis haben und ihnen nicht die Chancen geben zu pfeifen», zeigte sich Jensen selbstkritisch.
Obwohl sich die Rapperwiler nach drei Niederlagen ganz offensichtlich in einem Zwischentief befinden, wollte Jensen den Kopf jedoch nicht in den Sand stecken. «Bereits übermorgen spielen wir gegen den HC Davos. Dies ist der perfekte Gegner um eine Reaktion zu zeigen. Wenn es uns gelingt diesen Gegner zu fordern, können wir bestimmt Moral tanken», gab der Stürmer zu bedenken. Blickt man auf die letzten Spiele, darf man deshalb gespnnt sein, welches Gesicht der SCRJ am Donnerstag gegen den HC Davos zeigt.
