SC Bern arbeitet den LHC vom Eis
SC Bern
Lausanne HC
Spielbericht
Beim SC Bern ging heute gegen Lausanne jeder für jeden. Von Minute eins bis zum Schluss. Dieser Einsatz und die Rückkehr von Benjamin Baumgartner waren die Gründe für einen wieder erstarkten SC Bern vor Heimpublikum.
1. Drittel
In der vierten Minute war Bern etwas unter Druck geraten, nachdem dem SCB die ersten offensiven Bemühungen gelangen. Marc Marchon sorgte für die Befreiung und chipte den Puck aus der Zone in den Lauf von Miro Aaltonen, dessen Schuss von einem Lausanner noch rechtzeitig unterbunden wurde.
Damien Riat vergab in der achten Minute mit seinem schnellen Abschluss eine gute Chance. Für den SCB versuchte es kurz darauf Rückkehrer Benjamin Baumgartner aus spitzem Winkel. Die Berner drückten munter weiter und zwangen Lausanne zu einem Icing. Connor Hughes war eigentlich schon geschlagen, da rettete für ihn ein Bein eines Mitspielers.
Der SCB war zuhause im Vergleich zu den letzten Heimspielen vom Auftritt her nicht mehr wiederzuerkennen. Vielleicht auch weil eine wichtige Teamstütze zuvor gefehlt hat. Die Rede ist von Benjamin Baumgartner. Er löste in der 13. Minute einen Angriff aus der Mittelzone aus, Alain Graf war es schliesslich der Hughes mit einem guten Abschluss zu bezwingen versuchte.
Lausanne bekam in der 17. Minute ein Powerplay, welches sie nicht nutzen konnten. Der SC Bern kämpfte – wie schon das ganze erste Drittel – auch in Unterzahl beherzt. Jeder ging für jeden. Bitte mehr davon.
2. Drittel
Die Gäste traten zu Beginn des Mittelabschnitts stärker auf. So scheiterte Jason Fuchs nach einem Querpass von Dominik Kahun nur knapp am Tor. In der 26. Minute verliess Samuel Kreis seine Position im Slot und verursachte dabei eine grosse Lücke, in der sich Théo Rochette ungehindert platzierte. Der Lausanner bekam den Puck und umspielte Adam Reideborn, doch erst Samuel Kreis lenkte bei seinem Rettungsversuch den Puck mit dem Schlittschuh unglücklich ins eigene Tor.
Die wichtigste Frage war, wie der SCB nach dem Gegentreffer auftreten wird. In den letzten Heimspielen ging es meistens mit der Qualität des Gezeigten bergab. Heute war das nicht so. Gael Haas nahm die erste Strafe für Lausanne. Das Powerplay funktionierte gegen das starke Boxplay der Gäste nur mittelmässig. Zweimal wurde Connor Hughes geprüft. Beide Male von Benjamin Baumgartner. Und doch gelang dem SCB das 1:1. Mit Ablauf der Strafe traf Mats Alge zum verdienten Ausgleich.
Innert Kürze sorgte Marco Lehmann für den Doppelschlag! Victor Ejdsell sorgte für den öffnenden Pass an der blauen Linie, Lehmann zog durch die Mitte durch und brachte den Puck im Alleingang am Schoner von Hughes vorbei. Waltteri Merlelä lancierte den nächsten Angriff und war beinahe im Doppelpass mit Marchon selbst erfolgreich. Für das Gezeigte bekamen die Einheimischen zur Pausensirene Applaus – etwas, was in den letzten Heimspielen gefehlt hat.
3. Drittel
Der SC Bern war trotz eines weiteren nicht genutzten Powerplays Herr des Spiels. In der 50. Minute löste Marc Marchon eine 2-1-Situation in der neutralen Zone aus und passte im richtigen Moment auf den mitgelaufenen Waltteri Merelä, der zum 3:1 einschoss. Es war der zehnte Saisontreffer des Finnen, auf den er sieben Spiele warten musste.
Im dritten Powerplay des SCB schossen Romain Loeffel und Mike Sgarbossa mehrmals aus besten Lagen. Der Puck wollte nicht zum vierten Mal ins Netz. Erik Brännström nahm das nächste Foul auf sich. Es war erneut ein gutes Powerplay. Joël Vermin hatte das 4:1 auf dem Stock. Es fiel aber nicht.
Ein Wechselfehler in der 56. Minute half den Lausannern, doch noch ins Spiel zurückzufinden. Reideborn und seine Vorderleute kämpften erneut beherzt dagegen. Auch später bei 6 gegen 5. Es ging jeder für jeden. Wie schon zu Beginn des Spiels. Der SC Bern hat heute Lausanne vom Eis gearbeitet und verdient drei Punkte vor Heimpublikum geholt.
SC Bern – Lausanne HC 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)
PostFinance Arena, Bern. – 16‘501 Zuschauer – Schiedsrichter: Borga/Neva (FIN), Altmann/Thomann (FIN).
Tore: 25:24 Rochette (Oksanen, Riat) 0:1, 31:48 Alge (Müller, Untersander) 1:1, 33:20 Lehmann (Ejdsell, Sgarbossa) 2:1, 49:10 Merelä (Marchon, Kreis) 3:1.
Strafen: 2 x 2 Minuten gegen den SC Bern, 4 x 2 Minuten gegen den Lausanne HC.
Schüsse aufs Tor: 33:25 (12:7, 10:7, 11:11)
SC Bern: Reideborn (Ersatz: Zurkirchen); Lindholm, Loeffel; Kreis, Untersander (C); Füllemann, Rhyn; Kindschi; Marchon (A), Aaltonen, Merelä (A); Ejdsell (PF-TS), Sgarbossa, Lehmann; Müller, Baumgartner, Vermin; Alge, Graf, Ritzmann; Schild.
Lausanne HC: Hughes (Ersatz: Pasche); Brännström, Heldner; Niku, Baragano; Marti, Sansonnens; Fiedler, Haas; Oksanen, Rochette, Riat (C); Caggiula, Czarnik (PF-TS), Jäger (A); Douay, Kahun, Fuchs (A); Zehnder, Bougro, Holdener.
Bemerkungen: SC Bern ohne Scherwey, Simon Moser, Bemström (verletzt), Häman Aktell, Iakovenko (überzählig), Fuss, Henauer, Weber, Von Burg, Riatsch, Ryser, Schenk (Swiss League), Levin Moser, Bont, Serkins, Zürcher (Nachwuchs). Lausanne HC ohne Suomela, Prassl, Vouardoux (verletzt), Spooner (überzählig), Fatton (Swiss League), Hügli (krank), Wenger, Martin, Barry (Nachwuchs). – 19:29 Lattenschuss Lausanne HC. – 58:17 Time-out Lausanne HC. – Lausanne HC von 58:13 bis 60:00 ohne Goalie.
