Harmlose Lakers bleiben ohne Punkte
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Bern
Spielbericht
Die SCRJ Lakers lassen im Kampf um einen Playoffplatz wichtige Punkte liegen. Die Rapperswiler erspielten sich gegen den SC Bern zu wenig gute Chancen, weshalb sie mit 0:2 verloren.
Wer verstehen will, wo es bei den SCRJ Lakers im Moment harzt, der braucht sich bloss das Powerplay in der 39. Minute anzuschauen. In dieser Phase spielten die Rapperswiler während knapp zwei Minuten in doppelter Überzahl. Trotz personeller Vorteile gelang es dabei nicht, gefährliche Chancen oder gar Tore zu erspielen. «Das Powerplay und die Offensive sind schon während der Saison ein grosses Thema», gestand Melvin Nyffeler. Für den Torhüter war deshalb klar, dass sich die Rapperswiler in den kommenden Spielen in diesen Disziplinen steigern müssen.
Ähnlich sah dies auch Sandro Zangger. «Wenn die Special Teams uns nicht helfen, wird es schwierig die Spiele zu gewinnen», analysierte der Stürmer. Dabei fand er keine Patentlösung, wie sich Rappi aus der Powerplay-Misere befreien kann. «Möglicherweise müsste man etwas am Personal ändern um nochmals neue Impulse zu setzen. Dann wäre es aber auch wichtig einfach zu spielen, die Scheibe aufs Tor zu bringen und dem Torhüter die Sicht zu nehmen», analysierte Zangger. Weil die Lakers gerade den letzten Punkt nicht umsetzen konnten, war es deshalb erschreckend, wie harm- und ideenlos die Rapperswiler in die Phase waren.
Bitter ist die Rapperswiler Impotenz auch darum, weil der SC Bern am heutigen Abend bei weitem kein übermächtiger Gegner war. So entstanden die Berner Tore zwei Mal durch blöde Eigenfehler der Lakers. Beim 1:0 kam ein Pass von Jacob Larsson in der offensiven Zone nicht an. Die Folge war ein Konter, den Joël Vermin verwertete. Beim 2:0 liess man sich indes überlaufen, weshalb Joël Vermin Sturmpartner Benjamin Baumgartner mit einem schönen Querpass einsetzen konnte.
Obwohl die beiden Tore ärgelich waren, muss man aber auch konstatieren, dass Eishockey von solchen Fehlern lebt. Blickt man auf die vollen 60 Minuten sind es wohl nicht diese beiden Fehler, die den Rapperswiler das Spiel kosteten. Vielmehr müssen die Lakers einen Weg finden ihre Harmlosigkeit abzustreifen und die Spiele durch mit einer guten Offensive zu gewinnen.
