Heimstarke SCL Tigers beenden Genèves Siegesserie

Von Simon Wüst
SCL Tigers
3
0 - 1 - 2
Genève-Servette HC
0
0 - 0 - 0
16.01.2026
National League
Zuschauer: 5820
0:0‧1:0‧2:0
Spielbericht

Die Gastgeber aus Langnau brauchen einen Moment, um gegen die Gäste aus Genf das richtige Rezept zu finden. Aber letztendlich gewinnen sie mit einer abgeklärten Leistung. Genève-Servette kommt heute nicht auf Touren und verliert nach 7 Siegen in Folge.

Es wurde mit Spannung erwartet, ob es den SCL Tigers gelingen würde, Servettes Siegesserie von 7 Spielen in Folge zu beenden. Die Partie heute war natürlich eine ganz andere als noch am Mittwoch, als die Emmentaler in Pruntrutt als Verlierer die Heimreise antreten mussten. Beide Teams standen im Startdrittel in der Defensive sehr gut und erstickten aufflammende Torgefahr schon im Ansatz. Nichtsdestotrotz probierten es die Gastgeber mit Schüssen aus der Distanz, meistens von der harmlosen Sorte. Der bei Langnau wieder genesene Goalie Boltshauser und auch Charlin auf der anderen Seite machten einen souveränen Job. Das Spielgeschehen war ausgeglichen, aber irgendwie komisch – also nicht so wie sonst in dieser Saison. Von aussen wenig Emotionen auf beiden Seiten erkennbar, viele kleine Fehler, wenig Spielfluss und trotzdem irgendwie ein Abnützungskampf. Man ging torlos in die erste Pause.

Im Mitteldrittel dauerte es nochmals ein paar Minuten, bis das Spiel richtig Fahrt aufnahm und es zu wirklich heissen Szenen vor den Toren kam. Den Anfang machten die SCL Tigers, welche einen Abpraller bei Charlin gleich zweimal nicht verwerten konnten. Beim direkten Gegenstoss kam Le Coultre aus bester Position frei zum Abschluss, scheiterte aber Boltshauser. In der 27. Minute traf Langnaus Julian Schmutz nur die Latte. Aber die Gastgeber blieben gleich dran und nur wenig später gelang Topskorer Andre Petersson tatsächlich der Führungstreffer. Er erwischte Charlin mit einem platzierten, aber nicht besonders scharfen, flachen Schuss. Es folgte eine starke Phase der SCL Tigers mit einigen sehr guten Torchancen. Allgemein war das Spiel nun attraktiver und bot mehr fürs Eishockeyherz. Der ehemalige Tiger Stéphan Charlin liess sich im Mitteldrittel allerdings nicht mehr bezwingen.

Das Schlussdrittel begann rasant. Eine erste Chance der Emmentaler konnte Charlin noch mit seiner Fanghand parieren. Beim zweiten Gegentreffer nur wenig später sah er dann eher unglücklich aus. Ein harmloser Weitschuss liess er stehend abprallen und Santtu Kinnunen konnte in Baseball Manier direkt aus der Luft einschiessen. Eine Reaktion Servettes blieb nicht aus. Sie gingen nun aggressiver in die Zweikämpfe und forcierten die Offensive. Mit erhöhtem Einsatz und gewissem Frust nahmen aber auch die Strafen zu. Zwischendurch erhitzten sich die Gemüter auch auf der Bank der SCL Tigers, nachdem Salzgeber Opfer eines groben Crosschecks wurde. In der 49. Minute konnte Langnau dank einer solchen Strafe seinen Vorsprung noch ausbauen. Dario Rohrbach traf mit einem Onetimer nach schönem «no look»-Pass von Kinnunen. Doch auch nach dem 3:0 steckten die Calvinstädter nicht auf. Sie erspielten sich weiterhin sehr gute Chancen, scheiterten aber heute am unbezwingbaren Luca Boltshauser in Langnaus Tor. Auch die fünf Minuten ohne Goalie brachten keine Veränderung mehr am Spielstand. Langnau zeigte eine positive Reaktion auf das Spiel gegen Ajoie.

Verletzte/überzählige Spieler:

SCL Tigers: Björninen (verletzt); Erni, Meyer (krank); Guggenheim, Wagner, Aeschlimann (Swiss League); Fahrni (überzählig)

HC Genève-Servette: Hischier, Brassard, Richard (verletzt); Rutta, Manninen (krank); Mayer (abwesend); Guignard (Swiss League)

Bemerkungen: 27. Min. Lattenschuss SCL Tigers (J.Schmutz); 55.Min. Pfostenschuss SCL Tigers (Pesonen); 55:41 Timeout Genève-Servette; 55:00-60:00 Genève-Servette ohne Goalie;

Best Player Wahl:

#39 Boltshauser (SCL Tigers)

#21 Berni (HC Genève-Servette)

Resultat:

3:0

D. Rohrbach, S. Kinnunen, A. Petersson