Zu hohe Fehlerquote: Lakers verlieren in Ambrì
HC Ambrì-Piotta
SC Rapperswil-Jona Lakers
Spielbericht
Die SCRJ Lakers verloren beim HC Ambrì-Piotta mit 3:4 nach Verlängerung. Zwar hatten die Rapperswiler über weite Strecken mehr vom Spiel, doch am Ende gewann das cleverere Team.
Im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation können die SCRJ Lakers jeden Punkt gebrauchen. Dies gilt insbesondere für Spiele gegen vermeintlich schwächere Gegner wie den HC Ambrì-Piotta. Richtigerweise versuchten die Rapperswiler, dem Gegner aus Ambrì-Piotta ihr Spiel aufzudrücken. «Wir wollten schnell spielen und sie unter Druck setzen», erklärte Mika Henauer. Dem Verteidiger war bewusst, dass den Rapperswilern dies während verschiedener Phasen auch gelang. «Dann gab es aber auch Phasen, in denen es auf und ab ging. In diesen Phasen haben sie Momentum bekommen und die Tore geschossen», erkannte Henauer.
Konkret produzierten die Lakers bei diesem Auf und Ab immer wieder Turnover, die es dem HCAP ermöglichten Konter zu fahren. Genau diese Konter führten zu den Treffern zum 1:1 und 3:3, wobei sich auch zeigte, dass die Tessiner am heutigen Abend die besseren Importspieler hatten. Dabei ist Chris DiDomenico zu erwähnen, der sich bei seinen zwei Toren einmal mehr kaltblütig zeigte. Daneben überzeugte aber auch Michael Joly, der den Penalty zum 1:1 eiskalt verwandelte.
Auf Seiten der Lakers zeigte sich der Topscorer Malte Strömwall einmal mehr in der Rolle des Schillerfalters. Zwar versuchte der Schwede immer wieder das Spiel anzukurbeln, wollte dabei aber ganz offensichtlich zu viel, weshalb er sich immer wieder in den Beinen des Gegners verdribbelte. Überzeugen konnten auf Seiten der Lakers vor allem die Schweizer Verteidiger. Einerseits konnte Matthew Kellenberger bei seinem Comeback so gleich seinen vierten Saisontreffer bejubeln. Dann zeigte auch Mika Henauer, dass er einen guten Schuss von der blauen Linie hat. Schliesslich wusste mit Phillipe Maillet wenigstens ein Import-Stürmer zu überzeugen. Der Kanadier zeichnete sich nicht nur beim 2:2 mit einem sehr guten Pass aus. Was dem Stürmer noch fehlt scheint jedoch die Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor.
Da Ambrì in den entscheidenden Situationen ganz einfach cleverer war, gingen sie am Schluss trotz weniger Spielanteile als Sieger vom Eis. Aus Sicht der Rapperswiler blieb die erkenntnis, dass in diesem Spiel definitiv mehr drin gelegen wäre. «Heute hätten wir cleverer sein müssen. Aus meiner Sicht haben wir deshalb zwei Punkte verloren», zeigte er sich selbstkritisch.
