Davos gewinnt den Spengler Cup
U.S. Colleagiate Selects
HC Davos
Spielbericht
Der HC Davos gewinnt das Finale des 97. Spengler Cups gegen die U.S. Colegiate Selects mit 6:3. Auch im fünften Spiel in Folge war den Bündnern keine Müdigkeit anzumerken. So diktierte der HCD über weite Strecken das Spielgeschehen.
Zum Schluss steht der grosse Favorit aus Davos doch als Sieger des 97. Spengler Cups fest. Anders als noch im Gruppenspiel fanden die Bündner heute Lösungen die schnellen Collegiate Selects zu stoppen. Dabei war es überraschend, dass man dem HC Davos während den ganzen 60 Minuten nicht anmerkte, dass sie heute bereits das fünfte Spiel in fünf Tagen bestritten.
Als Helden des HC Davos stachen Filip Zadina und Enzo Corvi hervor. Während Zadina mit einem seiner Sturmläufe fünf Minuten vor Schluss das 4:3 schoss, konnte Corvi 87 Sekunden später gar auf 5:3 stellen. Es waren zwei Tore, die dem College den langersehnten Gnadenstoss versetzten. Hatten die College Boys die ersten drei Führungen durch Asplund und zwei Mal Tambellini immer wieder ausgeglichen, entschieden diese Tore das Spiel endgültig.
Trotz grosser Gegenwehr der US-Boys schien der HC Davos am Ende der logische Sieger zu sein. Die Bündner hatten es am heutigen Nachmittag geschafft den Gegner aus dem College in Schach zu halten. «Im ersten Spiel hatten wir sehr viele Turnover. Da sie sehr schnell umschalten können, spielte ihnen dies in die Karten», analysierte Enzo Corvi. Für ihn war klar, dass die Vermeidung solcher Turnover ein wichtiger Schlüssel war, um das Spiel ausgeglichener zu gestalten.
Da es den Büdnern gelang, das Spiel vermehrt auch in die Zone der College-Boys zu verlagern, zeigten diese in der Defensive unbekannte Schwächen. «Wir wussten, dass sie defensiv nicht sehr strukturiert sind. Deshalb war uns bewusst, dass wir in der Ecke und an der Bande ein bisschen Zeit haben, um unsere Plays auszuführen», erkannte Corvi. Wie sich zeigte konnte der HCD den Gegner mit diesen Aktionen auseinanderziehen. Dadurch fanden die Davoser Spieler immer wieder Lücken in der College-Verteidigung. Solche Lücken gab es auch zum Schluss des Spiels, weshalb sich der Siegtreffer von Filip Zadina durchaus abgezeichnet hatte.
Auch wenn der HC Davos am Ende der verdiente Sieger war, musste man den Collegiate Selects auch heute ein Kompliment machen. Einmal mehr waren sie ein sehr guter Gegner, der ebenfalls sehr nahe am Sieg war. Wie so oft waren es deshalb die kleinen Dinge, die den Unterschied ausmachten. «Ich denke, zum Schluss wollten wir den Sieg etwas mehr. Zudem hatten wir wohl auch das nötige Glück», gestand Filip Zadina. Der Siegschütze strich zudem heraus, dass der Spielverlauf dem HCD entgegenkam. «Es war gut, dass wir immer wieder in Führung lagen. Dies gab uns einen mentalen Boost», erklärte der Tscheche.
Dieser mentale Schub sorgte wohl auch dafür, dass die Davoser trotz müder Beine bis zum Schluss durchpowern konnten. «Fünf Spiele in fünf Tagen zu spielen war tatsächlich eine verrückte Sache. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich sowas schon mal erlebt habe», gestand Adam Tambellini. Der Kanadier wusste zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, woher der HCD die Kraft für die kommenden Spiele nimmt. Wie für die ganze Mannschaft stand auch bei ihm erst einmal die Feier des Spengler-Cup-Titels im Vordergrund.
Telegramm:
U.S. Collegiate Selects – HC Davos 3:6 (1:2, 2:1, 0:3)
Zondacrypto-Arena, Davos: 6267 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Kaukokari, Kova; Obwegeser, Dapuzzo. – Tore: 11:15 Apslund (Corvi; Ausschluss: Fink) 1:0; 13:25 Walsh (Knuble) 1:1; 14:49 Tambelini (Frick) 1:2; 23:56 Fink (Pohlkamp, Walsh) 2:2; 31:03 Tambelini (Corvi) 2:3; 33:42 Musa (Fink, Hughes) 3:3; 55:21 Zadina (Andersson) 3:4; 56:48 Corvi (Jung) 3:5; Stransky (Dahlbeck, Zadina; ins leere Tor; Ausschluss: Lavins, Strafe angezeigt) 3:6. – Strafen: 5 x 2 Minuten gegen die USCS; 1 x 2 Minuten gegen Davos.
U.S. Collegiate Selects: Gajan (Tracy); Livanacage, McCarthy; Wiebe, Pohlkamp; Gadowsky, Borgesi; Keenan; Finley, Hughes, Fink; Dimarsico, Cerrato, Wiebusch; Musa, Plante, Muldowney; Walsh, Nelson, Knuble; Lavins.
Davos: Aeschlimann (Hollenstein); Dahlbeck, Gross; Jung, Andersson; Barandun, Frick; Guebey; Kessler, Apslund, Stransky; Tambelini, Corvi, Frehner; Lemieux, Ryfors, Zadina; Egli, Nussbaumer, Knak; Komarov.
Bemerkungen: USCS ab 56:54 bis 57:49 ohne Torhüter.
