Davos steht nach Revanche im Final

Von Pascal Zingg
HC Fribourg-Gottéron
1
0 - 1 - 0
HC Davos
3
0 - 2 - 1
30.12.2025
long.s
0:0‧1:2‧0:1
Spielbericht

Ein äusserst effizienter HC Davos schlug Fribourg-Gottéron im Schweizer Halbfinale des Spengler Cups mit 1:3. Die Bündner machten vor allem im zweiten Drittel vergessen, dass sie bereits das vierte Spiel in vier Tagen bestreiten mussten.

Die Fähigkeit Spiele zu stehlen gehört zu den Eigenschaften einer Topmannschaft. Genau diese Tugend zeigten die Davoser am heutigen Abend. Die Bündner liessen sich im ersten Drittel nicht aus dem Konzept bringen, als die Fribourger klar mehr vom Spiel hatten. Stattdessen war es Matej Stransky, der den HCD nach 22 Minuten in Führung brachte. Nach einem unglücklichen Eigentor von Lukas Frick, war Stransky erneut Ursprung der Davoser Führung. Der Tscheche legte bei einem einstudierten Bully-Spielzug auf Kessler ab, wobei dieser das 2:1 markierte.

Neben einer grossen Effizienz bewies der HCD damit auch, dass er über mehr als nur eine sehr gute Linie verfügt. Während in den letzten beiden Spielen die Linie um Filip Zadina den Unterscheid ausgemachte, war es diesmal jene von Stransky. Neben dem Tschechen konnte sich aber auch Torhüter Luca Hollenstein mehrmals in Szene setzen. Der Davoser Torhüter zeigte diverse Big Saves und brachte die Fribourger immer wieder zur Verzweiflung.

Da es Fribourg trotz grosser Schlussoffensive nicht gelang den Ausgleich zu schiessen, war es schliesslich Simon Ryfors, der einen weiteren Treffer ins leere Tor erzielte. Der Schwede sicherte dem HC Davos damit nicht nur den Finaleinzug, sonder auch den ersten Sieg der Büdner gegen einen Schweizer Spengler-Cup-Vertreter. Darüber hinaus gelang den Bündnern mit diesem Sieg auch die Revanche für die Halbfinalniederlage des letzten Jahres. Das Thema Revanche dürfte auch morgen ein Thema sein, wenn der HCD ein zweites Mal bei diesem Turnier gegen die U.S. Collegiate Selects spielt.

Während es für den Gastgeber aus Davos am Silvestermittag nochmals um alles geht, schied Fribourg trotz einer guten Vorrunde bereits im Halbfinale aus. «Ich glaube nicht, dass wir das schlechtere Team waren. Was uns gefehlt haben waren einzig die Tore», gestand Julien Sprunger. «Dass wir in einem so wichtigen Spiel die Tore nicht machen, muss uns zu denken geben», ergänzte Roger Rönnberg. Für den Trainer war klar, dass es sein Team selbst in der Hand hatte dieses Spiel zu gewinnen. «Es war nicht allein ihr Torhüter. Es gab einige Szenen, in denen das Tor offen war. Was uns gefehlt hat war jedoch die Kaltblütigkeit», zeigte sich Rönnberg kritisch.

Betrachtet man die Situation als Ganzes, so spiegelt dieses Spiel auch ein bisschen die Saison wider. Während sich Davos seit längerer Zeit auf einem Höhenflug befindet, scheint Fribourg-Gottéron sich aktuell noch in einem Reifeprozess zu befinden. Es bleibt spannend, ob dieser Prozess bis März so weit fortgeschritten sein wird, dass die Fribourger den Bündnern in den Playoffs möglicherweise ein Bein stellen können.

Telegramm:

HC Fribourg-Gottéron – HC Davos 1:3 (0:0, 1:2, 0:1)

Zondacrypte-Arena, Davos: 6267 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Sir, Ruprecht; Axman, Gnemmi. – Tore: 21:39 Stransky (Nussbaumer, Andersson) 0:1; 30:13 Sörensen (Kapla, de la Rose; Ausschluss: Brandun) 1:1; 37:42 Kessler (Stransky, Asplund) 1:2; 59:50 Ryfors (Kessler, Dahlbeck; ins leere Tor) 1:3. – Strafen: 5 x 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron; 4 x 2 Minuten gegen Davos.

Fribourg-Gottéron: Berra (Galley); Streule, Glauser; Kapla, Nemeth; Seiler, Jecker; Cajkovsky; Schmid, de la Rose, Sörensen; Biasca, Borgström, Bertschy; Marchon, Walser, Sprunger; Rau, Wallmark, Ljunggren; Gerber.

Davos: Hollenstein (Aeschlimann); Gross, Fora; Dahlbeck, Frick; Jung, Andersson; Barandun; Kessler, Asplund, Stransky; Tambellini, Nussbaumer, Frehner; Lemieux, Ryfors, Zadina; Parrée, Egli, Knak; Komarov.

Bemerkungen: Davos von 39:58 bis 40:00 ohne Torhüter; Fribourg ab 58:26 bis 59:50 ohne Torhüter; 59:27 Timeout Fribourg-Gottéron.

Resultat:

1:3