Sparta Prag kämpft sich ins Halbfinale

Von Pascal Zingg
Sparta Prag (CZE)
5
0 - 0 - 5
Team Canada
1
0 - 0 - 1
29.12.2025
long.s
0:0‧0:0‧5:1
Spielbericht

Das erste Viertelfinale am diesjährigen Spengler Cup geht an Sparta Prag. Die Tschechen schlugen Team Canada in einem ereignisarmen Spiel mit 5:1.

Das Team Kanada ist als erstes Team am diesjährigen Spengler Cup ausgeschieden. Den Kanadiern fehlte es im ersten Viertelfinale an Präzision und Kaltblütigkeit in der gegnerischen Zone. Das Manko führte dazu, dass die Ahornblätter in den ersten 40 Minuten zwar einige gute Chancen hatten, diese jedoch nicht verwerten konnten. Als Martins Dzierkals zu Beginn des dritten Drittels auch noch das 1:0 gelang, schien der Rekordsieger vollends zu verzweifeln. Es war daher symptomatisch, dass Jakob Krejcik einen Schuss von Matthew Peca ins eigene Tor ablenken musste, um den Kanadiern immerhin noch den Ausgleich zu ermöglichen.

Das grosse Problem der Ahornblätter war jedoch, dass sie auch heute den eigenen Slot nicht im Griff hatten. So verwertete Filip Chlapik nur 95 Sekunden nach dem Ausgleich einen Abpraller zum entscheidenden 2:1. Da dem Team Canada in der Folge die Energie fehlte, konnten die Tschechen zwei Empty Netter nachlegen. Dass David Nemecek zwei Sekunden vor Schluss gar noch das 5:1 gelang, zeigte indes, wie geknickt die Kanadier zu diesem Zeitpunkt waren.

Während sich Sparta Prag über die Halbfinalqualifikation freuen durfte, ging das Turnier für Team Canada einmal mehr sehr früh zu Ende. «Es war ein enges Spiel, bei dem die beiden Goalies sehr gut waren. Wir hatten unsere Chancen im zweiten Drittel, wenn wir diese nutzen, wird es ein anderes Spiel», analysierte Assistant GM Stacy Roest. Für den Kanadier zeigte sich damit einmal mehr, wie schwer es ist den Spengler Cup zu gewinnen. «Auch ich konnte das Turnier bei sechs Teilnahmen als Spieler nur einem gewinnen», erkannte Roest.

Trotz des guten Levels in Davos ist jedoch zu erwähnen, dass die Kanadier in diesem Jahr unbekannte Schwächen offenbarten und deshalb nicht ganz überraschend aus dem Turnier ausschieden.

Telegramm:

HC Sparta Prag – Team Canada 5:1 (0:0, 0:0, 5:1)

Zondacrypto-Arena, Davos: 6267 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Gerber, Tscherrig; Obwegeser, Dapuzzo. – Tore: 46:46 Dzierkals (Irving, K. Hrabik) 1:0; 53:07 Peca (Seney, Brouillard) 1:1; 54:42 Chlapik (Vesalainen) 2:1; 58:18 Dzierkals (Raska ins leere Tor) 3:1; 59:12 Vesalainen (ins leere Tor) 4:1; 59:58 Nemecek (Sirota) 5:1. – Strafen: 2 x 2 Minuten gegen Sparta Prag; 1 x 2 Minuten gegen Canada.

Sparta Prag: Kovar (Volevecky); Krejcik, Prysyk; Masin, Irving; Nemecek, Sirota; Seppälä, Pospisil; Vesalainen, Spacek, Chlapik; Kousal, Shore, Repik; Raska, K. Hrabik, Dzierkals; O. Hrabik, Eberle, Vitouch.

Team Canada: Hughes (Gauthier); Allan, Addison; Borque, Livingstone; Graham; Caggiula, Sgarbossa, Foudy; Seney, Peta, Richard; Shaw, Schnarr, Clarke; Andreoff, Fritz, Morley; Hazen.

Bemerkungen: Team Canada ab 57:43 bis 58:18 und ab 58:24 bis 59:13 ohne Torhüter; 58:18 Timeout Team Canada.

Resultat:

5:1