Hochstehendes Eishockey: USA besiegt Slowakei
Slowakei
USA
Spielbericht
In der spannenden und torreichen Partie können die Amerikaner einen 2:0 Rückstand nach dem Startdrittel drehen und die Partie mit 6:5 gewinnen.
Nachdem in den Startminuten die Amerikaner für die Musik gesorgt hatten und das Spiel mehrheitlich in der slowakischen Spielhälfte stattfand, sorgt nun ein plötzlicher Angriff der Slowaken für den ersten Treffer: Wohl nicht nur für den Torhüter und seine Vordermannschaft, sondern auch für die Zuschauer im ganzen Stadion überraschend, fahren die Slowaken relativ unbedrängt ins amerikanische Drittel, Fabus passt zu Tomik, der weiter zu Captain Pitka und schon steht’s 1:0 für die Slowaken. Als dann der erste Amerikaner für 2 Minuten raus muss, legen die Slowaken gleich noch einen drauf und erhöhen durch Chrenko auf Zuspiel von Radivojevic auf 2:0. US-Goalie Caleb Heil ist die Sicht erfolgreich genommen worden. Geschockt sind die Amerikaner durch diesen Rückstand nicht, aber sicherlich sehr überrascht. Die Slowaken haben mit 8:6 Schüssen im Startdrittel den Vorsprung verdientermassen erspielt und dürfen mit dem kleinen Polster in die erste Pause gehen.
Nach 1:20 im Mitteldrittel gibt’s bereits wieder eine Strafe gegen die USA. Doch diesmal entwischt McMorrow und dann zeigen die Amerikaner das von ihnen so gefürchtete Transition-Play, das schnelle Umschalten von Defense auf Offense. Im perfekten Moment passt McMorrow nach rechts zum mitgelaufenen Spellacy, welcher im letzten Moment den Puck noch erwischt und den Shorthander kurz vor Goalie Pradel perfekt machen kann. Es soll nicht der letzte vielversprechende Versuch bleiben während der laufenden Strafe gegen Mooney. Jetzt sind auch die Zuschauer wieder erwacht. Die Amerikaner haben sich definitiv mehr vorgenommen und zeigen eine Reaktion auf die schwachen ersten 20 Minuten. Wegen zu vielen Spielern auf dem Eis sind die Slowaken nur zu Viert. Transition können aber auch die Slowaken und machen es den Amis gleich: Auch sie erzielen den Shorthander. Strake bedient Belusko und der zimmert einen extrem schwer zu lesenden Handgelenkschuss unter die Latte und stellt die 2-Tore-Führung zum 3:1 wieder her. McMorrow schnappt sich keine 2 Minuten später den Rebound von Bednariks Schuss und verkürzt auf 3:2. Nach exakt 31 gespielten Minuten erzielt Lee im Powerplay den 3:3 Ausgleich auf Pass von Mooney und Osburn. Das nächste Powerplay gehört wieder den Slowaken und sie legen durch einen Treffer von Svrcek mit Assist von Straka wieder vor auf 4:3. Kurz vor Ende des Drittels stellen die Amerikaner den Gleichstand wieder her. Nach schöner Kombination via Reid und Stiga schliesst Hagens zum 4:4 Pausenstand ab.
18 Sekunden nach Wiederaufnahme der Partie gehen die Amerikaner erstmals in Führung: Es ist erneut Hagens, diesmal mit dem 1. Assist von Reid und dem 2. Assist von Ziemer. In der 45. Minute schliesst Zellers eine schöne Kombination über mehrere Stationen erfolgreich ab. Die Assists gehören Ziemer und Mooney, es steht 4:6. Allerdings haben die Refs übersehen, dass beim Eintritt ins Drittel eine Offsideposition vorlag. Fast 4 Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit nimmt der slowakische Coach Fruhauf sein Timeout und kurz danach verlässt Pradel sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers. Prompt kommen die Slowaken noch einmal heran: Chrenko schlenzt via den hohen Innenpfosten die Scheibe zu Beginn der 59. Minute unter die Latte und verkürzt somit noch einmal auf 5:6. Die Assists gehen an Radivojevic und Nemec. Die Amerikaner haben aber in diesem Schlussabschnitt zu ihrem gewohnten Spiel zurückgefunden und konnten wieder auf die Siegesstrasse einbiegen. In dieser bislang besten Partie der Gruppe A ist alles drin gewesen: Abwechselnde Führung, Überzahl- und Unterzahltore, Dramatik, Kampf und vor allem sehenswertes Eishockey auf höchstem Niveau. Als Best Player ausgezeichnet werden Belusko für die Slowakei und Hagens für die USA.
