Schweden fegt die Deutschen vom Eis
Deutschland
Schweden
Spielbericht
Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel spielen die Schweden je länger, je stilsicherer und mit zu vielen Strafen geht Deutschland zum Schluss sang- und klanglos mit 1:8 unter.
Deutschland war gestern spielfrei und daher wohl ausgeruhter als die Schweden, welche sich einen engen Kampf mit den Schweizern ausgetragen hatten. Doch bereits bei der ersten Überzahlsituation, die sich ihnen bietet, schlagen die Schweden zu. Freij bekommt das Zuspiel von Eklund und passt auf den frei vor Deutschlands Schlussmann Vieillard stehenden Frondell, welcher nur noch einzuschiessen braucht. Gespielt sind erst 1:45 Minuten. Maxim Schäfer sticht einen riskanten Pass der schwedischen Hintermannschaft ab und kann so den Gegenangriff mit einem Breakaway starten. Elias Pul läuft mit und wird von Schäfer im allerletzten Moment noch angespielt, so dass Pul gerade noch die Chance hat, den Puck im Tor unterzubringen und in der 8. Minute zum 1:1 auszugleichen.<br>
Zu Beginn des Mitteldrittels läuft noch eine Strafe gegen Deutschland aus dem Startdrittel. Schweden trifft erneut und das Tor ist eine Kopie des ersten schwedischen Tores. Torschütze ist diesmal Viggo Bjorck, Passgeber sind Boumedienne und Ohrqvist. Wegen Strafen auf schwedischer Seite können nun die Deutschen in Überzahl spielen, 49 Sekunden davon gar mit 5:3 Feldspielern. Schweden übersteht aber diese heikle Phase und nimmt geschickt ziemlich viel Zeit von der Uhr, indem sie die Scheibe immer wieder ins deutsche Drittel tragen und halten können. Der dritte schwedische Treffer fällt in einer Druckphase, als sich die Schweden im deutschen Drittel festsetzen und mehrmals abschliessen. Den entscheidenden Pass vors Tor gibt Sahlin Wallenius. Berglund muss nur noch seinen Stock hinhalten und es steht 3:1. Und wieder ist’s im Powerplay, als Schweden zum Erfolg kommt: Viggo Bjorck findet die Lücke, nachdem er nicht gleich eine geeignete Abspielgelegenheit ausgemacht zu haben scheint. Schnörkellos und gradlinig schlenzt schliesslich Ohrqvist auf Zuspiel von Boumedienne kurz vor Ablauf des zweiten Abschnitts die Scheibe ein fünftes Mal ins Netz und zementiert damit die Führung Coach Magnus Havelids Team.<br>
Mit zunehmender Spieldauer gerät Deutschland mehr unter Druck. Das Spiel findet je länger, je mehr im Drittel der Deutschen statt. Die nächste Strafe für Deutschland, das nächste Tor für Schweden: Freij zu Frondell und der kann ins leere Tor einschiessen, weil sich Vieillard noch nicht wieder hat organisieren können nach der ersten Angriffsaktion und er sich erst noch einen Überblick verschaffen musste, wo sich der Puck befindet. Doch da ist der bereits im Netz und es steht 1:6. Den Schlusspunkt setzt Danielsson: Abermals in Überzahl lässt er mit einer sehenswerten Körpertäuschung den deutschen Schlussmann aussteigen und sorgt fürs 1:7. Mit der Schlusssirene spitzelt Berglund dann die Scheibe zum hochverdienten 1:8 Schlussresultat ins Tor. Mit 41:17 Schüssen aufs Tor zugunsten der Schweden spricht auch die Schussstatistik eine deutliche Sprache und rechtfertigt das Schlussresultat auch in dieser Höhe. Best Player der Deutschen ist Boos, bei Schweden ist’s Sahlin Wallenius.
