Davos unterliegt der Coligiate Selects

Von Pascal Zingg
HC Davos
3
0 - 1 - 2
U.S. Colleagiate Selects
5
1 - 1 - 3
27.12.2025
long.s
0:1‧1:1‧2:3
Spielbericht

Beim ersten Auftritt am diesjährigen Spengler Cup gelang es dem HC Davos nicht, die wirbligen Collegiate Selects unter Kontrolle zu bringen. Die Bündner offenbarten vor allem in der Defensive zu viele Schwächen, weshalb sie das Spiel mit 3:5 verloren.

Auch heute legten die U.S. Colligiate Selects ihre Fähigkeiten in die Waagschale. Wieder waren sie sehr schnell. Dazu bewiesen sie abermals, dass sie mit dem Puck am Stock einiges draufhaben. Der HCD musste sich erst einmal an diese Klasse gewöhnen. Das Problem dabei war, dass die Bündner bereits nach 91 Sekunden mit 0:1 in Rückstand gerieten. «Wenn ich ehrlich bin, haben wir sie wohl etwas unterschätzt», gestand Enzo Corvi. Für den Stürmer war klar: «Die sind uns in der eigenen Zone immer wieder um die Ohren gefahren.» Die wirbligen Aktionen, die Corvi anspricht führten neben dem ersten Treffer auch dazu, dass die US-Boys bei den Treffern drei und vier kurz nach einem Powerplay und beim fünften Treffer in Überzahl jubeln konnten. Neben dieser Tugend bewiesen die College-Spieler aber auch, dass sie sehr gefährliche Konter fahren können. «Sie spielen geradlinig nach vorne und machen selten einen kontrollierten Aufbau», analysierte Corvi. Spielen die USCS ihr Tempo aus, führen die schnellen Gegenstösse oft zu sogenannten Odd-Man-Rushes. Einen solchen zeigte auch Dimarsico, als er nach einem Scheibenverlust von Filip Zadina alleine auf Sandro Aeschlimann ziehen und das 2:0 erzielen konnte.

Konnten die Collegiate Selects durch ihre wirblige Art immer wieder für Tore sorgen, wirkte ihre Spielweise phasenweise aber auch ungestüm. Dies zeigte sich phasenweise auch im Powerplay, als der HC Davos immer wieder zu guten Kontern kam. Einen solchen konnte Sven Jung in der 37. Minute gar zum 2:2 nutzen. Da die US-Boys sofort eine Antwort fanden und nur 33 Sekunden später das 3:2 erzielten, blieb der psychologische Boost dieses Momentumshifts jedoch aus.

«Insgesamt haben wir einfach zu viele Fehler gemacht. Das ist uns in dieser Saison noch nie passiert», gab sich Enzo Corvi selbstkritisch. Für den Stürmer war klar, dass sich sein Team bereits morgen enorm steigern muss. «Wir müssen von Anfang an bereit sein und definitiv mehr Checks auspacken. Ich denke gegen die Kanadier wird es noch einiges physischer», gestand Corvi. Corvi war sich bewusst, dass der HCD im morgigen Spiel alles daran setzen muss die Gruppe mit einem Sieg gegen Kanada doch noch zu gewinnen. «Wenn wir es gegen Kanada nicht schaffen zu gewinnen, fehlt uns der freie Tag am Montag. Dann müssen wir vier bis fünf Spiele in fünf Tagen spielen, was wird extrem hart», war sich der Stümer bewusst. Das Positive aus der Sicht des HCD scheint dabei, dass die Spiele zwischen Kanada und Davos eine Art Derby sind. In diesen Spielen kann bekanntlich alles passieren.

Telegramm:

HC Davos – U.S. Collegiate Selects 3:5 (0:1, 1:1, 1:3)

Zondacrypto-Arena, Davos: 6267 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Kova, Sir; Obwegeser, Axman. – Tore: 2:31 Finley (Fink) 0:1; 21:42 Dimarsico (Fink) 0:2; 22:13 Frehner 1:2; 36:41 Jung (Asplund, Gross; Ausschluss: Dahlbeck!) 2:2; 37:12 Dimarsico (Cerrato) 2:3; 41:53 Finley (Hughes, Plante) 2:4; 45:57 Fora (Corvi, Lemieux) 3:4; 57:49 Pohlkamp (Finley, Plante; Ausschluss: Knak) 3:5. – Strafen: 4 x 2 Minuten + 5 Minuten + Spieldauer (Knak) gegen Davos; 2 x 2 Minuten gegen die USCS.

Davos: Aeschlimann (Hollenstein); Gross, Fora; Dahlbeck, Frick; Jung, Andersson; Barandun; Lemieux, Corvi, Stransky; Zadina, Asplund, Kessler; Tambelini, Ryfors, Frehner; Knak, Nussbaumer, Huuhtanen; Komarov.

U.S. Collegiate Selects: Gajan (Tracy); Livanavage, McCarthy; Wiebe, Pohlkamp; Gadowsky, Bogesi; Keenan; Musa, Plante, Muldowney; Dimarisco, Cerrato, Wiebuch; Finley, Hughes, Fink; Pelosi, Nelson, Walsh; Stockfish.

Resultat:

3:5