Fribourg mit lockerem Auftaktsieg
HC Fribourg-Gottéron
Sparta Prag (CZE)
Spielbericht
Titelverteidiger Fribourg-Gottéron ist erfolgreich in den diesjährigen Spengler Cup gestartet. Die Drachen hatten das Startspiel gegen Sparta Prag von Anfang an im Griff und feierten einen verdienten 5:2-Sieg.
Ein Treffer von Attilio Biasca nach nur 81 Sekunden leitete diese Partie bereits früh in geordnete Bahnen. Zwar mussten die Fans in der ausverkauften Davoser Eishalle rund 38 Minuten auf den nächsten Treffer warten, da Sparta an diesem Nachmittag aber zu schwach für den Schweizer Vertreter war, stellte dies für Gottéron kein Problem dar. Spätestens nach dem 3:0 von Henrik Borgström verkam das Spiel zu einem Schaulaufen, wobei beide Teams noch je zweimal treffen konnten.
Die Probleme bei den Tschechen schienen vielfältig. So hinterliess ex ZSC-Hüter Jakub Kovar einen ungewohnt unsicheren Eindruck. Daneben leisteten sich aber auch seine Vorderleute zu viele Turnover, wobei der erste gleich zum 1:0 für die Drachen führte. Während die Defensive zu fehleranfällig war, schien die Offensive zu harmlos. So gelang es den Spartanern nicht die Fribourger derart unter Druck zu setzen, dass sie im Slot zu guten Chancen gekommen wären. Erst ein individueller Fehler von Jan Dorthé führte dazu, dass Pavel Kousal alleine auf Berra zulaufen und dessen Shutout verhindern konnte.
Da es den Tschechen nicht gelang, den Gegner aus Fribourg mit spielerischen Mitteln unter Druck zu setzen, versuchten sie im Mitteldrittel immer wieder Emotionen ins Spiel zu bringen. Die Folge dieser Aktionen waren zwei Powerplays, die Fribourg zum entscheidenden zweiten und dritten Treffer nutzen konnte. So ganz nebenbei hatten die Saanestädter damit gezeigt, dass sich auch bei den Special Teams das klar bessere Team waren.
Unter dem Strich feierte der HCFG somit einen äusserst verdienten Startzielsieg. Besonders herausgestochen waren dabei Marcus Sörensen mit zwei Toren und zwei Assists, sowie Attilio Biasca, der das Spiel mit den beiden ersten Treffern entschied. Trotz vielen positiven Aspekte war Sandro Schmid nach dem Spiel aber nicht ganz zufrieden. «Die frühe Führung hat uns in diesem Spiel bestimmt geholfen. Ich fand, dass wir im ersten Drittel noch nicht unser bestes Hockey gespielt haben. Uns war jedoch bewusst, dass wir besser spielen können. Ab dem zweiten Drittel haben wir dann aufgedreht und waren klar besser», analysierte der Stürmer. Gerade durch diese kritische Analyse liess Schmid durchblicken, dass sein Team auch in diesem Jahr hoch motiviert ist den Titel zu verteidigen.
Telegramm:
HC Fribourg-Gottéron – HC Sparta Prag 5:2 (1:0, 1:0, 3:2)
Sondacryto Arena, Davos: 6267 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Kaukokari, Kova; Obwegeser, Gnemmi. – Tore: 1:21 Biasca (Bertschy, Borgström) 1:0; 39:20 Biasca (Sörensen, Kapla; Ausschluss: Nemecek) 2:0; 40:19 Borgström (Sörensen) 3:0; 48:49 Sörensen (Rathgeb, Jecker) 4:0; 50:22 Kousal 4:1; 58:26 Sörensen 5:1; 59:53 Spacek (Ausschlüsse: Chlapik, Krejcik; Ausschlüsse: Bertschy, Cajkovsky) 5:2. – Strafen: 7 x 2 Minuten + 10 Minuten (Cajkovsky) gegen Fribourg-Gottéron; 5 x 2 Minuten gegen Sparta Prag.
Fribourg-Gottéron: Berra (Galley); Streule, Glauser; Kapla, Rathgeb; Nemeth, Jecker; Seiler, Cajkovsky; Schmid, de la Rose; Sörensen; Biasca, Borgström, Bertschy; Marchon, Walser, Sprunger; Rau, Ljungren, Dorthé.
Sparta Prag: Kovar (Volevecky); Krejcik, Pysyk; Masin, Irving; Nemecek, Sirota; Seppälä. O. Hrabik; Kousal, Spacek, Chlapik; Vesalainen, Shore, Repik; Raska, K. Hrabik, Dzierkals; D. Vitouch, Eberle, M. Vitouch.
Bemerkungen: 34. Latte Shore; 50:05 Timeout Sparta Prag; Sparta Prag ab 55:10 bis 57:16 und ab 57:47 bis 58:26 und ab 59:17 ohne Torhüter.
