Kanada zittert sich zum Sieg
Team Canada
U.S. Colleagiate Selects
Spielbericht
Im nordamerikanischen Duell zwischen dem Team Canada und den U.S. Collegiate Selects gelangen den Ahornblättern innerhalb von sechs Minuten drei Tore. Da sie das Spiel trotz des 3:0 nicht kontrollieren konnten, resultierte am Schluss nur ein 3:2-Zittersieg.
Vor dem Spiel war vielen nicht klar, was man von den U.S. Collegiate Selects erwarten konnte. Da die besten College-Spieler an der U20-WM beschäftigt sind, befürchteten einige Experten gar, dass die US-Boys zu Kanonenfutter werden könnten. Wie sich schnell zeigte, waren die College-Boys ihren kanadischen Nachbarn aber keines Wegs unterlegen. Stattdessen zeigten sie immer wieder, dass sie extrem schnelles Eishockey spielen können. «College Hockey ist sehr schnell, das haben wir heute gesehen. Manchmal war es wegen des hohen Tempos auch etwas chaotisch. Wir tun deshalb gut daran an unserem Puckmanagement zu arbeiten», erklärte Tanner Fritz. Dabei konnte der kanadische Stürmer nicht verbergen, dass man beiden Mannschaften ansah, dass sie vor diesem Turnier erst einmal zusammen trainiert hatten.
Dass auch die Kanadier Eishockey spielen können, bewiesen sie zu Beginn des zweiten Drittels. Dank dreier Tore durch Schnarr, Seney und Shaw hatte man bei den Ahornblättern das Gefühl, dass sie den Schlüssel zum Spiel gefunden hatten. Anstatt das Spiel in die Hand zu nehmen, kassierten sie aber sogleich das 3:1, was dem College-Team offenbar neue Luft verschaffte. So provozierte Jack Musa in der 48. Minute einen Turnover, den er in einem herrlichen Solo zum 3:2 abschloss. «Dass wir nach der 3:0-Führung nochmals ins Zittern kamen liegt daran, dass wir uns noch finden müssen», erklärte Fritz. Das Positive sei aber, dass man trotz der Zitterpartie doch noch gewonnen habe. «Nun haben wir einen Tag frei und können im Training die Chemie verbessern», gestand der Stürmer.
Den freien Tag werden die Kanadier dazu brauchen, um sich nach dem intensiven Fight gegen die U.S. Collegiate Selects auf die nächste grosse Aufgabe am Sonntag gegen den HC Davos vorzubereiten. «Das wird wohl noch etwas härter und vor allem physischer als heute Abend», meinte Fritz.
Telegramm:
Team Canada – U.S. Collegiate Selects 3:2 (0:0, 3:1, 0:1)
Sondacrypro Arena, Davos: 6267 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Tscherrig, Sir; Schlegel, Axman. – Tore: 24:10 Schnarr (Grant) 1:0; 25:34 Seney (Clarke, Peca) 2:0; 30:51 Shaw (Foudy, Grant) 3:0; 31:50 McCartthy (Muldowney) 3:1; 47:15 Musa 3:2. – Strafen: 3 x 2 Minuten gegen Team Canada; 2 x 2 Minuten gegen die USCS.
Team Canada: Reimer (C. Hughes); Nolan, Addison; Broullard, Hicketts; Bourque, Livingstone; Graham; Caggula, Sgarbossa, Richard; Seney, Peca, Clarke; Shaw, Grant, Foudy; Andreoff, Schnarr, Fritz; Hazen.
USCS: Kotai (Gajan); Dimarsico, Cerrato; Muldowney, Musa; Wiebe, Pohlkamp; Borgesi, Keenan; Finley, T.J. Hughes, Fink; Wiebusch, Walsh, Plante; Nelson, Knuble, Lavins; Livanavage, McCartthy, Gadowsky.
Bemerkungen: 14. Tor T.J. Hughes wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben; USCS ab 57:50 ohne Torhüter; 59:45 Timeout USCS.
