Rappi gewinnt trotz Fehlstart

Von Pascal Zingg
SC Rapperswil-Jona Lakers
4
0 - 1 - 3
EV Zug
2
2 - 0 - 0
20.12.2025
National League
Zuschauer: 5940
0:2‧1:0‧3:0
Spielbericht

Wie schon gestern gegen Kloten leisteten sich die SCRJ auch heute gegen Zug einen Fehlstart. Trotz eines frühen 0:2 gaben die Rapperswiler jedoch nie auf, was ihnen einen verdienten 4:2-Sieg einbrachte.

Während man gestern Abend das Gefühl hatte, der SCRJ sei zu Beginn des Spiels nicht bereit gewesen, waren es heute vor allem kaltblütige Zuger, die dafür sorgten, dass der SCRJ früh in Rückstand geriet. Konkret waren es Lukas Bengtsson und Dominik Kubalik, die den EV Zug nach knapp vier Minuten mit 2:0 in Front brachten. Besonders ärgerlich aus Rapperswiler Sicht war, dass man kurz vor dem zweiten Zuger Tor eine Grosschance auf den Ausgleich vergeben hatte.

Anstatt dem nötigen Puckglück nachzutrauern, wollten der SCRJ das Spiel aber spätestens nach dem 0:2 selber in die Hand nahmen. Dies spürte man beispielsweise beim Pfostenschuss von Jacob Larsson in der neunten Minute. War man im ersten Drittel mindestens ebenbürtig, rissen die Rapperswiler das Spielgeschehen im zweiten Drittel vollends an sich. Wie schon am Vortag gegen den EHC Kloten, sahen sie sich dabei einem sehr starken Torhüter gegenüber. Wie gut Leonardo Genoni war, zeigte sich beispielsweise in der 27. Minute. Zugs Schlussmann verschob nach einem Onetimer von Victor Rask, so schnell, dass er noch mit dem Beinschoner an die Scheibe kam. Trotz des Big Saves zeigten die Lakers aber auch in dieser Situation Willensstärke. So schlug Tanner Fritz den Abpraller sehenswert aus der Luft zum 1:2 in die Maschen.

Obwohl die Rapperswiler auch nach diesem Treffer viel Aufwand betrieben, wollte ihnen lange Zeit kein weiterer Treffer mehr gelingen. «Wir haben im zweiten und dritten Drittel gutes Hockey gezeigt, weshalb das Momentum immer mehr auf unsere Seite kippte», erklärte Philipp Maillet. Einen endgültigen Kick erlebte das Momentum in der zweiten Hälfte des Schlussdrittels. Während nur 66 Sekunden gelang es Victor Rask und Tyler Moy das Spiel zu drehen. Es überraschte dabei nicht, dass die Zuger auf diesen Führungswechsel keine Antwort mehr fanden. Nach vier Spielen in fünf Tagen war ihnen nun anzumerken, wie die Beine immer schwerer wurden. Als die Zentralschweizer zum letzten Mittel griffen und Leonardo Genoni durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, war es deshalb dem überragenden Jacob Larsson vergönnt, die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu tragen und zum 4:2 ins leere Tor zu schiessen.

Unter dem Jubel der knapp 6000 Zuschauer, gelang dem SCRJ mit einer grossen Wende der Sprung zurück in die Top sechs. Trotz des Sieges mahnte Philippe Maillet jedoch, dass man im nächsten Spiel unbedingt schauen muss, dass man von Anfang bereit ist. «Wenn du nach einem Drittel mit zwei oder drei Toren zurück liegst, ist es schwierig zu gewinnen. Dass wir das Spiel heute drehen konnten, zeigt, was drin liegen würde, wenn wir früh in Führung gehen.»

Resultat:

4:2

T. Fritz, J. Larsson, T. Moy, V. Rask
L. Bengtsson, D. Kubalik