Rappi hat gegen die Lions zu wenig Spielanteile

Von Pascal Zingg
ZSC Lions
3
1 - 1 - 1
SC Rapperswil-Jona Lakers
1
0 - 0 - 1
07.12.2025
National League
Zuschauer: 12000
1:0‧1:0‧1:1
Spielbericht

Die ZSC Lions zeigen den SCRJ Lakers einmal mehr den Meister. Die Löwen waren über 60 Minuten das bessere Team. Sie gewinnen deshalb verdient mit 3:1.

Die ZSC Lions traten heute Nachmittag in Trikots der 90er Jahre an. Jener Epoche also, in der man gegen den SCRJ um eine Playoffqualifikation spielte. Obwohl die Lions inzwischen eine Topadresse im Schweizer Eishockey sind, ging es auch am heutigen Nachmittag um die direkte Playoffqualifikation. Die Lakers ihrerseits konnten nicht verbergen, dass sie trotz besserer Tabellenlage weniger Talent aufweisen, als die Zürcher. Hatte die Rapperswiler Mühe sich aus der eigenen Zone zu lösen, setzten sie die Lions in der eigenen Zone immer wieder unter Druck. Die logische Folge dieses Drucks waren zwei Tore durch Sven Andrighetto und Jan Schwendeler. Während Andrighetto beim 1:0 einmal mehr seine Gefährlichkeit unter Beweis stellte, war es für Jan Schwendeler der erste Treffer in der National League.

Da die Lakers während den vollen 60 Minuten immer wieder Mühe bekundeten, sich im Drittel der Lions festzusetzen, war ein Powerplay das Einzige, was den Rapperswilern helfen konnte. Eine solche Überzahl spendierte Topscorer Denis Malgin zu Beginn des letzten Drittels. Die Rosenstädter wussten diese Überzahl zu nutzen, so lenkte Nico Dünner einen Pass von Tyler Moy zum 2:1 ins Netz. Obwohl der Treffer den Rapperswiler nochmals neue Energie verlieh, taten sie sich aber auch in der Folge schwer gefährlich vor Simon Hrubec aufzutauchen. Als logische Folge musste man etwas mehr als zwei Minuten vor Schluss den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzen. Dies wiederum nützte Denis Malgin zum entscheidenden 3:1.

Obwohl das Spiel bis zum Schluss spannend war, konnten sich die ZSC Lions dank der grössere Spielanteile als verdiente Sieger feiern lassen. «Sie haben mit ihrem Forecheking viel Druck gemacht. Uns ist es unter diesem Druck nicht gelungen einen guten Auslösungspass zu spielen», gestand Nico Dünner. Dabei war der Rapperswiler Captain nicht unglücklich, dass die Liga nun für zwei Wochen ruht. Schliesslich mussten die Rapperswiler auch heute auf sieben Stammspieler verzichten. Mit Ivars Punnenovs kam in der 42. Minute gar noch ein weiterer verletzter Spieler hinzu. Der Torhüter verliess das Eis mit schmerzverzerrtem Gesicht. Was das genaue Problem ist, wird sich wohl in den nächsten Tagen zeigen.

Resultat:

3:1

S. Andrighetto, D. Malgin, J. Schwendeler
N. Dünner