Rappi siegt dank später Wende
SC Rapperswil-Jona Lakers
HC Lugano
Spielbericht
Die SCRJ Lakers können sich im Duell mit dem HC Lugano erstmals Punkte sichern. Die Rapperswiler kommen im dritten Drittel von einem 0:2 zurück. Im Penaltyschiessen gibt es einen verdienten 3:2-Sieg.
Das heutige Spiel der SCRJ Lakers hatte einige Parallelen zu jenem am vergangenen Freitag in Davos. Wieder führte ein Team im letzten Drittel mit zwei Toren, wieder reichte der Vorsprung nicht und der Gegner gewann das Penaltyschiessen. Zum Glück für den SCRJ hatten diese Parallelen heute aber umgekehrte Vorzeichen, so waren es diesmal die Rapperswiler, die ein 0:2 aufholten und das Spiel im Penaltyschiessen gewannen. Was gleich war wie am Freitag, waren die unnötigen Strafen der Lakers. «Wir haben eigentlich ein gutes Boxplay gespielt. Wenn man allerdings derart viele Strafen nimmt, wird es gegen jeden Gegner schwierig», gestand Mika Henauer. Konkret konnte der HC Lugano einmal bei einfacher und einmal bei doppelter Überzahl treffen, weshalb die Südtessiner zum Ende des zweiten Drittels mit 2:0 in Führung lagen.
Da der HCL auch bei personellem Gleichstand mehr Spielanteile hatte, schien die Führung aus Sicht der Luganesi keines Wegs gestohlen. Dies insbesondere, weil sich der SCRJ immer wieder schwer tat, sich aus der Zone zu lösen und sich dabei gute Chancen zu erarbeiten. Das Ganze änderte sich erst mit dem Anschlusstreffer von Sandro Zangger in der 44. Minute. «Natürlich haben wir schon vorher an die Wende geglaubt, ein solcher Treffer setzt jedoch nochmals viel Energie frei», erkannte Verteidiger Henauer. Angetrieben von dieser positiven Energie gelang Igor Jelovac in der 56. Minute dann auch der Ausgleich.
Hatte Lugano bis zu diesem Zeitpunkt mehr vom Spiel, schien das Momentum nun endgültig auf die Seite der Rapperswiler zu kippen. Was fehlte war das Puckglück. Dies zeigte sich insbesondere beim Pfostenschuss von Malte Strömwall in der Verlängerung. Da sich im Penaltyschiessen aber eine weitere Parallele herauskristallisierte, konnte Rappi das Spiel aber dennoch gewinnen. Wie schon in Davos zeigten sich die Rosenstädter im Shootout kaltblütig. So trafen mit Strömwall, Maillet und Moy gleich drei der vier Schützen. Da Melvin Nyffeler den Luganesi keinen Treffer zugestand, wurde das Spiel zumindest in dieser Disziplin auf eine klare Art und Weise entschieden. Insgesamt zahlte sich damit aus, dass die Rapperswiler in den letzten Wochen das Penaltyschiessen geübt hatten. «Der Goalietrainer pickt sich am Ende des Trainings jeweils einige Spieler heraus, die auch im Spiel zum Zuge kommen könnten. Mit ihnen übt er dann nochmals die Penaltys», erklärte Henauer.
Nicht ganz überraschend gehört der Verteidiger nicht zu den auserwählten Schützen. Die Tatsache, dass er heute mit einer Eiszeit von 28:55 Minuten ein Marathon-Pensum absolvierte, macht ihn aber trotzdem zu einem sehr wichtigen Mann bei den Lakers. Dies nachdem er Anfang Oktober noch nach Basel in die Swiss League abgeschoben wurde. «Dort konnte ich zwei Spiele machen und mir neuen Schwung holen. Seither habe ich immer mehr Eiszeit gekriegt», erinnert sich Henauer. Nach schwierigem Saisonstart gelang es dem gebürtigen Berner damit zu wichtigen Teamstütze zu werden. «Natürlich haben wir auch einige Verletzte, weshalb die Eiszeit insgesamt etwas mehr wurde. Es ist jedoch schön, wenn man das Vertrauen vom Trainer spürt und viel spielen kann», analysiert der Verteidiger.
Da Henauer aktuell neben Jacob Larsson verteidigt, wird er wohl auch im nächsten Spiel in Fribourg viel Eiszeit bekommen. Dabei wird es eine wichtige Aufgabe der beiden sein, die produktive Offensive der Fribourger möglichst wenig zuzugestehen und dabei weniger Strafen zu kassieren, als am heutigen Nachmittag.
