Seeländer verpassen Servettiens eine deftige Ohrfeige

EHC Biel

Genève-Servette HC
Spielbericht
Der EHC Biel zeigt eine toreffiziente Reaktion auf die Freitagsniederlage in Kloten und bezwingt den Genf Servette HC gleich mit 8:0. Für die Grenats ist es die zweite Pleite hintereinander nach der 1:5-Niederlage zu Hause gegen den HC Lugano.
Weder der Genf Servette HC noch der EHC Biel sind am Freitagabend wunschgemäss ins National League-Qualifikations-Wochenende gestartet. So mussten sich die Grenats und Schweizer Meister von 2023 – eher überraschend – vor ihren Heimfans, dem im Tabellenkeller liegenden sowie kriselnden HC Lugano gleich mit einer deftigen 1:5-Klatsche brutal abfinden. Die Bieler und Playoff-Finalverlierer der Calvinstädter im Genfer Meisterjahr zogen dafür beim EHC Kloten eine durchaus vermeidbare 1:2-Niederlage ein. Somit war klar, dass die Servettiens hochmotiviert ins Seeland angereist sind, um die zweite Schmach nachdem 0:11-Debakel beim Lausanne HC bei ihren Anhängern wieder wettzumachen. Im Bieler Lager dagegen musste man sich erneut an den gleichen Matchplan zurück erinnern, der am letzten Dienstag gegen den EV Zug zum überzeugenden 2:0-Erfolg führte.
Erstes Drittel
Schon zu Beginn des Startdrittels waren die Seeländer hellwach und setzten das Gehäuse von Servette-Hüter Robert Meyer unter Druck. Allerdings verpasste vorerst Lias Andersson den Führungstreffer. Besser machte dies unmittelbar danach EHCB-Publikumsliebling Toni Rajala, als er die Vorarbeit von Linienpartner Fabio Hofer zur 1:0-Führung der Platzherren ausnutzte.
Zweites Drittel
Im zweiten Abschnitt setzten die Seeländer zum eigentlichen Schaulaufen gegen die erbärmlich schwach wirkenden Servettiens an. Dabei sorgten der Reihe nach zweimal Andersson sowie wieder Rajala für den 4:0-Vorsprung, der gleichzeitig die vermeintliche Matchentscheidung bedeutete. Die Schützlinge von GSHC-Trainer Yorick Treille scheinen meilenweit entfernt vom Meisterjahr 2023 zu sein. Sie wirkten insgesamt stumpf, ideen- und wirklungslos. Dazu zeigte sich im Notfall Biel-Torhüter Harri Säteri auf der Höhe seiner Aufgabe.
Drittes Drittel
Immerhin war zu Beginn des dritten Drittels auszumachen, dass sich die Genfer im Stolz verletzt fühlten, denn während rund fünf Minuten setzten sie das Seeländer Abwehrdispositiv gehörig unter Druck und hatten dabei die beste Phase ihrer Bemühungen. Allerdings resultierte dabei kein Torerfolg. Wohl gerade deshalb wurden sie in der Folge von den Bielern knallhart mit weiteren vier Tormouchen bestraft. Peter Cajka (5:0) und wieder Andersson (6:0, PP), Fabio Hofer (7:0, PP) sowie Rajala (8:0, PP) besiegelten mit drei Powerplay-Treffern hintereinander den eisklaren 8:0-Kantersieg der Tissot Arena-Truppe. Bedauerlich, dass sich Genfs Captain Noah Rod einen gewaltigen Fauxpas leistete, als er Biels Verteidiger Linus Hultström mit einem brutalen Check gegen den Kopf ausser Gefecht setzte. Für beide Cracks endete das Spiel somit vorzeitig.
Fazit
Offensichtlich, dass sich die Jungs von Biel-Coach Martin Filander einen Tank voll Selbstvertrauen geholt haben. So können sie sich der nächsten Herkules-Aufgabe vom nächsten Freitag beim Lausanne HC mit Sicherheit positiv entgegen stellen.
Seitens der Grenats muss man nächste Woche tief im Eishockey-Lexikon blättern, damit man wieder den richtigen Rank auf dem Eisrink findet. Dabei hängen die Punktetrauben beim EV Zug mindestens so hoch.
