Rappi muss unnötig zittern

Von Pascal Zingg
SC Rapperswil-Jona Lakers
4
2 - 1 - 1
HC Ambrì-Piotta
2
0 - 0 - 2
04.10.2025
National League
Zuschauer: 5075
2:0‧1:0‧1:2
Spielbericht

Die SCRJ Lakers gewinnen gegen den HC Ambrì-Piotta mit 4:2. Obwohl der Rapperswiler Sieg lange ungefährdet schien, hätte ein kurioser Doppelschlag das Spiel beinahe doch noch auf den Kopf gestellt.

Zwei Tore innert sechs Sekunden hätten dem Spiel zwischen den SCRJ Lakers und dem HC Ambrì-Piotta beinahe eine unvorstellbare Wendung gegeben. Nachdem die Lakers während 51 Minuten wie der sichere Sieger aussahen, zeigte man nach dem ultraschnellen Ambrì-Doppelschlag nochmals Nerven. Während das 1:3 durch Michael Joly noch in die Kategorie Pech ging, musste man den Rosenstädtern beim 2:3 fehlende Cleverness attestieren. «Es ist schwierig zu sagen, was da genau passiert ist. Ich glaube jedoch, dass wir lernen müssen eine Führung besser zu managen», erkannte Tyler Moy nach dem Spiel. Der Stürmer war froh, dass sein Team nach dem Schock in der 52. Minute kein weiteres Tor mehr kassierte und das Spiel mit 4:2 gewann. «Das war nicht unser bestes Spiel, zum Schluss ist es jedoch wichtig, dass wir auch heute einen Weg gefunden haben, das Spiel zu gewinnen», gab der Stürmer zu bedenken.

Blickt man auf die bisherigen zwölf Spiele der Lakers, so erkennt man, dass der heutige Aussetzer nicht der einzige war. Schliesslich verspielte man bereits in Kloten eine 3:0-Führung, währenddem man gegen Davos ein 3:1 auf unnötige Art und Weise wegschenkte. Schaut man sich die drei Spiele an, muss man jedoch konstatieren, dass es kein Muster gibt, weshalb die Rapperswiler die Führungen wegschenkten. Waren es gegen Kloten die Strafen und gegen Davos die Shorthander, lag das Problem heute eher daran, dass die Rapperswiler im Schlussdrittel schlicht zu passiv waren.

Ein Unterschied zu den Spielen gegen Kloten und Davos war aber auch, dass die Rapperswiler das heutige Spiel trotz des Doppelschlags nach Hause brachten. Die Rosenstädter konnten damit Früchte ernten, die sind in den ersten 51 Minuten gesät hatten. Dabei kam dem SCRJ entgegen, dass man im ersten Drittel ebenfalls mit einem Doppelschlag in Führung gehen konnte. Tyler Moy und Dominic Lammer brauchten für ihre Tore mit 79 Sekunden allerdings deutlich länger als Joly und Formenton. Die beiden bewiesen, dass der SCRJ in diesem Spiel über lange Strecken die gefährlichere und darum auch die effizientere Mannschaft war. Ein weiteres Beispiel dafür war die 34. Minute, als Fritz und Strömwall einen Konter liefen und Philip Wüthrich ein drittes Mal bezwangen.

Neben einer guten Chancenauswertung, zeigte sich Rappi aber auch physisch stärker, so brachte man immer wieder kernige Checks an, die den HCAP mehr und mehr frustrierten. Das Ganze gipfelte in einem unschönen Check von Manix Landry an Mauro Dufner. Da die Schiedsrichter diese Aktion nicht ahndeten, kam es anschliessend zu einer Schlägerei, die mit einem Restausschluss für Jesse Zgraggen endete.

Alles in allem bewies der SCRJ damit, dass man dem Gegner, spielerisch, physisch und auch mental überlegen war. Betrachtet man diese Überlegenheit, hatte sich der SCRJ den Sieg auch verdient. Insofern wäre es extrem ärgerlich gewesen, wenn der mentale Breakdown in der 52. Minute wichtige Punkte gekostet hätte.

Resultat:

4:2

M. Strömwall, Y. Albrecht, D. Lammer, T. Moy
A. Formenton, M. Joly