Rappi beendet auch Fribourgs Serie
HC Fribourg-Gottéron
SC Rapperswil-Jona Lakers
Spielbericht
Drei Tage nach der Davoser Siegserie endet auch jene des HC Fribourg-Gottéron gegen die SCRJ Lakers. Die Saanestädter haben zwar lange mehr vom Spiel, müssen sich am Schluss mit 2:3 geschlagen geben.
Die SCRJ Lakers reiten weiter auf der Erfolgswelle. Beim HC Fribourg-Gottéron feiern die Rosenstädter den vierten Auswärtssieg in Serie. Als Schlüssel zum Sieg erwiesen sich bei den Rapperswilern offensive Effizienz und defensive Hartnäckigkeit.
«Letztes Jahr spielten wir oft in den Ecken und kamen wenig in die gefährliche Zone. Unter Johan Lundskog wollen wir mehr Scheiben aufs Tor bringen», erklärte Dominic Lammer. Der Stürmer sprach damit an, dass sein Team heute Abend bereit war jeden Fehler des Gegners auszunutzen. Da die Fribourger in der eigenen Zone immer wieder zu unnötigen Turnover neigten, boten sich den Rapperswilern in den ersten 30 Minuten immer wieder gute Gelegenheiten. Eine solche Chance wusste Malte Strömwall in der siebten Minute zu nutzen. Der Topscorer profitierte nicht nur von einem schlechten Pass Julien Sprungers, nein auch Loïc Galley machte bei diesem Tor keine gute Falle. Griff der Fribourger Torhüter beim ersten Tor noch daneben, hatte er beim zweiten und dritten Tor keine Chance. Dies weil sowohl Dominic Lammer als auch Tyler Moy bei ihren Abschlüssen sehr genau unter die Latte trafen.
Dank der drei Tore machten die Rapperswiler vergessen, dass der HCFG in den ersten fünf Minuten das klar bessere Team war und die Rapperswiler in dieser Phase förmlich überfahren hatte. «Nach dem guten Start von Fribourg haben wir Charakter gezeigt und die Tore im richtigen Moment geschossen», analysierte Lammer. Der Stürmer war sich dabei bewusst, dass die Lakers dem Gegner den Schneid durch ihre grosse Effizienz abgekauft hatten.
Waren die ersten 30 Minuten durch die Rapperswiler Effizienz geprägt, ging es in der zweiten Spielhälfte vor allem darum den Vorsprung zu halten. Dies weil, die Fribourger nach dem 3:2 von Christoph Bertschy extrem auf den Ausgleich drückten. In dieser Phase konnten sich die Rapperswiler einmal mehr auf ihren Torhüter Ivars Punnenovs verlassen. Konnte der Lette viele Fribourger Schüsse entschärfen, zeigten aber auch die Verteidiger eine solidarische Leistung. So gelang es dem SCRJ immer wieder die Rebounds vor dem eigenen Tor zu klären. «Eishockeyspiele werden in den beiden Slots entschieden. Heute haben wir dieses Duell mit einem Tor für uns entscheiden können», erklärte Dominic Lammer. Dass die Rapperswiler gerade das Duell im eigenen Slot gewannen, zeigt dabei, wie hartnäckig die Rosenstädter im letzten Drittel verteidigten.
Betrachtet man die offensive Effizienz und die defensive Hartnäckigkeit der Lakers darf man konstatieren, dass der SCRJ das Spiel nicht ganz unverdient gewonnen hat. «Auswärts muss man nicht immer schön spielen um zu gewinnen. Es reicht, wenn man die Drecksarbeit macht», erklärte Dominic Lammer. Der Stümer lieferte damit auch die Antwort, wieso Rappi heute Abend trotz weniger Spielanteile der logische Sieger war.
