SCL Tigers daheim wieder unterlegen

Von Simon Wüst
SCL Tigers
3
0 - 1 - 2
Genève-Servette HC
4
1 - 1 - 2
30.09.2025
National League
Zuschauer: 5022
0:1‧1:1‧2:2
Spielbericht

Selbst mit einer schwachen Leistung weisen heute Abend die Gäste aus Genf die SCL Tigers in die Schranken. Die Emmentaler fallen durch Ineffizienz und Unvermögen auf, während Genéve-Servette seine wenigen Möglichkeiten kaltblütig ausnutzt.

Im Startdrittel waren die SCL Tigers die engagiertere Mannschaft und sie hatten auch mehr Spielanteile und grössere Chancen als die Gäste aus Genf. Und trotzdem stand es zur ersten Pause 0:1. Die Langnauer waren super in die Partei gestartet und hatten nach 15 Sekunden schon die Führung auf der Schaufel. Allerdings scheiterte Topscorer Rohrbach und auch Meier mit dem Nachschuss am Ex-Teamkollegen Stéphan Charlin im Genfer Tor. Nur kurz später versenkten die Calvinstädter ihre erste Chance zum Führungstreffer. Simon Le Coultre kam zentral frei an den Puck und hatte alle Zeit der Welt sich die Ecke auszusuchen. Die Emmentaler liessen sich nicht entmutigen und übernahmen das Spieldiktat. Immer wieder kamen sie gefährlich vor Charlin zu Chancen, liessen diese aber sträflich aus. Auch eine Überzahl konnte nicht verwertet werden, obschon es nach Ablauf dieser im Slot hektisch wurde und der Puck sekundenlang frei herumlag. Aber es war eine Mischung aus Unvermögen und fehlende Fortune, welche die Langnauer noch am Treffer hinderte.

Auch ins Mitteldrittel erwischten die Gastgeber einen guten Start. Nach 23 Minuten gelang Jérôme Bachofner mit einem Abstauber der Ausgleich. Dies nachdem Charlin den Schuss von Meier abprallen liess. Es boten sich den Emmentalern weitere Tormöglichkeiten und auch ein Powerplay, aber es schaute nichts zählbares mehr heraus. Im Gegenzug nutzte Genéve-Servette seine erste Überzahl gnadenlos aus. Sakari Manninen traf mit einem wunderbar platzierten Schuss ins hohe Eck. Die Führung war entgegen dem Spielverlauf, aber die SCL Tigers mussten sich an der eigenen Nase nehmen. Chancen hatten sie zur Genüge. Sinnbildlich dafür war Mäenalanen, welcher alleine aufs Tor ziehen konnte aber verschoss. Charlin brauchte nicht mal einzugreifen.

Zu Beginn des Schlussdrittels liessen beide Teams die nötige Energie und vor allem Präzision vermissen. Das Spiel bot nun wenig sehenswerte oder gefährliche Szenen. Kein Augenschmaus für die rund 5000 anwesenden Zuschauer. In der 49. Minute erinnerte einem das Gebotene an «Pleiten, Pech und Pannen», wobei sich schlussendlich Genfs Topscorer Jesse Puljujärvi in Unterzahl den Puck stibitzte und Boltshauser trickreich aussteigen liess. Nun wurde es in den letzten drei Minuten noch hektisch. Mit einem Mann mehr und ohne Boltshauser auf dem Eis gelang den Langnauern doch noch der Anschlusstreffer. Harri Pesonen verwertete den Abpraller bei Charlin. Das Timeout von Tigers-Coach Paterlini hatte Wirkung gezeigt. Doch das Risiko zahlte sich nicht aus, nur wenig später traf Tim Bozon ins leere Tor. Doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen. Es waren nochmals die SCL Tigers, welche durch einen Treffer von Dario Rohrbach in dieser Partie den Schlusspunkt setzten.

Verletzte/überzählige Spieler:

SCL Tigers: Fahrni, Allenspach, Petrini, F.Schmutz, Riikola, Paschoud (verletzt)

HC Genéve-Servette: Richard, Pouliot (verletzt); Beck, Akeson (überzählig); Pugin (Nachwuchs)

Bemerkungen: 56:44 Timeout SCL Tigers; 56:44-57:07 / 57:13-57:42 / 58:02-58:19 / 59:11-60:00 SCL Tigers ohne Goalie

Best Player Wahl:

#88 Jérôrme Bachofner (SCL Tigers)

#9 Jesse Puljujärvi (HC Genéve-Servette)

Resultat:

3:4

D. Rohrbach, H. Pesonen, J. Bachofner
J. Puljujärvi, T. Bozon, S. Manninen, S. Le Coultre