Überzeugender EHC Biel fügt EV Zug die erste Quali-Auswärtspleite ein
EHC Biel
EV Zug
Spielbericht
Seeländer besiegen Zuger in vorzüglicher Manier. Dabei überzeugt das Bieler Kollektiv und Fabio Hofer sowie Robin Grossmann sorgen für die Siegestreffer zum 2:0, während Goalie Harri Säteri mit seinem 1. Saisonshutout glänzt. Die Innerschweizer agierten insgesamt mit zu wenig Siegeshunger und Biss.
Die Vorzeichen für ein spannendes Treffen, zwischen den Bieler Schützlingen von Trainer Martin Filander und EVZ-Coach Michael Liniger, waren gegeben. So überzeugten die Zuger am letzten Wochenende mit einem 4:0-Auswärtserfolg bei der neuerdings roten Laterne HC Ambrì-Piotta und nur 24 Stunden später beim 2:1-Heimsieg n.V. gegen Schweizer Meister ZSC Lions. Hingegen mühten sich die Seeländer zweimal hintereinander bis ins Penaltyschiessen ab, um sich immerhin zweimal den Zusatzpunkt zu sichern. Dies bei den SCLTigers (4:3) im Emmental und danach im heissblütigen Jura-Derby vor eigener Kulisse gegen den HC Ajoie (5:4). Weiter erwähnenswert, dass die Gäste bisher auswärts eine tadellos weisse Weste ausweisen, während die Tissot-Arena-Truppe bis anhin als einzige NLA-Truppe noch keinen Dreier realisieren konnte.
Erstes Drittel
Man darf behaupten, dass die Zuschauer in der Tissot-Arena ein unterhaltsames erstes Drittel aufgetischt bekamen. So konnten die Zuger in der ersten Hälfte des Startabschnitts
mehr offensive Tupfer setzen. Währendem verpassten Mike Künzle (Ex-Bieler) und Loris Wey zwei brandgefährliche Torschüsse. Danach kamen die Einheimischen zusehends besser in Fahrt und brachten die EVZ-Hintermannschaft mit Nolan Cattin, Yanick Sablatnig – beide nach Abprallern – in Verlegenheit. Später zielten Fabio Hofer sowie Oskari Laaksonen an Leonardo Genonis sauber gehütetem Gehäuse haarscharf vorbei.
Zweites Drittel
Im Mitteldrittel wurde der knallharte Aufwand des EHCB’s belohnt. Dabei überstanden sie zwei Unterzahlsituationen gegen die Innerschweizer heil. Einzig Daniel Vozelinek prüfte die Platzherren-Hintermannschaft mit einem Abschluss am Slotrand. Der aus dem Boxplay entstandene Adrenalinschub brachte den Einheimischen danach die 1:0-Führung ein. Dabei kurvte Biel-Captain Gaëtan Haas stocktechnisch stilrein ums Zuger Gehäuse herum und servierte dem fuchsschlauen Fabio Hofer den Puck einschussbereit vor die Stockschaufel. Die einzige wahrhaftige Ausgleichsmöglichkeit bot sich Gäste-Stürmer Sven Senteler, der indes seinen Flachschuss von Biel-Goalie Harri Säteri mit einer Beinschoner-Reflexparade abgewehrt sah.
Drittes Drittel
Eigentlich hatte man sich allgemein auf einen angriffigen EV Zug im Schlussdrittel eingestellt. Dies war letztlich nur in der letzten Spielphase und zu spät zu spüren. Zuvor behielten die Platzherren meist den Überblick und liessen sich nur selten in die Defensive drängen. Einzig Senteler musste sich mit ansehen, wie sein Hammer von Säteris Fanghand mit eine Glanzparade für die Galerie zunichte gemacht wurde. Erneut wurden die kollektiv überzeugenden Seeländer belohnt, indem Robin Grossmann mit seinem halbhohen Blueliner-Slapshot Zugs-Schlussmann Leonardo Genoni zum schliesslich matchentscheidenden 2:0-Treffer überlistete.
Die Stimme
Robin Grossmann, EHC Biel:
"Wir haben heute von hinten hinaus einfach gespielt. Dazu agierten wir mit einer angemessenen Aggressivität. Dadurch liessen wir den Zugern dank unserem wirkungsvollen Fore- und Backechecking keine Chancen zu. Weiter machten wir es ihnen genauso in der Mittelzone schwer. Unser Kollektiv hat gestimmt und Goalie Säteri hat einen optimalen Tag eingezogen und uns mit seinen Paraden zum Sieg verholfen".
Zum Blick auf die Partie beim EHC Kloten am kommenden Freitag ergänzt 2:0-Torschütze Grossmann: "In Kloten bekundeten wir immer Mühe. Sind sind im Strumpf. Dazu zählen sie mit Lauri Marjamäki auf einen akribisch vorbereiteten finnischen Trainer".
