Rappi überfährt lahme Zuger
EV Zug
SC Rapperswil-Jona Lakers
Spielbericht
Die SCRJ Lakers feiern in Zug einen ungefährdeten 6:0-Sieg. Die Rapperswiler hinterliessen einen viel konzentrierteren Eindruck als der EVZ, weshalb das Resultat auch in dieser Höhe in Ordnung ging.
Den Abend des EV Zug kann man mit einer Szene sehr schön umschreiben. In der 41. Minute lief Sven Senteler zum Penalty an. Der Stürmer legte die Scheibe wunderbar zwischen die Beine von Melvin Nyffeler, musste jedoch zusehen, wie der Puck nur Millimeter am Pfosten vorbeikullerte. Insgesamt müssen sich die Zuger eingestehen, dass sie heute einen eher lustlosen Auftritt hinlegten. Dabei waren sie wenig zwingend und liessen vor dem Tor oft die nötige Präzision fehlen.
Während dem EVZ, wie in der Penaltyszene über 60 Minuten fast alles Misslang, schien es beim Gegner aus Rappi gerade umgekehrt. Symbolisch seien hier die beiden Tore aus der 14. Minute erwähnt. Zwei Mal schienen die Schüsse von Honka und Kellenberger haltbar, zwei Mal Griff Leonardo Genoni jedoch daneben. Weil nach 23 Minuten auch noch Malte Strömwall vergessen ging, stand es alsbald 3:0 für die Lakers. Was folgte war eine unglückliche Fünf-Minuten-Strafe gegen Jesse Graham. Da Dünner und Strömwall diese Strafe ebenfalls in zwei Tore ummünzten, war das 6:0 von Kellenberger kurz vor der zweiten Pause nur mehr Zugabe.
«Heute ging sowohl für mich, wie auch für Mannschaft alles auf», strahlte Doppeltorschütze Matthew Kellenberger nach dem Spiel. Dabei fügte der Verteidiger an, dass man sich das nötige Puckglück durch gutes Spiel verdient hatte. «Wir haben heute eine sehr gute Leistung gezeigt. Deshalb haben wir uns auch immer wieder gute Chancen herausgespielt», erklärte der Verteidiger.
Auf dem Weg zum Sieg kam es den Lakers entgegen, dass man im ersten Drittel mit einem Doppelschlag in Führung gehen konnte. «Wir hatten ein kleines Learning in Kloten, seither haben wir jedoch beweisen, dass wir mit einer Führung gut umgehen können», präzisierte Kellenberger. Konkrete Verbesserungen im Verwalten des Vorsprungs zeigte sich darin, dass man nach dem 2:0 im ersten Drittel nicht aufsteckte und das Score bis zur 40. Minute stetig erhöhte. Neben der Siegsicherung durch die gute Offensive bewies man im letzten Drittel aber auch, dass man ein Resultat defensiv halten kann, was Melvin Nyffeler den ersten Shutout der Saison ermöglichte.
Viel wichtiger als dieses statistische Detail scheint aus Sicht der Rosenstädter jedoch, dass man heute bereits den zweiten Vollerfolg auf fremden Eis feierte. Wenn man bedenkt, wie viel Mühe die Rapperswiler in der letzten Saison hatten, um die Spiele auswärts zu gewinnen, ist dies sicher eine gute Nachricht, zumal man mit 6:0 den höchsten Auswärtssieg seit dem Wiederaufstieg feiern konnte.
