Fribourg-Gottéron weist zahme Bieler leicht in die Schranken

HC Fribourg-Gottéron

EHC Biel
Spielbericht
Die Saanestädter bezwingen einen harmlosen EHC Biel mit 4:0. HCFG-Identitätsfigur Julien Sprunger trifft zum 1:0 und 4:0. Die Seeländer Niederlage wird indes von Lias Anderssons pechschwarzem Rückpass bei angezeigter Gottéron-Strafe zum 2:0 eingeleitet.
Die Vorzeichen für ein unberechenbares Rencontre, zwischen dem HC Fribourg-Gottéron und dem EHC Biel waren schon vor dem ersten Bully gegeben. Schliesslich siegten die Fribourger zum Saisonauftakt zu Hause gegen den HC Lugano nach Verlängerung mit 3:2. Dafür und gestern Freitag wurden die Saanestädter beim Lausanne HC gleich mit einer brutalen 5:1-Packung auf die Heimfahrt geschickt.
Hingegen beim EHC Biel blieb der erste Saisonauftritt beim amtierenden Schweizer Meister ZSC Lions unbelohnt. Trotz überraschend starker Leistung mussten sie in der letzten Spielsekunde den trostlosen Gegentreffer zum 4:3 zugunsten der Stadtzürcher hinnehmen und so war mindestens ein Punktgewinn beim Meister im Eis verschmolzen. Danach wurden die Seeländer im hoffnungsvollen Heimspiel gegen den HC Davos mit fortlaufender Spieldauer vorgeführt und chancenlos gleich mit 4:1 abserviert.
Erstes Drittel
Nachdem die ersten Minuten der Partie noch einen ausgeglichenen Charakter aufwiesen, leitete der 1:0-Führungstreffer von HCFG-Captain und Identifikationsfigur Julien Sprunger (6.), die mehrheitliche Dominanz der Platzherren im ersten Abschnitt ein. Der charismatische Sniper wurde von Henrik Borgström mit einem Rückhand-Zuspiel von hinter dem Bieler Kasten bedient. Dabei unterschätzte Biels Linus Hultström, Borgströms Schlitzohrigkeit und liess diesen zu lasch gewähren. Mit dem Ein Tore-Rückstand war die Tissot-Truppe nach 20 Minuten noch gut bedient.
Zweites Drittel
Gut vorstellbar, dass Biel-Trainer Martin Filander, während der ersten Teepause zu einer Gardinenpredigt gezwungen war. Nicht, dass die Gäste nun ein Feuerwerk zündeten, aber in Sachen Aggressivität und defensiver Abdeckung konnten sie doch eine Verbesserung ausweisen. Dabei geht der Dank zudem an Goalie Luis Janett, der die Seeländer einige Male mit spektakulären Paraden im Spiel hielt. Somit gelang die Schadensbegrenzung vollends, denn auf dem Resultattableau hiess es immer noch nur 1:0 für die Saanestädter. Offensichtlich, dass in Sachen Matchentscheidung die Würfel noch keinesfalls gefallen waren. Allerdings um eine Kehrtwende einzuleiten, brauchte es schnittigere Bieler Angriffsbeile im dritten Abschnitt.
Drittes Drittel
Der gute Wille zur erhofften Resultatwende zugunsten der Filander-Schützlinge wurde nach genau 44:06-Spielzeit zunichte gemacht. Dies auf kuriose Art und Weise: Eben wurde eine 2-Minutenstrafe gegen die Fribourger ausgesprochen, als sich Biel-Schlussmann Janett – wie in einer solchen Situation üblich – rasant in Richtung Spielerbank auf den Weg machte. Exakt in diesem Moment entschied sich Lias Andersson für einen blinden Rückpass, der letztlich im eigenen verlassenen Torgehäuse landete. Somit hiess der neue Spielstand 2:0 für die Platzherren. Der Treffer wurde dabei HCFG-Stürmer Samuel Walser (45.) gutgeschrieben, weil er gemäss Regelbuch als letzter Gottéron-Crack die Scheibe berührte. Danach war von einer Bieler Reaktion nicht einmal ein Hauch zu spüren. Im Gegenteil: Nur etwas mehr als drei Minuten später sorgte Sandro Schmid (48.) aus der Kurzdistanz mit dem 3:0 zugunsten seiner Farben für die Entscheidung. Das 4:0 durch Doppeltorschütze Sprunger (59.) bedeutete für die Einheimischen nur noch die Kirsche auf die Siegestorte!
Fazit
Die Saanestädter können auf dem zweiten Erfolg vor heimischer Kulisse für den nächsten Auftritt beim EV Zug aufbauen.
Auf der Gegenseite, genauer beim EHC Biel muss man bereits nach drei Runden rigoros in den Hockeybüchern blättern, um am nächsten Dienstag zu Hause gegen den fast genauso schwächelnden HC Lugano, notabene ein Punkt aus drei Meisterschaftsauftritten, eine Siegeslösung herauslesen kann.
