Davos landet ungefährdeten Sieg in Biel

EHC Biel

HC Davos
Spielbericht
Beim 4:1-Auswärtssieg der Davoser beim EHC Biel treffen die Gäste zweimal bei Vollbestand sowie je einmal im Power- und Boxplay. Die Seeländer enttäuschen auf der ganzen Linie und müssen schnellstens eine Trendwende anpeilen.
Der National League-Saisonstart 2025/2026 wurde am letzten Dienstag mit einer Vollrunde deftig lanciert. Dabei landete der HC Davos beim heimischen Erstgalopp gegen den Lausanne HC gleich einen feinen 4:1-Erfolg. Anders sah es für die Seeländer aus, die ihre Haut beim amtierenden Schweizer Meister ZSC Lions teuer verkauften und eine Sekunde vor der Schlusssirene auf die Verliererstrasse gecheckt wurden. Zu bitter für die sehr respektable Vorstellung in der Limmatstadt.
In der zweiten Meisterschaftsrunde war man seitens des Bieler Publikums natürlich gespannt, was die ausländischen Neuverpflichtungen Oskari Laaksonen, Linus Hultström, Marcus Sylvegaard sowie NL-Rückkehrer Peter Cajka auf der Stockschaufel zum Besten geben. Hingegen auf Davoser Seite war es das erste Mal seit „Hockeygedenken“, dass die Bündner ohne ihren zurückgetretenen Captain und Leithammel Andres Ambühl ein Auswärtsspiel bestritten.
Erstes Drittel
Somit Puck frei für eine spannende Partie in der Bieler Tissot Arena: In der Tat bekamen die Fans ein ausgeglichenes erstes Drittel vor Augen geführt. Die Einheimischen drückten zwar etwas mehr aufs Eispedal, doch den ersten Treffer des Abends brachten die Davoser dank Rauhbein Brendan Lemieux zur provisorischen 1:0-Führung der Josh Holden-Truppe unter. Dabei lenkte er im Slot das Zuspiel von Simon Ryfors clever hinter Harri Säteris Rücken in die Netzmaschen ab. Noch vor der ersten Sirene gelang den reaktionswilligen Bielern der 1:1-Ausgleich. Lias Andersson entwischte am rechten Flügel Kontrahent Michael Fora und setzte sich gegen diesen im Zweikampf bärenstark durch und versetzte schliesslich noch Davos-Schlussmann Sandro Aeschlimann mit einer Finte gekonnt.
Zweites Drittel
Im Landwassertal scheinen die Temperaturen bereits unter den Gefrierpunkt gesunken zu sein. Schliesslich agierten die Bündner im Mittelabschnitt mit einer Kaltblütigkeit, die mindestens eine Vorentscheidung voraussehen liess. So traf Filip Zadina in Überzahl mit einem platzierten Handgelenkschuss über Säteris Schulter hinweg zur neuerlichen Gästeführung. Rund fünf Minuten vor Ende des zweiten Drittels liess sich Biels Linus Hultström in der Ecke hinter dem eigenen Torgehäuse den Puck vom Davoser Zadina abluchsen. Dieser bediente den heranstürmenden Rasmus Asplund und schon hiess es auf der neuen und prächtigen Anzeigetafel der Tissot Arena 3:1 für den HCD. Dies notabene noch drei Sekunden im Shorthander-Modus.
Drittes Drittel
Auf Bieler Seite hatte man eigentlich ein Schlussfeuerwerk im letzten Abschnitt erwartet. Allerdings wurde daraus nichts, denn die souverän agierenden Landwassertaler liessen nichts anbrennen und kontrollierten die Partie praktisch nach Belieben. Folgerichtig verpasste Simon Knak den Seeländern den Gnadenstoss, indem er das 4:1 zugunsten seiner blaugelben Farben ins verlassene Säteri-Gehäuse buxierte.
Für die Bieler geht es Samstag beim HC Fribourg-Gottéron weiter, während die Davoser am Sonntag den HC Ajoie vor heimischer Bergkulisse empfangen.“
Die Stimmen:
Yanik Burren, EHC Biel:
"Uns hat heute der Speed sowie das Selbstvertrauen gefehlt. Dazu waren wir zweikampfschwach. Die Davoser hingegen haben uns nichts gegeben und keine Fehler gemacht. Dafür haben sie unsere Malheurs ausgenutzt. Trotzdem gehe ich am Samstag mit einem guten Gefühl nach Fribourg. Die Halle scheint uns zu liegen und letzte Saison haben wir dort gute Spiele abgeliefert. Natürlich muss dabei unser Zweikampfverhalten besser werden".
Michael Fora, HC Davos:
„Wir haben heute ein starkes Boxplay gezeigt. Dazu haben wir jeweils im richtigen Moment die Tore erzielt. Unser Spielplan und die Disziplin hat über 60 Minuten bestens funktioniert. Ausserdem parierte Aeschlimann ein paar Mal hervorragend. Am Sonntag gegen den HC Ajoie müssen wir auf die gleiche Konstanz setzen und ebenso diszipliniert agieren“.
