Fribourger Aufholjagd endet im Penaltyschiessen
HC Fribourg-Gottéron
Dynamo Pardubice (CZE)
Spielbericht
Der HC Fribrourg-Gottéron verliert das Startspiel des Spengler Cups gegen Dynamo Pardubice mit 2:3 nach Penaltyschiessen. Die Fribourger gerieten früh mit 0:2 in Rückstand, zeigt dann aber Moral, was ihnen immerhin den Ausgleich zum 2:2 bescherte.
Das grosse Drama dieses Startspiels sahen die Zuschauer in der 51. Minute. Nachdem Roman Will die Fribourger Stürmer reihenweise zur Verzweiflung gebracht hatte, verletzte sich der tschechische Schlussmann beim 1:2 von Yannick Rathgeb. Will machte bei der Abwehraktion eine derart unglückliche Bewegung, dass anschliessend nicht mehr aus eigener Kraft vom Eis fahren konnte. Da Ryan Gunderson 54 Sekunden später davon profitierte, dass Tomas Vomacka noch nicht richtig aufgewärmt war, stand es in diesem Spiel plötzlich 2:2.
Pardubice seinerseits musste sich die Kritik gefallen lassen, dass es den angeschossenen Drachen durch zu passives Spiel wieder aufgebaut hatte. Gerade zum Beginn dieses Spiels war der tschechische Vertreter klar die bessere Mannschaft. So profitierte Lukas Radil in der zehnten Minute von einem guten Pass David Musils. Nach einem schönen Ablenker durch Daniel Rakos stand es alsbald gar 0:2 für die Tschechen. «Sie sind gross und stark, das sind wir uns nicht gewöhnt aus der Liga, weshalb sie uns zu Beginn des Spiels in die Mangel genommen haben», erklärte Lars Leuenberger die Situation im ersten Drittel. Der Fribourger Trainer versucht aber trotz des Fehlstarts die positiven Dinge dieses Spiels herauszustreichen. «Wir haben Charakter gezeigt und sind in dieses Spiel zurückgekehrt. Ich glaube dies wäre vor zwei Wochen noch nicht möglich gewesen», lobte der Trainer.
Dass die Fribourger trotz viel Kampfgeist am Schluss den Sieg nicht nach Hause nehmen konnten, lag für Leuenberger vornehmlich am fehlenden Glück. Dabei dürfte aber auch dem Coach aufgefallen sein, dass der HCFG noch immer ein Problem mit der Effizienz hat. Dies unterstreicht die Schussstatistik, die mit 35:18 Schüssen ein äusserst klares Verdickt zu Gunsten der Fribourger sprach. Alles in allem gibt es bei den Fribourgern trotz einer Aufwärtstendenz noch vieles zu verbessern. Dabei kommt es dem Coachingteam wohl entgegen, dass man sich morgen gegen Kärpät Oulu gleich mit den nächsten starken Gegner messen kann.
