Schweizerinnen spielen um Medaillen

Von Simon Wüst
Schweiz
5
1 - 3 - 1
Japan
1
1 - 0 - 0
14.04.2023
long.fra
1:1‧3:0‧1:0
Spielbericht

Eine deutliche Leistungssteigerung ermöglichte den Schweizerinnen einen souveränen Viertelfinalsieg gegen Japan. Die Gegnerinnen starteten zwar gut und gingen in Führung aber danach übernahm die Schweiz das Spieldiktat und setzte sich durch.

Im Viertelfinal trafen die Schweizerinnen erneut auf den Gruppengegner Japan, welcher für seine hervorragende defensive Organisation bekannt ist und hartnäckig spielt. Im Gruppenspiel setzte sich die Schweiz noch knapp mit 4:3 durch, und eigentlich war man auch heute leicht favorisiert.

Die Schweizerinnen begannen ihr Spiel konzentriert und solide. Mit der Zeit schlichen sich aber häufiger Ungenauigkeiten ein. Ein Powerplay nach sieben Minuten hätte die Führung bringen können, aber mit Auslaufen der Strafe konterten die Japanerinnen und trafen abgebrüht. Haruka Toko bezwang Brändli mit einem Flachschuss nach einem schönen Querpass von Ukita. Erneut gerieten die Eisgenossinnen auch im fünften Spiel in Rückstand. Das Überbrücken der neutralen Zone und das Umschalten von Offensive zu Defensive machte der Schweiz grosse Mühe. Im zweiten Powerplay in der 19.Minute gelang dann doch der Ausgleich. Ein Schlenzer von Lara Christen von der blauen Linie fand den Weg ins Tor, auch dank viel Verkehr vor Masuhara.

Der Start ins Mitteldrittel gelang den Schweizerinnen perfekt. Nach einem schnellen Vorstoss von Alina Müller lag der Puck nach 29 Sekunden plötzlich im Tor. Die Japanische Torfrau hatte noch kräftig mitgeholfen. Und es lief weiter wie geschmiert. Nur ein paar Minuten später gelang ein weiterer Treffer nach einem erneuten Konter. Enzler lancierte Lara Stalder und diese schloss mit einem sehenswerten Handgelenkschuss ab. Bis zum vierten Treffer für die Schweiz vergingen nur 104 Sekunden. Diesmal kam Rahel Enzler unbedrängt vor dem Tor an den Puck und fackelte nicht lange und traf ins hohe Eck. Vom 0:1 zum 4:1 innert kürzester Zeit – eine tolle Entwicklung und Leistung der Schweizerinnen. Für die japanische Torfrau bzw. für den Coach war dies zu viel und sie musste für ihre Kollegin Platz machen. Nun durfte man auf Schweizer Seite den Fokus nicht verlieren und weiterhin dranbleiben. Dies gelang bis zur zweiten Sirene gut.

Das Spielgeschehen flachte ab. Die Japanerinnen waren bemüht, einen weiteren Treffer zu erzielen, es fehlte ihnen aber Durchschlagskraft. Die Schweiz ihrerseits konzentrierte sich darauf möglichst wenig zuzulassen und keine gröberen Fehler zu begehen. Dank einem weiteren Powerplay gelang sogar das fünfte Goal. Rahel Enzler lenkte einen Schuss von Müller unhaltbar ab. Anschliessend gelang es, auch dank Strafen gegen Japan, den Vorsprung souverän über die Zeit zu bringen.

Im Halbfinal am Samstag wartet nun Titelverteidiger und Favorit Kanada auf die Schweiz. Allerdings strauchelten diese im Viertelfinal gegen Schweden fast, konnten erst in der Overtime gewinnen. Man darf sich also Hoffnungen machen.

Telegramm:

SUI – JPN 5:1 (1:1, 3:0, 1:0)

CAA Centre, Brampton CAN – Refrees: Kainberger (AUT) / Nurmi (FIN), Linespersons: Cameron (USA) / Zach (CAN)

Strafen:

SUI2 x 2 Min. ; JPN5 x 2 Min.

Tore:

9. Toko (Ukita, Seki) 0:1 ; 19. Christen (Müller, Stalder / Ausschluss Hosoyamada) 1:1 ; 21. Müller (Stalder) 2:1 ; 25. Stalder (Enzler) 3:1 ; 27. Enzler (Stalder, Christen) 4:1 ; 49. Enzler (Müller, Stalder / Ausschluss Shiga) 5:1

Aufstellung:

Schweiz

Brändli; Christen, Bächler; Hauser, Vallario; Sigrist, Wetli; Forster, Hofstetter; Stalder, Enzler, Müller; Zimmermann, Leemann, Marti; Quennec, Ingold, Lutz; Joray, Rossel

Japan

Masuhara (ab 27. Kawaguchi); Aoi Shiga, Hitosato; Koike, Hosoyamada; Yamashita, Seki; Sato; Toko, Ukita, Miura; Hikaru Yamashita, Akane Shiga, Ito; Enomoto, Suzuki, Koyama; Riri Noro, Wajima, Rio Noro

Bemerkungen:

23. Min. Pfostenschuss SUI (Enzler); 27. Min. Goaliewechsel JPN; 52. Min. Siegrist mit Verletzung out

Best Player:

#7 Lara Stalder (SUI)

#2 Shiori Koike(JPN)

Resultat:

5:1