Rappi verschenkt den Sieg
HC Davos
SC Rapperswil-Jona Lakers
Spielbericht
Zum zweiten Mal innert 24 Stunden verlieren die SCRJ Lakers mit 1:2. Wie schon am Vorabend gegen Zug, wäre auch heute in Davos mehr drin gelegen. Dass es am Schluss nicht zu Punkten reichte, lag am schwachen zweiten Drittel und den ungenügenden Special Teams.
Es war eigentlich alles für einen Sieg der Lakers angerichtet. So nahm der HC Davos zu Beginn des zweiten Drittels Strafe um Strafe. Statt im Powerplay zu Toren zu kommen, bissen sich die Rapperswiler jedoch im Davoser Boxplay fest. Dabei gelang es Simon Knak einen Pass von Jordan Schroeder abzufangen und so das 1:1 einzuleiten. Als das Drittel beinahe zu Ende war, zeigte sich Tyler Moy ungeschickt. Er blockierte beim Bully die Scheibe mit der Hand, was dem HCD eine doppelte Überzahl bescherte. Diese wusste Matej Stransky nach einem Doppelpass mit Enzo Corvi zum 2:1 zu nutzen.
Dass die Rapperswiler die Tore im zweiten Drittel derart leichtfertig wegschenkten war doppelt ärgerlich. Spielten sie doch in den restlichen 40 Minuten eine anständige Partie. Dabei war auffällig, dass einmal mehr die Linie um Tyler Moy, Jordan Schroeder und Gian-Marco Wetter dem Spiel des SCRJ den Stempel aufdrückte. Wenig überraschend war es der genannte Wetter, der nach schöner Vorarbeit von Schroeder in der 13. Minute das 1:0 erzielen konnte. Wie bereits erwähnt waren es aber auch Schroder und Moy, die im zweiten Drittel einen grossen Anteil daran hatten, dass der HCD dieses Spiel drehen konnte.
Da half es auch nicht, dass die Powerlinie im dritten Drittel nochmals vehement den Ausgleich suchte. Anders als im ersten Drittel scheiterte Wetter diesmal mit seiner Grosschance an Sandro Aeschlimann. «So ist Eishockey, es gibt Phasen, da will die Scheibe nicht rein», konstatierte ein angesäuerter Jordan Schroeder. Genauso, wie der Center war wohl auch Stefan Hedlund mit dem gezeigten nicht einverstanden. So blieb die Garderobentür nach dem Spiel lange zu. «Wir hatten einige gute Gespräche, ich möchte hier aber nicht weiter darauf eingehen über was wir gesprochen haben», erklärte Schroeder.
Es ist zu hoffen, dass die Gespräche dazu führen, dass die Rapperswiler im nächsten Spiel gegen den Leader aus Genf über 60 Minuten eine gute Leistung zeigen. Spiele in der Calvinstadt sind bekanntlich immer eine schwere Aufgabe, nicht nur dann, wenn Servette so überzeugend spielt, wie in dieser Saison. Dies wiederum war Jordan Schroeder jedoch egal, stattdessen verwies er aufs siegreiche Heimspiel von Anfang Saison. «Damals haben wir sie zu Hause geschlagen, wieso sollten wir dies nicht auch in Genf tun», gab sich der Stürmer siegsicher.
