Schweiz gewinnt erstes Spiel an Beijer Hockey Games
Finnland
Schweiz
Spielbericht
In der 13‘500 Fans umfassenden Nokia Arena in Tampere, welche Ende des letzten Jahres fertiggestellt wurde, finden bis Ende Woche die Beijer Hockey Games statt. Die Schweiz trifft auf Finnland, Schweden und Tschechien und misst sich damit vor der bevorstehenden Weltmeisterschaft mit den europäischen Top-Nationen.
Torloses Startdrittel – Schweiz hält gut mit
Die Schweizer kassierten kurz nach Beginn bereits eine erste Strafe. Als André Heim draussen sass, sorgte Mikko Lehtonen mit seinem Abschluss in Richtung Sandro Aeschlimann für Gefahr. Der Puck wurde noch doppelt abgelenkt, fand den Weg aber nicht ins Tor.
Die Schweiz überstand das Unterzahlspiel und bemühte sich, auch offensiv präsent zu sein. Gute Möglichkeiten kreierten Christoph Bertschy und auch der Nachschuss von Calvin Thürkauf war ein positives Zeichen für die Unbekümmertheit der Schweizer Mannschaft. Wenig später prüften Andrea Glauser und Dean Kukan Torhüter Jussi Olkinuora, scheiterten aber ebenfalls am starken Finnen.
Gegen Ende des ersten Abschnitts versuchten es nebst Nando Eggenberger auch Mike Künzle und Enzo Corvi. Das Drittel endete zwar torlos, die Schweizer versteckten sich aber überhaupt nicht.
Damien Riat schockt die Finnen doppelt
In einem finnischen Powerplay kam Jere Innala zu einem guten Abschluss, doch die Schweiz liess sich in Unterzahl nicht bezwingen und auch bei numerischem Gleichstand wenig zu. In der 28. Minute entwischte Killian Mottet aus der eigenen Zone, passte zur Mitte auf Damien Riat, der sich den Puck zurechtlegte und die Eisgenossen sehenswert in Führung brachte.
Jere Sallinen prüfte daraufhin Aeschlimann, auf der Gegenseite scheiterten Marco Miranda und Kukan. Als die erste Strafe gegen Finnland ausgesprochen war, installierte die Schweiz ihr Powerplay schnell und kam durch Eggenberger zu einem Top-Abschluss aus dem Slot heraus. Das hätte das 2:0 aus Schweizer Sicht sein müssen.
Doch dann gab es für Patrick Fischers Team die nächste Chance mit einem Mann mehr, nachdem Harri Pesonen einen Gegenspieler zu Fall brachte. Dieses Mal machte die Schweiz kurzen Prozess. Thürkauf kurvte um das Tor und fand Riat, der ungehindert einschieben konnte. Die Schweiz führte nach 40 Minuten mit 2:0.
Umkämpftes Schlussdrittel – Schweiz erzwingt ersten Sieg
Die Finnen kamen 52 Sekunden nach Start des Schlussabschnitts durch den Treffer von Harri Pesonen rasch heran. Der Druck Finnlands nahm nach dem Anschlusstreffer zu, Aeschlimann parierte gegen Sallinen aber bravourös. Ein Konter von Bertschy und Ambühl führte zu einem Doppel-Zuspiel, welches der gebürtige Fribourger erfolgreich zum 1:3 nutzte.
Scherwey zeigte sich ebenfalls offensiv und konnte an der nahen Torecke beinahe profitieren. In der 48. Minute leistete sich Thürkauf einen groben Fehlpass, der auf der Stockschaufel des Gegners landete. Nach einer Dreifach-Kombination über Pesonen und Manninen schloss Teemu Hartikainen erfolgreich ab. Aeschlimann hatte dabei keine Abwehrchance.
Somit stand es rund elf Minuten vor der Sirene 2:3 und die Schweiz bemühte sich, den knappen Vorsprung bis zum Ende zu halten. 69 Sekunden vor dem Ende nahm Jukka Jalonen sein Time-out und ersetzte den Torhüter für einen sechsten Feldspieler.
Weil die Schweizer nochmals eine Strafe nahmen, wurde es 22 Sekunden vor Schluss nochmals mit 6 gegen 4 spannend. Die Schweiz brachte den Vorsprung aber über die Zeit und gewann somit die erste Partie an den Beijer Hockey Games in Tampere. Am Samstag trifft das Schweizer Team auf Schweden.
Finnland – Schweiz 2:3 (0:0, 0:2, 2:1)
Nokia Arena, Tampere (Finnland). – 9‘552 Zuschauer. – SR: Jerabek/Sindel, Sormunen/Jusi.
Tore: 27:21 Riat (Mottet, Moser) 0:1. 39:10 Riat (Thürkauf, Moser / Ausschluss Pesonen) 0:2. 40:52 Pesonen (Hartikainen, Kaski) 1:2. 44:17 Bertschy (Ambühl, Scherwey) 1:3. 49:01 Hartikainen (Manninen, Pesonen) 2:3.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Finnland, 4-mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Finnland: Olkinuora (Ersatz: Tuohimaa); Lehtonen, Kaski; Maalahti, Vatanen; Seppälä, Hietanen; Ohtamaa, Pokka; Pesonen, Manninen, Hartikainen; Innala, Filppula (C), Nurmi; Rajala, Sallinen, Aaltonen; Mäenalanen, Nenonen, Anttila.
Head Coach: Jukka Jalonen
Schweiz: Aeschlimann (Ersatz: Berra); Moser, Fora (C); Kukan, Glauser; Le Coultre, Loeffel; Frick, Egli; Scherwey, Thürkauf, Bertschy; Miranda, Heim, Eggenberger; Mottet, Corvi, Künzle; Rod, Ambühl, Riat.
Head Coach: Patrick Fischer
Bemerkungen: 58:51 Time-out Finnland. Finnland von 58:51 bis 60:00 ohne Goalie.
Best player: Riat (Schweiz), Hartikainen (Finnland).
