ZSC Lions schaffen Halbfinal-Qualifikation
ZSC Lions
HC Ambrì-Piotta
Spielbericht
Die ZSC Lions schaffen die Halbfinalqualifikation gegen Ambrì mit fast reiner Veste und treffen nun mit Heimrecht auf den EV Zug. Im fünften Spiel setzten sich die Zürcher klar mit 6:2 durch. Den Grundstein legte man mit einem starken ersten Drittel, das mit 3:0 endete.
Nicht mehr viel sprach im fünften Viertelfinalspiel zwischen den ZSC Lions und dem HC Ambrì-Piotta für die Tessiner. Die Absenzenliste ist erst noch um einen Namen angewachsen: Oskar Szczepaniec erlitt im letzten Spiel durch ein Foul von Andreas Camenzind eine Innenbandzerrung. So musste Nicola Celio zurück in die Verteidigung, die Nachwuchsverteidiger Alessandro Chiesa und Alan Tallarini wurden erneut als Stürmer aufgestellt. Und die ZSC Lions wollten von Beginn an zeigen, wer der Herr im „Stadiönli“ ist. Der Ambrì-Goalie Simon Züger wurde von Beginn an unter Druck gesetzt. In der sechsten Minute brachte Jan Alston seine Löwen in Führung, als er vor Züger den zweiten Nachschuss verwerten konnte. Die Leventiner hatten zu wenig gut verteidigt vor einem Torhüter, der oft abprallen lässt. Als die Zürcher eine Minute später zum ersten Powerplay kamen, erzielten sie 18 Sekunden später auch gleich das 2:0. Eine Passstafette gelang nach dem Bullygewinn über Mark Streit und Tony Virta zu Robert Petrovicky, der per Direktschuss traf. Und als Jan Alston in der 17. Minute auch noch seinen zweiten Treffer des Abends zum 3:0 erzielte, war wohl allen 2829 Zuschauern auf der Kunsteisbahn Oerlikon klar, dass die ZSC Lions ins Halbfinale kämen und nur noch offen sei, ob man zu Hause gegen den EV Zug oder auswärts gegen den HC Davos die nächste Serie starten werde.
Auch im Mitteldrittel blieben die Gastgeber die dominierende Mannschaft. Robert Petrovicky mit seinem Treffer Nummer 2 und Jan Alston mit seinem Tor Nummer 3 waren jeweils in Überzahl für die Tore im zweiten Drittel verantwortlich. In einem abgeflachten Schlussdrittel sah man dann von Ambrì wieder etwas mehr – darunter auch die zwei einzigen Schweizer Tore von Axel Heim und Vjeran Ivankovic. Als es die Tessiner sogar ohne Torhüter und mit sechs Feldspielern versuchen wollten, luchste Tony Virta den nervösen Tessinern den Puck ab und erzielte den Treffer ins leere Gehäuse zum 6:2-Endstand. Damit ging die Viertelfinalserie ohne weitere Nebengeräusche zu Ende.
Den Ambrì-Trainer Serge Pelletier dürfte die Niederlage nicht überrascht haben, er sah die Kräfte seiner Mannschaft schwinden. „Wir haben in dieser Serie alles versucht, was wir konnten“, so der Kanadier, doch für mehr hat es nicht gereicht. Christian Weber lobte das Startdrittel seiner Mannschaft als das beste in dieser Serie. „Wir waren zwei Drittel lang überlegen und benötigten danach ein Time-out, da das Spiel noch nicht fertig war“, umschrieb der ZSC-Trainer das Spiel und das nötige Time-out, um den Spielern die Situation im Schlussdrittel klar zu machen. „Es war eine gute Serie und Ambrì hat uns sehr gefordert. Nun müssen wir uns vorbereiten und schauen, welcher Gegner kommt“, sagte Weber unmittelbar nach dem Spiel. Auch dies hat sich geklärt: Bern hat in Lugano das Spiel zum Sieg nach einer Verlängerung wenden können und qualifizierte sich als letzte Mannschaft für das Halbfinale. Damit treffen die ZSC Lions am kommenden Samstag in Zürich auf den EV Zug, während die Leventiner zum fünften Mal in Serie nicht bis ins Halbfinale kamen und nun für die neue Saison planen können.
