166 Strafminuten - hektisch und gehässig

Von Hans Peter Rathgeb
GCK Lions
5
2 - 1 - 2
EHC Biel
3
0 - 2 - 1
11.02.2005
Swiss League
Zuschauer: 585
2:0‧1:2‧2:1
Spielbericht

Die zweite Begegnung der Viertelfinal-Serie war ein typischer Playoff-Match mit einem schliesslich verdienten Sieg der GCK Lions. Zuerst zerpfiff Schiedsrichter Peer die Partie, am Schluss artete diese beinahe noch aus, weil einige ruppige Aktionen den Kessel zum Überkochen brachten.

Wie angekündigt war Mike Richard wieder im Team der GCK Lions, allerdings nur für das halbe Spiel. Dann schied er wieder verletzt aus, hatte aber zuvor zum 2:0 den Pass zu Sutton gegeben und das vorentscheidende 3:0 erzielt. Nach 21 Minuten schien die Angelegenheit klar zu sein. Doch dann drehte Biel mächtig auf.

In Überzahl erzielten die Berner den ersten Treffer, das 2:3 gar in Unterzahl, womit die Partie neu lanciert war. Doch im Schlussabschnitt kämpften die GCK Lions, auch ohne Richard, verbissen weiter und kamen in der 47. Minute im Powerplay zum erlösenden 4:2. Drei Minuten vor Schluss traf Verteidiger Reber ebenfalls im Powerplay zum 4:3, was zuletzt das Herausnehmen des Torhüters bei Biel zur Folge hatte. Im zweiten Versuch glückte Captain Gloor noch mit der Schlusssirene zum erneuten Zweitorevorsprung.

Die Best-of-Seven-Serie steht nach zwei Begegnungen 1:1. Das dritte Spiel folgt am Sonntag um 17 Uhr in Biel. So wie sich beiden ersten Partien abspielten, darf man noch Einiges erwarten. Es ist zu hoffen, dass nach zwei Spielen ein neuer Schiedsrichter die Serie übernehmen wird, denn sonst werden auch die nächsten Begegnungen nicht besser enden. Für Playoff-Spiele braucht es Fingerspitzengefühl, um unterscheiden zu können, was hart und was unfair ist, und wenn nötig hart durchgreifen. Schiedsrichter Peer hatte diese beiden Spiele schlecht im Griff.

Resultat:

5:3

M. Richard, A. Sutton, M. Trachsler, K. Gloor, S. Moggi
J. Reber, R. Furler, B. Clymer