SC Bern Frauen siegen im Zähringer-Derby deutlich

25.10.26 - Roman Badertscher

Die SC Bern Frauen – aktuell auf dem vierten Platz der PostFinance Women’s League – empfingen mit den HC Fribourg-Gottéron Ladies die Erstplatzierten. Für Torhüterin Saskia Maurer war es das letzte Spiel im Dress des SCB. Sie wechselt mit einem 5:1-Sieg im Gepäck in die kanadisch-nordamerikanische Profiliga PWHL zu Las Vegas.

Der Start ins Spiel zwischen den SC Bern Frauen und den HC Fribourg-Gottéron Ladies war recht ausgeglichen. In der siebten Spielminute brachte Aiyana Vuillemin den Puck aus nächster Nähe an Saskia Maurer vorbei zum 0:1. Die Bernerinnen reagierten kurz vor Drittelhälfte mit dem Ausgleich durch Topscorerin Sinja Leemann. In der 16. Minute konnten die SCB Frauen in Überzahl agieren, doch der Puck wollte bei Fribourgs Torhüterin Amaya Valentina Iseli noch kein weiteres Mal ins Tor.

Die SCB Frauen starteten mit Schwung in den Mittelabschnitt. Nur 19 Sekunden dauerte es, ehe die erst 14-jährige Maela Mosimann die erstmalige Führung erzielte. Die Fribourger Torschützin des 0:1 kassierte wenig später eine Strafe wegen Stockschlags. Ann Gafner scheiterte im Powerplay mit ihrem Abschluss an Iseli, auf der Gegenseite verhinderte Saskia Maurer zwei Topchancen der Fribourgerinnen in Unterzahl. In der 35. Minute gab es die erste Strafe gegen die SCB Frauen, welche Fribourg nicht nutzen konnte. Nach einer Druckphase der Gäste konnte Lenni Natasha Kozuh mit einer guten Einzelaktion für Entlastung sorgen. 2:1 zur zweiten Pause.

In der 43. Spielminute sorgte Lea MacLeod für einen perfekten Querpass auf Maela Mosimann, die mit dem 3:1 ihren zweiten Treffer des Spiels erzielte. Lou Krebs kassierte die dritte Strafe gegen ihr Team. Die Strafe dauerte gerade einmal 17 Sekunden, bis Ann Gafner den Puck ins Tor brachte. Für die Fribourg-Gottéron Ladies wurde die Zeit allmählich knapp. Eine weitere Überzahlsituation blieb ungenutzt. Die SCB Frauen trafen noch ins leere Tor und durften sich über den Derby-Sieg freuen.

Stimmen zum Spiel:

Maela Mosimann: «Wir kamen nicht schlecht ins Spiel und wurden gegen Ende immer besser. Durch den Rückstand bekamen wir einen «Booster», konnten den Ausgleich erzielen und mit viel Energie die weiteren Tore schiessen.» Zum Team fügt Maela Mosimann folgendes hinzu: «Wir haben einen riesigen Teamspirit. Es ist jedes Mal cool, ins Training zu kommen. Es ist immer eine tolle Stimmung und es macht mir viel Freude beim SCB zu spielen.»

Saskia Maurer: «Wir sind gut gestartet und das Team vorne hat viel Druck gemacht. Ich selbst hatte leider 1 bis 2 Patzer drin, mein Team hat mir aber geholfen und wir konnten durch weiteren Druck das 1:1 erzielen und das Spiel drehen. Es war mega cool, in der PostFinance Arena erstmals vor so vielen Menschen zu spielen. Da es vorerst mein letztes Spiel war, war es für mich nochmals besonders speziell und emotional. Es war ein sehr schönes Erlebnis.»

SC Bern Frauen – HC Fribourg-Gottéron Ladies 5:1 (1:1, 1:0, 3:0)

PostFinance Arena, Bern. – 3’950 Zuschauer – Schiedsrichter: Orlandini/Platzer, Schäfer/Salzmann.

Tore: 6:39 Vuillemin 0:1, 9:59 Lehmann (Eronen) 1:1, 20:19 Mosimann (Leemann) 2:1, 42:30 Mosimann (MacLeod, Eronen) 3:1, 51:12 Gafner (MacLeod, Hudson) 4:1 PP1, 58:03 5:1 Christen EN.

Strafen: 4 x 2 Minuten gegen die SC Bern Frauen, 4 x 2 Minuten gegen die HC Fribourg-Gottéron Ladies.

SC Bern Frauen: Maurer (Ersatz: Häner); Christen (C), Eronen; Ingold, Aymon; Rösti, Berger; Mohni, Vauclair; Mosimann, MacLeod, Leemann (A, PF-TS); Butuzov, Leuenberger, Hudson (A); Kozuh, Merz, Gafner; Bigler, Schranz, Rohner.

HC Fribourg-Gottéron Ladies: Iseli (Ersatz: Gendre); Grinder, Wasmer; Thorpe, M.-S. Müller; Hunziker, Krebs; N. Müller, Duvin, Guay (A, PF-TS); McDonald, Daneel, Tschannen; Vuillemin, Wilcke, Baker; Jossevel.

Bemerkungen: 56:27 Time-out HC Fribourg-Gottéron Ladies. – HC Fribourg-Gottéron Ladies von 56:27 bis 58:03 ohne Goalie.

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