Thurgau diskutiert Zukunft der Gütti

04.09.26 - Medienmitteilung

Die Eishalle Güttingersreuti hat HC Thurgau über Jahrzehnte geprägt – doch für professionelles Eishockey im Jahr 2026 reicht die bestehende Infrastruktur nicht mehr aus. Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht, insbesondere bei den Sitzplätzen besteht ein klarer Engpass. Der HC Thurgau hat deshalb den Dialog mit der Stadt Weinfelden aufgenommen. Der Stadtrat zeigt grundsätzlich Bereitschaft, über die Zukunft des Standorts Güttingersreuti zu sprechen.

Professionelles Eishockey braucht professionelle Rahmenbedingungen

Der HC Thurgau gehört zum sportlichen und gesellschaftlichen Leben der Region und hat sich in den vergangenen Jahren massiv weiterentwickelt. Der Verein begeistert im Durchschnitt über 1'800 ZuschauerInnen und setzt rund CHF 4.8 Mio. um (Zahlen Saison 2025/26). Er bietet ein Treffpunkt für Sponsoren und Fans gleichermassen. Mittlerweile kann der Verein auf die Unterstützung von knapp 300, überwiegend regionalen, Firmen zählen. Des Weiteren engagiert sich der HCT in der Stadt Weinfelden durch aktive Partnerschaften mit der WEGA, lokalen Zeitungen, (sozialen) Institutionen, Sportvereinen usw. Nebst einer eigenen Frauen- und Girls-Abteilung unterhält der HC Thurgau auch eine professionelle Juniorenabteilung (HCT Young Lions), die vielen jungen, ambitionierten Sportlern einen konkreten Weg zu ihrem Traum bietet.Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an einen professionellen Eishockeyclub in den vergangenen Jahren stark verändert. Zuschauerkomfort, Sitzplatzangebot, Hospitality, Gastronomie, Medien- und Arbeitsbereiche sowie die Anforderungen an Spieler, Staff und Partner stellen heute andere Ansprüche an eine moderne Spielstätte.In der Güttingersreuti stösst der HC Thurgau dabei zunehmend an Grenzen. Das vorhandene Platzangebot lässt kaum mehr Entwicklung zu. Gerade die begrenzte Zahl an Sitzplätzen wird für den Club immer stärker zum Problem. «Wir müssen ehrlich sein: Professionelles Eishockey in der heutigen Form ist in der Güttingersreuti langfristig nicht mehr zeitgemäss. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir über die Zukunft sprechen müssen – und zwar jetzt», sagt Thomas Müller, Präsident des HC Thurgau.

Stadt Weinfelden zeigt Gesprächsbereitschaft

Der HC Thurgau hat deshalb aktiv den Kontakt mit der Stadt Weinfelden gesucht. Im Zentrum steht die Frage, welche Perspektiven der Standort Güttingersreuti langfristig bieten kann und ob dort eine moderne Infrastruktur für den professionellen Eishockeysport realisierbar wäre. Die ersten Rückmeldungen aus Weinfelden stimmen den Club zuversichtlich. Die Stadt Weinfelden ist bereit, die langfristigen Bedürfnisse des HC Thurgau und mögliche Entwicklungsperspektiven des Standorts ergebnisoffen zu diskutieren. Sie hält aber auch fest, dass Investitionen grösstenteils privat erfolgen müssten.

Ein wichtiges Signal für den HCT

«Wir erwarten heute weder einen fertigen Plan noch einen sofortigen Entscheid. Aber wir brauchen die Bereitschaft, gemeinsam nach vorne zu schauen. Dass die Stadt Weinfelden bereit ist, über die Güttingersreuti zu sprechen, begrüssen wir ausdrücklich», so Müller.

Kein fertiges Projekt – aber ein klares Ziel

Der HC Thurgau betont, dass aktuell noch kein konkretes Stadionprojekt vorliegt. Vielmehr soll in einem ersten Schritt gemeinsam geprüft werden, welche Möglichkeiten am Standort bestehen, welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssten und wie eine zeitgemässe Infrastruktur aussehen könnte.

«Die Güttingersreuti ist unsere Heimat. Wir wollen ihre Geschichte nicht vergessen – wir wollen dafür sorgen, dass sie eine Zukunft bekommt. Entscheidend ist, dass wir heute den Mut haben, diese Zukunft gemeinsam zu planen», sagt der Präsident des HC Thurgau.Der HC Thurgau will die Gespräche mit der Stadt Weinfelden nun vertiefen. Dabei sollen Chancen, Möglichkeiten und auch die notwendigen nächsten Schritte ausgelotet werden. Im Fokus steht der Kontakt und die Einbindung weiterer Stakeholder. Dazu gehören sowohl die Bürgergemeinde Weinfelden als auch umliegende Gemeinden sowie interne und externe potenzielle Investoren und Geldgeber.Für den Club steht fest: Die Frage ist nicht, ob die heutige Eishalle weiterentwickelt werden muss, sondern in welcher Form. Die Güttingersreuti soll nicht Vergangenheit werden – sie braucht eine Perspektive für die Zukunft.

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