ZSC-Frauen holen Fanny Rask
Mit der schwedischen Stürmerin Fanny Rask holen die Zürcherinnen viel Erfahrung und Leadership ins Team.
Rask bringt nicht nur die Erfahrungen aus ihrer über 20-jährigen Karriere mit nach Zürich, sondern auch Spielmacher- und Skorerqualitäten. Das weiss auch Sportchefin Christine Meier, die zu ihrem Neuzugang sagt: «Wir freuen uns sehr, eine Spielerin mit ihrer Qualität und Erfahrung für unser Team gewonnen zu haben. Fanny bringt die Fähigkeit mit, das Spiel zu gestalten, übernimmt Verantwortung in entscheidenden Momenten und verfügt über starke Abschlussqualitäten. Mit ihrer langen internationalen Erfahrung wird sie unserem Team sowohl auf als auch neben dem Eis wichtige Impulse geben können. Wir sind überzeugt, dass sie unsere Mannschaft sportlich bereichern und einen wertvollen Beitrag zu unseren gemeinsamen Zielen leisten wird.»
Erfahrung aus fast 20 Profijahren
Die 35-jährige Schwedin spielte nach 16 Jahren in der obersten schwedischen Liga (früher Riksserien, heute Svenska Damhockey Ligan) die letzten drei Jahre für das kürzlich zurückgezogene PFWL-Team von Ambri. «Die Situation in Ambri war wohl gegen Ende unausweichlich. Ich bin trotzdem sehr traurig, dass das Team zurückgezogen wurde, denn ich habe drei wundervolle Jahre im Tessin verbracht und ich bin dafür sehr dankbar», fasst Fanny Rask ihre Gefühle nach dem Ambri-Aus in Worte. Umso glücklicher sei die neue ZSC-Nummer 49 nun, «meine neue Aufgabe in Angriff zu nehmen. Ich werde mein Bestes geben, um all meine Erfahrungen und mein Wissen an die jüngeren Spielerinnen im Team weitergeben zu können.» In den Trainings und in den Spielen setzt sie vor allem auf jene Werte, die sie seit Jahren auszeichnen: Kraftvoll, schnell, smart und voller Einsatz. Ihr dürfte auch entgegenkommen, dass ihr Bruder Victor Rask, der sie lange Zeit in ihrer Profi-Karriere auch finanziell unterstützt hat und zu dem sie eine enge Beziehung pflegt, um die Hälfte der bisherigen Distanz (über 100 km von Ambri, respektive Bellinzona, wo sie wohnte) geschrumpft ist. Zwischen der Swiss Life Arena, Fannys neuem «Zuhause» und dem Stadion in Rapperswil, wo Bruder Victor spielt, sind es gerade mal nur 55 km.
Nicht nur Topskorerin …
Fanny Rask hat sich nicht nur in den Bestenlisten der Torschützinnen eingetragen, sondern sich vor allem auch einen Namen als Spielmacherin und Vorbereiterin gemacht. Dies unterstreichen auch ihre Skorerwerte: In 449 Spielen in Schweden – sie spielte für Linköping, Leksands, AIK Stockholm, HV71 und Djurgardens – erzielte sie zwar 157 Tore, steuerte aber 219 Assists bei. Ähnlich sieht es mit den Werten in Ambri aus. In 99 Liga-Partien und acht Cup-Matches kam Rask auf 52 Tore und 97 Assists. Dabei waren ihre Linienpartnerinnen nicht etwa die andern Imports, sondern hauptsächlich die inzwischen zurückgetretene Nati-Stürmerin Lena-Marie Lutz und die neue SC Bern-Angreiferin Zoe Merz.
