Dritte Ausländerin für ZSC-Frauen
Die dritte Ausländerin der ZSC Lions Frauen heisst Keiara Raitt, ist 24 Jahre alt und kommt aus Ontario. Die Besitzerin eines Master-Degrees in Business, Unternehmertum und Technologie sieht sich selbst als «Teamplayerin mit einer hohen Arbeitsethik».
ZSC Lions Frauen-Sportchefin hat eine dezidierte Meinung von ihrer neuen Ausländerin: «Wir haben uns für Keiara entschieden, weil sie ein hervorragendes Mindset mitbringt und über viel Talent verfügt. Sie ist physisch stark, besitzt Skorerqualitäten und bringt bereits viele Voraussetzungen als Verstärkungsspielerin mit. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass noch viel Entwicklungspotenzial in ihr steckt und freuen uns darauf, gemeinsam das Maximum aus ihren Fähigkeiten herauszuholen.»
Die andere Sicht der Dinge
Sechs Jahre in der kanadischen USports-Liga haben die 24-Jährige geprägt. Ihr gesundes Selbstvertrauen und die typisch kanadische Selbsteinschätzung basieren auf reichlich Erfahrung aus über 120 Spielen für die Waterloo-University, ersten Kontakten im Coaching-Wesen und dem Wissen, dass ein abgeschlossenes Studium durchaus eine Basis für ihren weiteren Lebensweg ist. In den letzten beiden Jahren war sie Teil des «Creating Coaches»-Programms, einer Initiative von Hockey Canada, USports und der Hockey Canada Foundation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Weg für Spielerinnen an die Bande zu ebnen. Raitt war nur eine von neun Spielerinnen der ganzen Liga, die für dieses Programm ausgewählt wurden. Nominiert wurde sie von ihren Coaches des Waterloo-Universitätsteams. Diese ersten Ausbildungsschritte hätten ihr eine neue Perspektive des Eishockeys gezeigt, sagt Raitt. «Ich liebe die Aufgabe als Mentorin und es macht mir Spass, meine Erfahrungen an junge Spielerinnen weiterzugeben und sie so zu leiten, wie dies meine Coaches auf meinem Weg für mich getan haben.»
Powerstürmerin mit hoher Arbeitsethik
Kanadische Quellen heben jene Werte hervor, die auch Christine Meier aufgefallen sind. Keiara Raitt selber charakterisiert sich als «Powerstürmerin mit hervorragenden Skills. Ich bin tough in meinen Einsätzen, sei es vor dem Tor oder an den Banden. Und ich sehe mich als Zwei-Weg-Stürmerin, die auch an ihre defensiven Aufgaben denkt.» Besonders hebt sie ihre Ausdauer hervor und sagt: «Ich bin überzeugt, dass ich mit meinem physischen Spiel und meiner Erfahrung zum Erfolg meines neuen Teams beitragen kann.» Sie habe den grössten Teil ihrer Karriere am rechten Flügel gespielt, könne aber auch als Center oder linker Flügel eingesetzt werden.
«Liebe auf den ersten Blick»
Raitt sagt, sie habe im Januar dieses Jahres, also noch vor dem Masters-Abschluss, erstmals daran gedacht, in Europa zu spielen. «Ich wollte allerdings den PWHL-Draft abwarten, bevor ich mich für ein neues Team entscheide.» Gedraftet wurde sie nicht – wie viele andere Spielerinnen auch – doch ihr Agent hat sie vor drei Wochen erstmals mit den ZSC Lions Frauen in Kontakt gebracht. Irgendwie scheint die neue Beziehung eine «Liebe auf den ersten Blick» zu sein, denn bereits am Donnerstag wird die Kanadierin in Zürich erwartet. Rechtzeitig auf das Trainingslager vom kommenden Wochenende in der Swiss Life Arena.
