Ambühl, Krueger, Schelling in die IIHF Hall of Fame aufgenommen
An der diesjährigen Hall of Fame-Gala des Internationalen Eishockeyverbandes wurden die Schweizer Eishockeypersönlichkeiten Andres Ambühl, Ralph Krueger und Florence Schelling in die IIHF Hall of Fame aufgenommen.
Zuerst eröffnete Luc Tardif, IIHF-Präsident, den Anlass mit folgenden Worten: «Ich mag diese Events. Neben der laufenden Weltmeisterschaft sieht man all die vergangenen Talente, Athleten, Trainer über alle Eishockeynationen hinweg. An dieser Zeremonie können alle ihren Eltern und Verwandten auch einmal danke sagen.»
Andres Ambühl spielte die erste IIHF-Weltmeisterschaft im Jahr 2004 und verpasste in den folgenden 20 Jahren nur eine WM. «Als erstes möchte ich dem Präsidenten und dem Komitee danken, hier stehen zu dürfen. Das Eishockey war immer mein Lieblingsplatz. Das Trikot zu tragen und die Schweiz zu vertreten war das Grösste für mich. 2013 habe ich in Stockholm zum ersten Mal Silber gewonnen. Das war ein Wow-Moment für die Schweiz. Zwölf Jahre später stand ich bei meinem letzten Spiel wieder im Finale in Stockholm und wir verloren das Spiel. Ich hatte nicht das Gefühl, Silber zu gewinnen, sondern Gold zu verlieren. Es war ein harter Moment für unser Team. Gerne möchte ich zu diesem Anlass allen Teammitgliedern, Kameraden und vor allem meiner Familie für alles, was sie mir ermöglicht haben, danken.»
Ralph Krueger wurde in Kanada geboren, trainierte in Österreich den VEU Feldkirch und wurde schliesslich 1998 Head Coach der Schweizer Nationalmannschaft, die er bis zu den olympischen Spielen 2010 coachte. Er hatte einen grossen Einfluss darauf, das Schweizer Eishockey auf internationaler Bühne zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. «Danke Eishockey, danke, dass du mir eine Leidenschaft fürs Leben gegeben hast. Danke, für die Lektionen, die ich lernen musste. Danke, dass du mir gelernt hast, im Moment zu leben. Ein weiterer riesiger Dank geht an meine Familie, die mich immer unterstützt hat.»
Florence Schelling spielte mit 15 Jahren ihre ersten Spiele mit der Frauen-Nationalmannschaft an einer Weltmeisterschaft. 2005 stieg sie in die Top Division auf, in den Jahren 2006, 2010 und 2014 war sie Teil des olympischen Frauen-Teams und krönte ihre letzte Teilnahme mit der ersten Bronzemedaille des Schweizer Frauen-Eishockeys an olympischen Spielen und der Auszeichnung zur MVP und besten Torfrau. «Als ich drei Jahre alt war, sagte ich meinen Eltern, dass ich Eishockey spielen möchte. Meine Eltern sagten, Mädchen spielen kein Eishockey. Ich antwortete, dass mir das egal sei. Ich wollte schon früh an die olympischen Spiele. Weil das Frauen-Eishockey zu Beginn noch nicht olympisch war, ging ich mit den Männern mit. Ich bin glücklich, dass ich Eltern habe, die meinen Traum mit mir mitgelebt haben. Vielen Dank für alles.»
Des Weiteren wurden Patrice Bergeron (CAN), Cassie Campbell-Pascall (CAN), Niklas Kronwall (SWE), Luc Tardif (CAN/FRA) und Thomas Vanek (AUT) in die IIHF Hall of Fame aufgenommen.
