Game Over für den Richi-Song
Eine Ära an der WM geht zu Ende. Jener des Torsongs Richi. Dies aber nicht nur, weil die Familie des echten Richi den Rummel nicht so toll fand.
An zwei Weltmeisterschaften begleitete uns der Torsong «Richi» der Stubete Gäng bis ins Finale, dazu kürzlich an die Olympischen Winterspiele. «Richi, i ha gseit du söllsch di häbe! Dä, dä dä dä dä dä dä…»
Weniger lustig findet den Song die Familie des echten Richi, denn das Zitat kam aus einer Sendung über Auswanderer auf SRF, in diesem Fall von der Familie Schönbächler in Kanada, als der Papa den heruntergefallenen Song massregelte. Nun wehrte sich die Familie in den sozialen Medien, dass aus ihr Memes gemacht werden, ohne ihre Zustimmung Fanartikel kommerziell verkauft werden – und den Song empfinden sie als «absoluten Höhepunkt der Respektlosigkeit» gegenüber der Familie und soll auch beim Schweizer Eishockeyverband SIHF vorstellig geworden sein, wie «20 Minuten» berichtet.
Der Verband bestätigt dabei, dass man sich für die WM in Zürich einen neuen Torsong gesucht hat – jedoch unabhängig von der Kontroverse um Richi. Und: Es soll wieder ein Song der Stubete Gäng sein. Welcher, das wird sich noch weisen.
Die Nationalteams und die Stubete Gäng, das scheint eine Liebesgeschichte zu sein. Nach dem WM-Silber von 2024 performte die Gruppe ihren Song bei der Silberhelden-Feier auf der Bühne. Und wir erinnern uns, dass bei den Olympischen Winterspielen bereits ein zweiter Torsong im Einsatz war: Die Frauennati wählte «Schön isch es gsi» aus und gewann Bronze.
Foto: Martin Merk
