Genoni: «Es ist die Magie dieser 5 Ringe»
Heute geht es auch für die Herren-Nationalmannschaft nach Mailand. Der Torhüter Leonardo Genoni sprach mit uns vor den Olympischen Winterspielen.
Nach einer kurzen Erholungspause für die Spieler besammelten sich die Spieler gestern und reisen heute nach Mailand weiter, wo sich bereits das Frauen-Nationalteam befindet, das bereits morgen in den Wettkampf startet. Für die Herren geht es in einer Woche los.
Es ist ein Turnier, wo wirklich die Besten der Besten sich messen mit den NHL-Spielern. Was glaubst du wird der grosse Unterschied sein?
Schwierig zu beurteilen. Es ist das erste Mal für mich in dieser Form. Bei den letzten beiden Turnieren waren die NHL-Stars ja nicht dabei. Ich lass es auf mich zukommen und habe mir nicht allzu viele Gedanken gemacht dazu. Es war auch ein dichter Spielplan, ich hatte gar keine Zeit, mir drüber Gedanken zu machen. Ich habe die Nominierung zur Kenntnis genommen und seither freue ich mich darauf.
Mit so viel Erfahrung an Weltmeisterschaften, ist Olympia wohl trotzdem noch sehr speziell.
Ja, absolut! Da fiebern alle darauf hin. In unserem Sport vielleicht nicht so speziell wie in anderen, wo sich die Karrieren auf diese vier Jahre darauf ausrichten. Besonders im Einzelsport. Nichtsdestotrotz ist eine wahnsinnige Ehre, teilnehmen zu dürfen und ich freue mich extrem! Es ist die Magie dieser 5 Ringe. Jeder kommt in seiner Kindheit mit den Olympischen Spielen in Kontakt. Ich weiss noch 1998 als kleiner Bub habe ich die Spiele in Nagano geschaut und in der Halfpipe hat einer seine Mütze verloren und die Goldmedaille gewonnen. Und von ihm, Gian Simmen, spricht man heute noch!
Was rechnest du dir für das Team aus?
(Denkt kurz nach): Schwierig zu sagen. Wir haben einen wichtigen Start gegen Frankreich und dann kommen zwei Brocken. Es ist wie eine WM, aber die Vorrunde ist weniger lang. Man kann zwar nicht rausfliegen, aber es geht darum sich gut zu platzieren, wenn es um die Wurst geht. Und dann bereit zu sein.
Zum Schluss noch eine provokante Frage: Lieber eine Medaille an den Olympischen Winterspielen oder im Frühling den Weltmeistertitel zuhause?
(Mit einem Schlemischen lachen): Ich glaube das könnte man doch auch kombinieren.
