Eine starke zweite Liga führt auch zu noch mehr Visibilität in ganz Europa und auch zu einer stärkeren Nationalleague.
sehe ich genauso. Doch ohne dass die NL der SL entgegenkommt, wird daraus leider nichts. Deine Hoffnungen stemple ich nicht als Träumerei ab, wie Du würde auch ich viel mehr Freude an mindestens zwei 10er-Ligen (NLA und NLB) mit direktem Auf-/Abstieg haben. Dem Schweizer Eishockey würde dies guttun, denn eine starke NL braucht eine gesunde SL. Und auch der Unterhaltungswert wäre viel grösser. Leider geht die Entwicklung in die Gegenrichtung. Auch wenn mein Lieblingsclub HCD die NL momentan anführt, die RS finde ich bis im Februar ziemlich langweilig. Denn spannend wird es erst, wenn es um die Direktquali für die PO bzw. PI geht. Eine 10er-Liga mit Abstieg wäre von Saisonbeginn an hoch spannend. Wenn man die Top 10 der letzten Saison als NL gesetzt hätte, wäre Ambri mit den bisher gespielten Resultaten (die Spiele gegen Lugano, Biel, Servette und Ajoie wären nicht gewertet, die vier Teams wären dann in der NLB) mit 5 Punkten Rückstand hinter Kloten auf dem 10. Rang. Da unten wäre es richtig spannend...doch so lange es keinen Abstieg gibt bzw. der Ligaerhalt durch die Regelungen quasi gesichert ist, wird es langweilig bleiben.
2011 doppeltes Jubiläum: 90 JAHRE HC DAVOS - 30 MAL SCHWEIZERMEISTER HC DAVOS;-)
Der SIHF hat heute zur grossen Medienkonferenz geladen. Im ersten Teil wurde die Zukunft der Ligenstruktur besprochen. Immerhin wurde das Problem erkannt. Es braucht eine zweite starke Liga, es kann so nicht weitergehen und es muss jetzt sofort etwas passieren. Was dem Verband für konkrete Massnahmen vorschweben, wurde dabei leider nicht so ganz erläutert. Ausser dass ganz viele Gespräche geplant sind. Auch dem SIHF scheint eine Zusammenlegung von SL und MHL vorzuschweben. Wie man den einen MHL-Teams die SL und den anderen den Rückzug in die Regionalliga schmackhaft machen will, wurde dabei leider nicht erwähnt.
Zitat von Martin
Wir behalten das im Auge und werden für die Zukunft über neue Lösungen nachdenken, damit das Forum möglichst komfortabel ist.
NLA mit 10 Teams, NLB mit 10 Teams und NLC mit 16 Teams (2 Regionen) mit direktem Auf- Abstieg wäre die sportlich beste Variante.
Diese Variante ist aber recht unrealistisch, weil die NL-Teams dagegen stimmen werden, weil praktisch alle mal absteigen würden. Dies wäre für die meisten finanziell recht schwierig, weil sie weniger TV-Präsenz und weniger Heimspiele gegen Top-Teams hätten. Um diesen Effekt abzuschwächen, müsste man die TV-Gelder unter allen 20 NLA und NLB Teams aufteilen und versuchen, dass auch die NLB Spiele bei Mysports, TV 24 usw. übertragen würden.
Zudem würde ich die Quali so gestalten, dass jedes NLA und NLB Team neben 4 Runden innerhalb der Liga (36 Spiele) auch 2 Runden (20 Spiele) gegen die Teams der anderen Liga spielen. Auch diese Variante hat jedoch Nachteile und würde realistischerweise von den NLA-Teams abgelehnt. Ein Nachteil wäre dass der finanzielle Unterschied zwischen NLB und NLC riesig werden könnte. Und neben GCK und Bellinzona müssten auch drei weitere Swiss League Teams in die NLC. Was sehr schade wäre.
Daher hier noch zwei realistischere Vorschläge:
1) Ab und zu schaue ich mir die NL Spiele auf TV24 an und vereinzelt Spiele der Frauen via Livestream. (Beides Gratis) Gestern wollte ich Basel gegen Olten anschauen, hätte mich aber registrieren und 7 Franken zahlen müssen. Dies war es mir schlicht nicht Wert. Macht bitte den Stream Gratis und versucht einzelne Spiele ins Free TV (SRF, TV24, Lokalsender) oder bei Mysports unter zu bringen. Für die Sponsoren und allgemeine Eishockey-Fans wäre dies sicher Gut.
2) Erhöht die U18 Elite auf z.b. 20 Teams und die U21 Elite auf z.b. 16 Teams. Somit haben einige Swiss League Teams die Möglichkeit die Jungen bei sich zu halten. Und die Breite an schweizer Spieler würde Erhöht.
Ist so und ich finde dies verwerflich. In Siders wird dies schon lange nicht mehr so gehabt. Ich kann nur für meinen Club sprechen. Die Zahlen sind realistisch, teils sogar zuwenig. Was die anderen Vereine angeben, ist deren Sache. Am Ende muss selbst mit den fehlenden Einnahmen gekämpft werden Bei manchen Vereinen zählt man die Saisonabos dazu, aber wenn diese nicht kommen, führt dies zu einer komischen Zuschauerzahl.
Zuletzt bearbeitet von Allez Sierre; 03/12/202510:58.
Kessler hat erkannt, dass die SL so wie sie heute ist nicht mehr vermarktbar ist. Folglich muss sich etwas ändern, denn die NL braucht einen attraktiven Unterbau. Der Erhalt der Eishockeystruktur ist zwingend notwendig, das bedingt auch eine regionale Förderung. Kessler hat auch erwähnt, dass der EHC Grindelwald Ende 80er in der NLB war. Ich mag mich auch noch an die Zeit erinnern. Heute spielt Grindelwald in der 4. Liga. Ich denke eines der Probleme sind auch die Ansprüche an die Infrastruktur, die gegenwärtig ausserhalb der NL / SL (bald ausserhalb der NL) nicht mehr 100% gewährleistet werden können. Um hier eine breite Unterstützung zu ermöglichen, muss der Nachwuchs m.E. stärker berücksichtigt werden können. Wäre neben der NL eine in West- und Ostgruppe aufgeteilte 16er-Liga für die Nachwuchsförderung gross genug? Meine Lieblingslösung wäre mindestens zwei 10er-Ligen mit direktem Auf-/Abstieg. Scheinbar ist das nicht mehr zeitgemäss, leider. Die NL auf 16 Teams aufstocken, mit Ost- und Westgruppe? -> Servette, Lausanne, Gottéron, Ajoie, Ch.d.f, Biel, Bern, Langnau in der Westgruppe, und in der Ostgruppe Davos, Lugano, Ambri, ZSC, Zug, Kloten, Rappi, Thurgau. Ch.d.f. und Thurgau auch austauschbar, ist jetzt nur ein Beispiel wie das aussehen könnte. Der Modus könnte vier Spiele jeden gegen jeden innerhalb einer Gruppe und zwei jeden gegen jeden ausserhalb der Gruppe. So würden Servette und Zürich nur noch zwei Spiele gegeneinader absolvieren, die Derbies würden weiterhin viermal stattfinden. 28 + 16 wären dann 44 Spiele. Auch wieder zuwenig. Vielleicht könnte man die Gruppen nach den 44 Spielen zusammen tun, jeweils die Ränge 1-4 bzw. 5-8 jeder Gruppe duellieren sich mit Hin- und Rückspiel, dann käme man auf 58. Für die Ränge 5-8 macht das nur Sinn, wenn die Liga nicht geschlossen ist, oder nicht nur die besten 8 (Ränge 1-4) für die Playoff qualifiziert sind. Preplayoff oder PlayInn wären dann nicht wegzudenken, wenn nach der RS nicht alle 16 Teams für die Playoff qualifiziert wären...
Die Idee einer 20er bzw 24er-Liga ist mir nicht so sympathisch wie mindestens zwei 10er-Ligen mit direktem Auf-/Abstieg, könnte aber den Unterhaltungswert und die Vielfalt der Fankulturen positiv prägen. 24, weil so gut 16 von 24 Teams in den Playoff spielen könnten (ab Achtelfinal best of 7), ohne Preplayoff / PlayIn. 20er-Liga würde mehr Flexibilität für den Spielplan bieten, weniger Stress. zB vier 5er (20) bzw 6er Gruppen (24) mit Ziel auf die Derbies könnte man innerhalb einer Gruppe vier mal jeden gegen jeden spielen. (16 resp. 20 Spiele innerhalb einer Gruppe). Je zwei Gruppen würden eine Conference bilden, wie in der NHL. Innerhalb der Conference 3 Spiele jeder gegen jeden würde 15 resp. 18 weitere Spiele bedeuten. Das wären total 31 resp. 38 Spiele innerhalb einer Conference. Ausserhalb der Conference je 2 mal jeder gegen jeden wären 20 resp. 24 Spiele. Das wäre ein Total von 51 (bei einer 20er-Liga) resp. 62 (bei einer 24er-Liga) Spiele während einer Regular Season. Die Gruppen könnten so aussehen (wären natürlich nicht alle Gruppen gleich stark): Servette, Lausanne, Gottéron, Ajoie, Ch.d.f., Basel / Biel, Bern, Langnau, Sierre, Visp, Olten / ZSC, Zug, Kloten, Rapperswil, Thurgau, Winterthur / Davos, Lugano, Ambri, Chur, Arosa, Bellinzona. So eine Liga hätte dann zwar keinen Unterbau mehr, wäre aber breit genug, um den Nachwuchs gezielt zu fördern. Regelungen wie eine Mindestanzahl eingesetzte Nachwuchsspieler auf dem Matchblatt oder pro Saison könnten eingeführt werden. ZB könnte dann ZSC seine Nachwuchsspieler gegen Thurgau, Winti, Chur, Bellinzona, Arosa fördern m, was zwar jetzt schon der Fall ist (GCK Lions), aber suboptimaler vermarktet.
Zuletzt bearbeitet von iFaya; 03/12/202514:05.
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Mal eine ernstgemeinte Frage: Wenn man die Swiss League wieder stärken will, findet ihr das eine gute Idee die Swiss League und die Myhockey League zusammen zu tun? Macht man dann die Swiss League nicht eher schwächer und richtung Amateur? Denke nicht dass es der richtige Ansatz ist.
Mal eine ernstgemeinte Frage: Wenn man die Swiss League wieder stärken will, findet ihr das eine gute Idee die Swiss League und die Myhockey League zusammen zu tun? Macht man dann die Swiss League nicht eher schwächer und richtung Amateur? Denke nicht dass es der richtige Ansatz ist.
Natürlich ist das so. Hat man ja auch bei den Cup-Resultaten gesehen. Dieses Szenario würde der NL zusätzlich in die Karten spielen.
Auch wenn ich jetzt halt den Ringiers Klicks generiere, fand ich den gestern veröffentlichten Podcast mit Kevin Schläpfer schon sehr interessant. Im Gegensatz zu Keller sieht er sehr wohl die Gefahr der Verwässerung des Niveaus der zweiten Liga und würde lieber auf Qualität vor Quantität setzen. Auch ihm ist jedoch klar, dass es völlig utopisch sei, auf eine Verkleinerung der NL zu hoffen. Andererseits betont er aber auch, dass der (langfristige) Traum des Aufstiegs in Basel sehr wohl besteht. Da sehe ich dann schon einen gewaltigen Interessenskonflikt. Keller redet von einer 16er Liga mit vielen Derbys, Schläpfer würde am liebsten noch Bellinzona rausscheissen, um das Niveau möglichst hoch halten zu können. Solange man da keine Einigung findet, läuft es zwangsläufig darauf hinaus, dass einfach gleich wie bisher weitergewurstelt wird, was wiederum Kessler als Szenario bezeichnet hat, welches es unter allen Umständen zu verhindern gilt...
Zitat von churer1933
Denke nicht dass es der richtige Ansatz ist.
Ich verstehe alles, was du sagst. Aber was wäre denn deiner Ansicht nach der richtige Ansatz, der nicht völlig unrealistisch ist?
Zitat von Martin
Wir behalten das im Auge und werden für die Zukunft über neue Lösungen nachdenken, damit das Forum möglichst komfortabel ist.
Auch wenn ich jetzt halt den Ringiers Klicks generiere, fand ich den gestern veröffentlichten Podcast mit Kevin Schläpfer schon sehr interessant. Im Gegensatz zu Keller sieht er sehr wohl die Gefahr der Verwässerung des Niveaus der zweiten Liga und würde lieber auf Qualität vor Quantität setzen. Auch ihm ist jedoch klar, dass es völlig utopisch sei, auf eine Verkleinerung der NL zu hoffen. Andererseits betont er aber auch, dass der (langfristige) Traum des Aufstiegs in Basel sehr wohl besteht. Da sehe ich dann schon einen gewaltigen Interessenskonflikt. Keller redet von einer 16er Liga mit vielen Derbys, Schläpfer würde am liebsten noch Bellinzona rausscheissen, um das Niveau möglichst hoch halten zu können. Solange man da keine Einigung findet, läuft es zwangsläufig darauf hinaus, dass einfach gleich wie bisher weitergewurstelt wird, was wiederum Kessler als Szenario bezeichnet hat, welches es unter allen Umständen zu verhindern gilt...
Zitat von churer1933
Denke nicht dass es der richtige Ansatz ist.
Ich verstehe alles, was du sagst. Aber was wäre denn deiner Ansicht nach der richtige Ansatz, der nicht völlig unrealistisch ist?
Absolut richtig! Leider...
Der richtige Ansatz, der nicht völlig unrealistisch ist? Deine Frage an churer1933 bringt die ganze Problematik auf den Punkt. Um eine marktfähige SL zu gewährleisten, muss die definitiv zu grosse NL reduziert werden, was wiederum unrealistisch ist. Ausserdem spielen die Anzahl Spiele im Zusammenhang mit den TV-Verträgen ebenfalls eine gewichtige Rolle -> mit der eigentlich zu grossen 14er-Liga geht der Spielplan viermal jeden gegen jeden perfekt auf, 4 x 13 = 52 Spiele. Mit 12 Teams könnte 5 Mal jeder gegen jeden, oder mit 10 sechs Mal jeder gegen jeden = 54 Spiele, antreten und dann geht es auch mit der gleichen Anzahl Heimspielen auf. Aber eben, eine Reduktion der NL ist gegenwärtig utopisch, und die SL wird weiter vor sich hin schwächeln. Interessant ist, dass der Verband das Problem erkannt hat, Änderungen will, doch mit all den Diskussionen und Lösungsvorschlägen dreht man sich weiter im Kreise...
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