Tigers rehabilitieren sich mindestens teilweise

Von Pascal Zingg

Die SCL Tigers zeigen nur 24 Stunden nach dem desaströsen 4:8 gegen die SCRJ Lakers eine Reaktion. Zwar verlor man heute gegen den gleichen Gegner mit 3:4 nach Penaltyschiessen, doch war die Leistung heute um einiges besser als noch am Vorabend.

Die SCL Tigers konnten vor allem zum Beginn des Spiels zeigen, dass auch sie Eishockey spielen können. Bezeichnenderweise trafen mit Julian Schmutz und Gilles Sturny zwei Spieler für Langnau, die gestern noch überzählig waren. Auf Seiten der Lakers schonte man neben Kay Schweri und Steve Moses heute auch noch Roman Cervenka. Eine Massnahme, die der Rapperswiler Offensive viel an Gefährlichkeit nahm.

Die Rosenstädter waren im ersten Drittel derart weit weg von einem Tor, dass Jeff Tomlinson in der Pause entschied zumindest die beiden verbleibenden Ausländer Andrew Rowe und Kevin Clark in einer Sturmreihe spielen zu lassen. Dass diese Massnahme ihre Wirkung nicht verfehlte, zeigte sich spätestens beim 2:2 von Clark. Wer nun dachte, das Spiel würde nach diesem Ausgleich kippen, der hatte sich getäuscht. Da Gianluca Zaetta heute einiges stärker agierte als noch gestern, wollte den Lakers lange kein Tor mehr gelingen. Dies obwohl die Tigers auch heute sehr viele Fehlpässe in der eigenen Zone gaben.

Ein Grund, dass die Lakers das Spiel nicht schon viel früher gewinnen konnten, lag daran, dass sie in der Offensive viel zu kompliziert agierten. Obwohl man den Gegner im letzten Drittel immer wieder in dessen Zone einschnürte, wollte ihnen einfach kein Treffer gelingen. Bei den Tigers war es derweil Larry Leeger, der eine der wenigen Chancen des dritten Drittels zur erneuten Führung nutzen konnte. Dass dies nicht zum Sieg reichte, war der Tatsache geschuldet, dass Nando Eggenberger in der letzten Minute einen Schuss von Leandro Profico doch noch zum dritten Rappi-Tor ablenken konnte.

Dank dem Treffer von Eggenberger sollte es noch zu einem Kuriosum kommen. Gianluca Zaetta verliess nach 60 Minuten aus unbekannten Gründen das Spielfeld. An seiner Stelle stand nun Juniorentorhüter Damian Stettler im Tor der Tiger. Der junge Langnauer machte seine Sache sehr gut und bekam mehrmals Szenenapplaus von der Langnauer Bank. Verhindern konnte der 18-jährige Stettler die Niederlage aber auch nicht mehr. Da kein Langnau-Stürmer im Penaltyschiessen traf, reichten den Lakers die Tore von Randegger und Rowe zum Sieg.


Telegramm:

SCL Tigers – SCRJ Lakers n.P. 3:4 (2:0, 0:2, 1:1, 0:0, 0:1)

Ilfishalle, Langnau: Keine Zuschauer. – Schiedsrichter: Stricker, Stolc; Wolf, Betschart. – Tore: 12:29 Schmutz (Kuonen, Anderssons) 1:0; 15:25 Sturny (Huguenin; Ausschluss: Wick) 2:0; 23:29 Dünner (Profico; Ausschluss: Erni) 2:1; 28:13 Clark (Rowe) 2:2; 57:12 Leeger (Neukom) 3:2; 59:02 Eggenbeger (Profico) 3:3. – Penalties: Randegger 0:1; Blaser scheitert; Wetter scheitert; Anderssons scheitert; Eggenberger scheitert; Dostoinov scheitert; Wick scheitert; Maxwell scheitert; 2:0. – Strafen: 8 x 2 Minuten gegen die SCL Tigers; 6 x 2 Minuten gegen die SCRJ Lakers.

SCL Tigers: Zaetta (61. Stettler); Blaser, Leeger; Erni, Lardi; Huguenin, Grossniklaus; Guggenheim; J. Schmutz, F. Schmutz, Sturny; Weibel, Maxwell, Berger; Dostoinov, Diem, Neukom; Kuonen, Salzgeber, Anderssons; Rüegsegger.

SCRJ Lakers: Nyffeler (Bader); Profico, Jelovac; Dufner, Vukovic; Sataric, Egli; Randegger, Maier; Lhotak, Dünner, Wick; Wetter, Rowe, Forrer; Loosli, Rehak, Clark; Eggenberger, Ness, Lehmann.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Melnalksnins, Punnenovs, Schilt, Glauser; Earl, In-Albon, Bircher; SCRJ Lakers ohne Payr, Cervenka, Moses, Schweri; 43. Pfosten Profico; 50:24 Timeout SCL Tigers; 59. Latte Egli; SCRJ Lakers zwischen 58:25 und 59:02 ohne Torhüter.

 

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