Alatalo: „WM ist eine Riesenerfahrung“

25.5.2021 - Von Maurizio Urech

Wir haben vor der morgigen Partie gegen die Schweden mit dem EVZ-Meisterspieler Santeri Alatalo über sein spätes WM-Debut hier in Riga und über seine Zukunft in Lugano gesprochen.

Santeri Alatalo wieso haben Sie sich entschieden für die Schweiz zu spielen?

Ich bin ja schon länger hier in der Schweiz und wurde als Eishockeyspieler hier ausgebildet und ich fühle mich auch als Schweizer. Ich wurde von Lars Weibel und Patrick Fischer angefragt und habe nachher die nötigen Schritte in die Wege geleitet um den Schweizer Pass zu erhalten. Leider klappte es letztes Jahr noch nicht. Wegen der Pandemie wurden ja die meisten Testspiele abgesagt, ich bestritt die zwei Spiele hier in Riga gegen die Letten und dann kam ich zu meinem WM-Debut. Natürlich ist es schade, dass wir im Hotel bleiben müssen, aber wir sind ja zum Eishockey-Spielen hier. Die WM ist eine Riesenerfahrung für mich, wie die anderen fünf WM-Neulinge wurde ich sehr gut aufgenommen, das System der Nationalmannschat ist bis auf wenige Details ähnlich wie beim EVZ, was für mich ein Vorteil ist.

Sie erhalten von Fischer viel Vertrauen und Eiszeit im Powerplay, nicht selbstverständlich für einen Neuling. Waren Sie vor dem ersten WM-Spiel nervös?

Vor der WM war mich eine offensive Rolle vorgesehen, dass ich jetzt auch Powerplay spielen kann ist ein Bonus. Wir haben ja zwei ganz starke PP-Formationen in meiner mit Corvi einen der besten Spielemacher unserer Liga. Vor dem ersten Spiel verspürte ich eine positive Nervosität. Nachdem ich den ersten Pass gespielt hatte war diese Weg. Hier kann ich mich mit Weltklassespielern messen, das ist eine grosse Herausforderung. Wir sind eine verschworene Truppe, die mit viel Freude spielte und wir verstehen uns gut auf und neben dem Eis, wir sind positiv unterwegs.

Nach dem Titelgewinn in Zug wechseln sie nach der WM zum HC Lugano. Ist es die richtige Zeit für eine Veränderung?

Mein Wechsel zu Lugano stand schon länger fest. Der HC Lugano hat die gleichen Ziele wie ich. Wir wollen vorne mitspielen und unter McSorley kann man sicher etwas aufbauen. Ich hatte unterschrieben bevor seine Verpflichtung offiziell war, mit ihm persönlich habe ich noch nicht gesprochen, aber ich glaube Lugano hat alle Chancen um zu einem Spitzenteam der Liga zu werden.

Nun spielt ihr gegen die Schweden, die ihre zwei ersten Spiele verloren haben. Trotzdem ein Angstgegner?

Für die Schweden ist das Spiel morgen wie eine Playoff-Partie, es ist eine ihrer letzten Chancen um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren, ein Must-win für sie. Wir können gewinnen, sie müssen, ein grosser Unterschied. Sie werden unter Druck sein. Wir müssen uns vor allem auf unser Spiel konzentrieren, die Defensive und die Spezialsituationen waren ja bisher unsere Stärken. Wir werden noch eine Videosession haben, wo wir die Schweden analysieren werden, aber auch was wir noch besser machen können.