Lugano startet zuversichtlich in die Playoffs

12.4.2021 - Von Maurizio Urech

Das Team von Serge Pelletier beendete die Qualifikation auf Platz zwei hinter dem souveränen EVZ, eine unerwartete Klassierung denn auf dem Papier hatten andere Teams bessere Karten in der Hand.

Auf dem Papier hätte der Gegner im Viertelfinal EHC Biel heissen müssen, doch die SCRJ Lakers schafften die Überraschung und eliminierten die Seeländer verdient in zwei Spielen.

Pelletier kann personell aus dem vollen Schöpfen, ausser Tim Traber sind alle Spieler fit, auch der finnische Center Jani Lajunen, der die letzten sechs Spiele gefehlt hat, er ist der beste Bully Spieler des Teams.

Hier seine Eindrücke vor dem morgigen Start in die Playoffs:

Lajunen: «Letztes Jahr wurden die Playoffs leider abgesagt, jetzt haben wir auf diesen Moment gewartet, persönlich bin ich wieder zu 100 % fit und bereit.»

Gegen die Lakers startet ihr aus der Favoritenrolle, aber in der Serie gegen Biel hat die Mannschaft von Jeff Tomlinson gezeigt, dass man ein unangenehmer Gegner sein kann.

«Die SCRJ Lakers haben eine gute Mannschaft, gegen die es nicht leicht wird. Wir wissen dass sie um jeden Puck kämpfen werden. Es liegt an uns diese Herausforderung anzunehmen und ab morgen unser bestes Eishockey zu spielen. In den Playoffs kannst du keine Mannschaft unterschätzen. Die Platzierung nach der Qualifikation spielt jetzt keine Rolle mehr. Wir erwarten eine lange Serie und werden morgen bereit sein.»

Rapperswil kassierte gegen ein talentiertes Team wie Biel nur zwei Tore und Melvin Nyffeler war überragend. Eure Aufgabe wird es sein ihm das Leben zu erschweren.

«Wir wissen, dass es in dieser Liga keine schwachen Torhüter gibt. Es liegt also an uns, im Slot präsent zu sein und für viel Verkehr vor dem Tor zu sorgen. Wir erwarten dass sie wie in der Serie gegen Biel physische Präsenz markieren werden. Wir müssen die richtige Antwort finden und dagegenhalten. Morgen erwartet uns ein harter Kampf. Die Playoffs sind die beste Zeit des Jahres und wir freuen uns darauf.»

Serge Pelletier, wie verlief die letzte Woche für euch?

Pelletier: «Auch wenn wir etwas länger warten mussten um unseren Gegner zu kennen, war die Woche positiv für uns. In einer best-of-three Serie ist immer alles offen. Rappi hat ausgezeichnet gespielt und sich verdient für das Viertelfinale qualifiziert. Nach dem letzten Spiel gegen Genf-Servette erhielten die Spieler zwei Tage frei um die Batterien neu zu laden, dann folgten zwei Intensive Trainings, am Samstag noch ein freier Tag, in den letzten zwei Trainings haben wir uns vor allem auf das taktische konzentriert.»

Hat sich für euch gegenüber der ersten «Blase» etwas geändert?

«Wir sind in der genau gleichen Situation wie damals, als es nur Halle und zu Hause gab. Es gibt so viel zu tun, dass man sich daran gewöhnt hat. Die einzige Differenz ist, dass wir jetzt alle zwei Tage ein Spiel haben. Unsere volle Konzentration gilt Spiel eins morgen.»

Drei Niederlagen und drei Siege gegen die Lakers während der Qualifikation – was habt ihr daraus gelernt?

«In primis, dass die Lakers mit der ersten Sturmformation einen Trumpf haben und dass es für uns besser wäre Strafen zu vermeiden. Eine Mannschaft die diszipliniert spielt. Morgen ist für uns ein guter Start wichtig. Wir werden sicher nicht den Fehler machen die Lakers zu unterschätzen. Die Lakers haben nicht nur gute Ausländer, sondern auch gute Schweizer Spieler. Das hat man gegen den EHC Biel gesehen.»

Background-Portal

Lajunen


Zweikampf zwischen Steve Moses (SCRJ) und Jani Lajunen (Lugano). Foto: Thomas Oswald