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Von Montréal nach Bern |
Yannick Weber ist nach den Playoffs mit den Montréal Canadiens und dem Farmteam Hamilton Bulldogs in die Schweiz gereist fürs erste Aufgebot vom Nationaltrainer Ralph Krueger. Nach der Landung in der Schweiz widmete sich ein müder WM-Neuling Yannick Weber einem Fragenmarathon.
Wie geht es dir in diesem Moment und wie ist sieht Ihre Bilanz über die bisherige Saison aus?
Es geht mir gut ich habe eine lange Reise hinter mir, es musste alles sehr schnell gehen nach dem Ausscheiden mit den Hamilton Bulldogs in den AHL-Playoffs, meine Sachen packen und ab in den Flieger. Jetzt habe ich mich hier schon gut im Hotel und in der Garderobe eingerichtet und brauche nur noch meinen Schlaf, damit ich mit dem Team trainieren kann. Ich war schon im Stadion und hatte schon einen ersten Kontakt mit meinen neuen Kameraden.
Ich hatte eine sehr gute Saison und die WM im eigenen Land spielen zu können, ist ein Bonus für mich, es ist mein erstes Aufgebot für die A-Nationalmannschaft und trotz allem konnte ich dies nicht unbedingt erwarten. Diese WM wird für mich die Gelegenheit sein eine Visitenkarte abzugeben und zu beweisen dass ich auf diesem Niveau spielen kann.
Wie war der Sprung vom Junioren-Hockey zu den Profis für dich?
Es war für mich nicht einfach den Sprung von den Junioren in die AHL zu schaffen und dort meine erste Saison durchzuspielen. Das Highlight waren natürlich die Spiele mit den Habs vor allem die Playoff-Partien gegen Boston, wo ich ja auch ein Tor erzielen konnte. Meine Stärken liegen sicher in der Offensive. Ich habe einen guten Schuss von der blauen Linie, während ich sicherlich noch Steigerungspotential in meinem Defensivverhalten habe, doch ich habe enorm viel dazugelernt, denn wenn man defensive Schwächen hat, wird man wohl kaum zu vielen NHL-Einsätzen kommen.
Was ist dein erster Eindruck von hier in Bern?
Für mich persönlich wird die Umstellung von den NHL-Massen auf die Europäischen Eisbahnen kein grosses Problem sein. Ich brauche wohl die Trainings der nächsten zwei Tagen um mich wieder darauf einzustellen. Sicherlich ist es etwas spezielles für mich hier in Bern zu spielen wo ich meine Juniorenzeit verbracht habe und wo ich noch wohne. Im Moment habe ich allerdings nur das Hotel und die Arena gesehen.
Braucht man einen starken Charakter um in der NHL spielen zu können?
Ich glaube schon dass es diesen braucht. Einerseits um sich gegen die grosse Konkurrenz durchsetzen, andererseits auch um dem Druck der Medien und des Publikums standhalten zu können, denn es ist nicht einfach in Montreal zu spielen. Aber wie gesagt, jetzt freue ich mich riesig, dass ich hier bin. Die Trainer werden dann entscheiden, ob ich in der Zwischenrunde zum Einsatz kommen werde.