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Simon Schenk – Baumeister späterer Erfolge |
Als Simon Schenk 1986 die Nationalmannschaft von seinem Vorgänger Bengt Ohlson übernahm, war seine Aufgabe klar. Der Aufstieg unter die besten acht der Welt sollte erreicht werden. Und Damit die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Calgary 1988. Das Auf und Ab der Schweizer begann.
Die Schweizer starteten 1986, an den B-Weltmeisterschaften in Eindhoven, mit wenig Kredit. Simon Schenk startet mit dem Ziel, den Klassenerhalt zu erreichen. Und stieg am Ende zum ersten Mal in seiner Trainerkarriere mit der Schweiz auf. Im folgenden Jahr musste das Resultat bestätigt werden. Trotz allen Erwartungen und Hoffnungen folgte der Direkte Abstieg in Wien. Mit einem Torverhältnis von 26:71 bestätigte man den Eindruck, dass man nur Kanonenfutter für die Grossmächte im Eishockey war. Dennoch arbeitet man Simon Schenk weiter. Der Schweizer baute nun eine Mannschaft auf, um an den Olympischen Spielen nicht nur dabei zu sein, sondern auch mithalten zu können. So kam denn Schenk zu gute, dass René Fasel bereits 1985 dem Schweizer Eishockey verordnet hatte, vermehrt gegen die Top Acht Nationen zu spielen. Die Tschechoslowakei, Schweden und die Sowjetunion waren die ersten Gegner in den ersten zwei Jahren nach dieser neuen Doktrin. 1987 spielte man in der damaligen Allmend in Bern vor ausverkauftem Hause und verlor gegen Russland mit 10:1 Toren. Dennoch war die Stimmung unter den Anwesenden Zuschauern gut. Man konnte die Spielzüge von Bykow, Khomutov und Larionow begutachten. Die Spielzüge der „roten Maschine“ waren so schnell und so gut vorgetragen, dass man immer wieder das Uhh und Ahh durch die Allmend gehen hörte. Der Sport war in diesem Moment nur zweitranig. Anders an den Olympischen Spielen. Dort vermochte man zum ersten Mal seit 1954 wieder mit den grossen Nationen mithalten. Das Spiel gegen Finnland vermochte man dank dem damaligen Torhüter Richi Bucher und den Torschützen Jakob Kölliker und Pater Jaks mit 2:1 zu gewinnen. Gegen Schweden und Kanada verlor man nie mit mehr als zwei Toren Unterschied. Gegen Polen und Frankreich vermochte man zu gewinnen. So beendete das Team von Simon Schenk die Vorrunde der Gruppe A auf Platz vier. In der anderen Gruppe klassierte sich die USA auf dem vierten Platz. So kam es zum Duell der Schweiz gegen die USA. In diesem Spiel verloren die Schweizer mit 4:8. Dennoch konnten die Schweizer guten Mutes sein an den nächsten Weltmeisterschaften 1989 wieder aufsteigen zu können.
In Norwegen kam dann die Enttäuschung. Die Eisgenossen wollten unter allen Umständen aufsteigen um an der Heim-Weltmeisterschaft in Bern und Fribourg dabei zu sein. Doch nach Niederlagen gegen Italien und Frankreich scheiterte man an diesem Vorhaben. Die Schweiz würde im eigenen Land nicht vertreten sein. Schon damals sorgten einige Spieler für rote Köpfe bei den Mitarbeitern des Verbandes. Anstelle sich auf das wichtige Spiel gegen Italien zu Konzentrieren, ging man in der späteren Olympiastadt Lillehammer ausgiebig das Nachtleben geniessen. Die Quittung für dieses Verhalten bekamen die Schweizer am nächsten Tag mit einer peinlichen 7:6 Niederlage ausgestellt. Simon Schenk war enttäuscht. Dennoch erfüllte er im darauffolgenden Jahr mit der fast gleichen Mannschaft das Ziel und stieg in Megève und Lyon wieder in die A-Gruppe auf. Dies war der Zeitpunkt, bei welchem sich Simon Schenk vorübergehend aus dem Amt des Nationaltrainers zurückzog. An seiner Stelle übernahm Hans Lindberg das Kommando an der Bande. Der Schwede vermochte zu überzeugen. Dennoch nahm er nach den Weltmeisterschaften in Finnland den Hut und Überliess das Team Juhani Tamminen. Dieser agierte an den Olympischen Spielen in Albertville sehr unglücklich. Die Führung des Verbandes musste einschreiten und feuerte Tamminen aus dem laufenden Vertrag.
Nach diesen Enttäuschungen übernahmen John Slettvoll und Bill Gilligan die Eisgenossen. Zu Begin hätte man meinen können, dass die beiden mehr gegeneinander den Miteinander arbeiten würden. Doch es kam anders. Die Schweizer stiessen bis in das Halbfinale vor und man erreichte am Ende den vierten Platz. Die Freude währte jedoch nur kurz. Ein Jahr später stürzten die Schweizer in Deutschland ab. Gegen Norwegen verlor man das entscheidende Spiel mit 2:5 Toren. Bill Gilligan zog sich darauf zurück und überliess John Slettvoll die Aufgabe, das Team wieder in die oberste Spielklasse zu führen. Mit Hans Lindberg gelang ihm dieses Unternehmen. Im kommenden Jahr sollte unter Hardy Nilson der Klassenerhalte erreicht werden. Doch Nilson verlor alle Vorbereitungsspiele. Der Verband feuerte den Trainer aus dem laufenden Vertrag. Mats Waltin, damals Trainer des HC Davos, übernahm die Nationalmannschaft und versuchte, den Ligaerhalt zu erreichen. Doch zu viel war in der Vorbereitung und im Umfeld schiefgelaufen. Der Abstieg war Realität. Erneut übernahm nun Simon Schenk den Platz an der Bande. Sein Auftrag war klar. Die Schweiz zurück unter die Top zwölf der Welt zuführen. In Holland scheiterte der Emmentaler nur ganz knapp an diesem Ziel. Im entscheidenden Spiel gegen Weissrussland verloren die Schweizer 2:4. Ein Jahr später in Polen konnten sich die Schweizer erneut nicht durchsetzen. Doch eine Änderung auf die neue Saison hin ermöglichte den Schweizern, an der eigenen Weltmeisterschaft in Basel und Zürich dabei zu sein. Denn die IIHF stockte die A-Gruppe auf 16 Nationen auf. Und ein neuer Name stand ab der Saison 1997/98 an der Schweizer Bande. Ralph Krueger sollte für die kommenden Jahre seine Reputation als harter Trainer und guter Kommunikator gerecht werden.