Freitag, 8. Mai 2009

WM 2009

3 : 1
(1:0, 2:0, 0:1)
Kanada Schweden
 

Matchbericht



 
 

Kanada steht als zweiter Finalist fest

Von Roland Jungi

Der sichere und letztlich hochverdiente 3:1-Sieg der Nordamerikaner gegen die enttäuschenden Schweden war der Verdienst einer mannschaftlich geschlossenen Leistung. Den nötigen Ausschlag muss bei den Kanadiern bei der Cleverness sowie der glänzenden Vorstellung von Goalie Roloson gesucht werden. Damit kommt es am Sonntag zum Traumfinal: Titelverteidiger Russland gegen Rekordweltmeister Kanada.

Was heute Nachmittag Russland und die USA zu Beginn der Partie veranstalteten, versuchten die Schweden gegen Kanada umzusetzen. Die Dreikronen schlugen ein hohes Tempo an, entwickelten direkten Zug aufs gegnerische Tor, doch die frühe Führung sollte nicht fallen. Nachdem sich die Kanadier auf ihren Gegner eingestellt hatten, scheiterten Upshall und Hamhuis am guten Stellungsspiel von Goalie Gustavsson. Derek Roy, der 26jährige Stürmer der Buffalo Sabres, übernahm die Scheibe von Marty St. Louis, umkurvte das Tor, verlud Torhüter Gustavsson mit einem Schlenzer ins nähere Lattenkreuz. Kurz stellte sich bei den Schweden eine sichtbare Ratlosigkeit ein. Erst mit der guten Möglichkeit von Huselius in der 12. Minute kehrte das Team von Coach Bengt-Ake Gustafsson, keine Unbekannter in der Schweizer Hockeyszene und ehemaliger Assistent von CH-Chefcoach Ralph Krüger, wieder in die Partie zurück. Nach 16 Minuten bekamen die Schweden die Möglichkeit, im Power-Play den Ausgleich zu erzielen. Ausser dem Blueliner von Tarnstrom schaute nichts Zählbares heraus. Torschütze Roy vergab kurz vor Drittelsende gar die Möglichkeit, seinen zweiten Treffer zu buchen, doch Gustavsson machte dessen weitere Torgelüste mit einem sicheren Reflex zunichte.



Bereits in der 21. Minute ermöglichten die Kanadier den Schweden im zweiten Power-Play den Ausgleichstreffer zu erzielen. Verteidiger Tarnstrom nahm eine völlig unnötige Strafe. Bei Vollbestand des Teams von Coach Lindy Ruff vergab Shane Doan gar die Möglichkeit, das Skore für die Ahornblätter zu erhöhen. Nur kurz darauf zwang Omark Torhüter Roloson zu einer sehenswerten Parade. Mit dieser Aktion läuteten die Dreikronen eine vielversprechende Druckphase ein. Mit einer Weltklasseparade entschärfte Goalie Roloson einen Hammer von Wallin. Es kamen die verhängnisvollen 45 Sekunden für die Schweden. Horcoff schloss in der 30. Minute ein Break erfolgreich ab und Stralmann ermöglichte den Kanadiern, im Power-Play das dritte Tor zu schiessen. Dany Heatley versorgte Derek Roy mit einem Zuckerpass, welcher Goalie Gustavsson das Nachsehen gab. Beim 3:0-Zwischenstand blieb es nach dem Mitteldrittel.



Das Spiel schien im letzten Drittel den Erledigungscharakter anzunehmen. Dagegen sträubten sich die Schweden, hatten jedoch grosses Glück, dass Upshall nach 45 Minuten aus kurzer Distanz die Scheibe auf den Körper des schwedischen Goalies schoss. Loui Eriksson, der schwedische Stürmer, sorgte mit dem ersten Tor in der 47. Minute dafür, dass wieder ein wenig Spannung ins Match zurückfand. Die Kanadier verwalteten den Vorsprung sicher, sodass der Einzug ins Finale für die Nordamerikaner feststand.



Telegramm:



Kanada – Schweden 3:1 (1:0, 2:0, 0:1)



PostFinance-Arena, Bern. – 11477 Zuschauer (ausverkauft!). – SR Bulanov (RUS)/Kurmann (SUI); Valach (SVK)/Winnekens (GER). – Tore: 6:51 Roy (St. Louis, Stamkos) 1:0; 29:53 Horcoff (Fisher) 2:0; 30:38 Roy (Heatley / Ausschluss Stralman) 3:0; 46:14 Eriksson (Mortensson) 3:1; . – Strafen: 5x 2’ gegen Kanada; 3x 2’ gegen Schweden



Kanada: Roloson; Hamhuis, Weber; Doughty, Vlasic; Phillips, Coburn; Schenn, Kwatkowski; Roy, Heatley, Spezza; Stamkos, Doan, St. Louis; Horcoff, Fisher, Zajac; Upshall, Lombardi, Armstrong



Schweden: Gustavsson; Oduya, Tarnstrom; Johansson, Gunnarsson; Jönsson, Stralman; Grossman, Akerman; Wallin, Nilson, Huselius; Martensson, Eriksson, Weinhandl; Thornberg, Omark, Harju; Berglund, Andersson, Persson



Bemerkungen: Schussverhältnis: 32:23 (9:6, 17:8, 6:9).- Time-Outs: CAN: 51:08; SWE: 58:08.



Best-Players: CAN: Dwayne Roloson; SWE: Marcus Nilson. Die besten Spieler des Turniers: Kanada: Marty St. Louis, Dany Heatley, Shea Weber; Schweden: Jonas Gustavsson, Kenny Jönsson, Dick Tarnstom.


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Fotos von Thomas Oswald und Yves Maurer


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