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Ralph Krueger bleibt zuversichtlich |
Nach der gestrigen Niederlage gegen Tschechien sprach der Schweizer Trainer heute vor den Medien Klartext. Zudem ist er immer noch überzeugt, dass die Nationalmannschaft zu einer Überraschung fähig sei.
Ralph Krueger, war die Niederlage gestern zu erwarten?
Zu einem gewissen Punkt mussten wir damit rechnen. Die Schweiz ist einfach noch nicht bereit, um zwei Spiele hintereinander eine solche Topleistung abzurufen. Wir waren in allen Bereichen den Tschechen unterlegen.
Auf welche Umstände führen sie dies zurück?
Wir waren nach dem Spiel gegen Schweden müde. Dies ist nun keine Ausrede für die nicht zufriedenstellende Leistung des Teams. Wir sind einfach nicht in der Lage in zwei Spielen hintereinander die nötige Leistung abzurufen. Diese Extra-Leistung, welche es noch braucht, um erneut einen grossen zu schlagen. Dieses Tschechien hier kann man nicht mit der Mannschaft aus Turin vergleichen. Hier sind 16 oder 18 Spieler aus der NHL dabei. Alleine die Verteidiger gehören zu den Top-25 der Sportart. Sie haben uns nicht in der Offensive geschlagen, sondern in der Defensive.
Welche Lehren ziehen Sie daraus?
Wir haben alleine in diesem Spiel 35 Szenen gesehen, die wir herausgeschnitten haben und uns für die nächsten Jahre als Lernvideo zusammenschneiden werden. Aber genau solche Spiele bringen uns im Schweizer Eishockey weiter. In diesem Spiel haben wir gesehen, dass uns noch die Erfahrung aus der NHL fehlt.
Trotz der Niederlage bleiben sie für die Qualifikation der Viertelfinale optimistisch?
Ja, das bleibe ich. Die Ausgangssituation zur Teilnahme an den Viertelfinals bleibt sehr gut. Wir können mit einem Sieg gegen Dänemark die Qualifikation erreichen und dann werden wir weitersehen. Eine Überraschung ist durchaus möglich.
Wie sehen sie die Möglichkeit, Roman Wick noch einmal an der Weltmeisterschaft einzusetzen?
Realistisch gesehen schätze ich diese Möglichkeit eher klein ein. Ich bin jedoch ein Mensch, der auch hofft. So hoffe ich darauf, dass unsere Ärzte Roman Wick wieder grünes Licht für die Viertelfinals geben können. Doch wie es so ist mit den Hirnerschütterungen, ist dies nicht einfach zu beurteilen. Wir machen nun das normale Programm mit der Rehabilitation, welche man immer macht nach einer solchen Verletzung.
Werden Sie, sollten sie auf Rang sieben Vorstossen, in den Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft etwas ändern?
Nein, ich glaube nicht, dass wir hier etwas ändern müssen. Wir werden, wie in den letzten Jahren immer, mit einem Team aus den Top-4 Spiele bestreiten und die Turniere, welche ja schon gesetzt sind, bestreiten.