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Kaspars 17 Tage als Team Host mit der Schweiz

Von Martin Merk

Wenn die Schweiz 2009 die Eishockey-WM durchführt, wird es an allen Fronten Freiwillige Helfer brauchen. Ob an den Verpflegungsständen in Hallen, VIP- oder Medienbereich, für die Logistik bis hin zu Cheerleadern. Zu den begehrtesten Arbeiten als Freiwilliger zählt die Betreuung der Mannschaften als so genannter "Team Host", der als Delegierter des Organisationskomitees eine Mannschaft begleitet. Während 17 Tagen war Kaspars Zauriņš der Schweizer Nationalmannschaft zugewiesen. Wir sprachen im Verlaufe des Turniers mit ihm.

Das Interview zum Anhören (1,5 MB)

Kaspars, du bist "Team Host" der Schweiz, wie bist du zu diesem Job gekommen?
Kaspars Zauriņš: Das ist eine Freiwilligenarbeit. Ich habe mich angemeldet, dann gab es Besprechungen und weil ich gut Deutsch kann und keine Probleme mit Englisch habe, kam ich zur Schweiz.

Was war deine Motivation dazu?
Eishockey ist für Letten einfach etwas Besonderes. Es ist eine gute Sache, da teilzunehmen.

Wie gefällt es dir?
Es sind sehr gute Jungs, es macht Spass und es gefällt mir.

Hast du die Arbeit so erwartet, wie sie ist, oder war es etwas anders?
Nein, ich habe gar nichts erwartet, ich mache einfach meinen Job. Es ist etwas Besonderes, es gibt viele Möglichkeiten und es passiert viel.

Was waren bisher deine speziellen Erlebnisse?
Als ich das Team am Flughafen getroffen habe und die ganze Mannschaft grüsste, nicht wie einige anderen, wie ich gehört habe.

Kennst du auch die anderen Team Hosts? Hattet ihr eine Einführung?
Wir haben uns einmal alle getroffen, wir kennen uns sonst nicht. Es sind alles Leute aus Lettland hier.

Wie sieht dein Tagesablauf aus?
Morgen früh stehe ich auf, fahre zum Radisson-Hotel, wo das Team lebt. Dann muss ich Transporte organisieren, alles bereit machen zum Spiel oder Training. Dann muss ich den grossen Bus organisieren, der das Team zum Training abholt. Mittags essen wir alle zusammen. Die Spieler gehen dann schlafen oder sehen sich die Stadt an. Die Coaches fahren zu anderen Spielen, dann muss auch der Transport organisiert werden.

Hattest du spezielle Erlebnisse mit den Spielern?
Bisher noch nicht. Sie machen sich bereit, konzentrieren sich auf das Spiel. Da gab es noch keine Zeit, etwas zu erleben. Ich denke, das wird noch kommen.

Du kannst gut Deutsch, wo hast du das gelernt?
Aus der Kindheit, Fernsehserien im Kinderprogramm, ich habe viel ferngesehen. Auch in der Schule habe ich Deutsch gelernt, aber ich hatte oft geschwänzt, weil ich wusste, dass ich es gut kann.

Nun geht es noch bis zu zwei Wochen, hast du dir da etwas vorgenommen?
Ich glaube, dass wir weiter und weiter kommen bis zum Finale. Mit diesem Team können alle Teams geschlagen werden.

Wie bist du zur Schweiz gekommen? Hast du das gewünscht oder wurdest du eingeteilt?
Ich sah die Liste mit den 16 Teams. Die Schweiz ist ähnlich stark wie Lettland. Die Schweiz ist Achter, Lettland Neunter.

Wenn die Schweiz gegen Lettland spielen sollte im Viertelfinale, wärst du dann für die Schweiz?
Natürlich! Aber Lettland und Schweiz - das ist halt die Arbeit. Es war ein Spiel in der Vorbereitung, da hat die Schweiz 3:1 verloren. Ich denke das Schweizer Team ist jetzt besser und ich wüsste nicht, ob die Letten jetzt gegen die Schweiz gewinnen könnten.

Was denkst du, wie weit kommen die Schweiz und Lettland?
Lettland weiss ich nicht, aber die Schweiz kommt schon weiter, dann müssen wir die anderen Spiele sehen, wenn die anderen Teams gegen uns antreten.

Würdest du den Job jedes Mal wieder machen, wenn man dich anfragt?
Ja, ich denke schon, es gefällt mir.

Danke vielmals für das Gespräch und noch viel Spass.


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Kaspars Zauriņš vor dem "Schweizer" Bus


Erster Kontakt am Flughafen
mit Nationaltrainer Ralph Krueger