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Italien: Der (Rück)Weg in die Division I?
Von Urs Berger
Italien wird es an diesen Weltmeisterschaften in Riga nicht leicht haben. Dies hat man auch an der Olympiade gesehen. Denn gegen die Topnationen der Weltrangliste waren die Italiener überfordert. Gegen die müden Schweizer konnten sie denn einen ihrer zwei Punkte erspielen. Am Ende resultierte der elfte Rang an der Olympiade. Können sie diese Leistung an der Weltmeisterschaft wiederholen, wäre dies eine Sensation.
In den letzten Wochen haben viele Stammspieler der Nationalmannschaft auf die WM verzichten müssen: der Bozner Torhüter Günther Hell, Giulio Scandella und Brian Chitarroni sind verletzt, Andre Signoretti, Lucio Topatigh und Matteo Molteni fehlen aus persönlichen Gründen. Fünf Spieler sind deshalb zum ersten Mal bei einer A-Weltmeisterschaft dabei: Tragust, Chelodi, Bustreo, Felicetti und Andrea Molteni. Ausserdem sind mit Muzzatti, Trevisani, Cirone, Parco, Iob und Busillo nur mehr sechs Ausland-Italiener in der Mannschaft. Acht Spieler sind Südtiroler: Florian Ramoser vom HC Bozen, Alex Egger, Luca Ansoldi und Paolo Bustreo von Vize-Italienmeister Ritten, der Pusterer Renè Baur, Thomas Tragust vom Zweitligisten Meran sowie Armin Helfer und Christian Borgatello von Meister Mailand.
Einer der an Olympiade dabei war, aber nicht spielte, ist Torhüter Rene Baur. Baur spielt während der Saison beim EV Bruneck Brunico und teilte die Arbeit im Tor mit Rival de Rouville. In seinen 21 Einsätzen konnte Baur 89.5% der Schüsse abwehren. Der ehemalige U20-Torhüter der Italiener verzeichnete an der U20-Weltmeisterschaft der Div. I 2005 in Sheffield (GB) einen Gegentoredurchschnitt von 2.68 Toren pro Spiel. Ihm zur Seite steht der Routinierte Jasson Muzzati. Der Italokanadier spielte an der Olympiade 212 Minuten mit einer Abwehrquote von 89%. In der Meisterschaft lief es denn nicht so gut. Sein Klub, der HC Bozon, verpasste die Teilnahme an den Halbfinals.
In den bisherigen vier Testspielen haben die "Azzurri" enttäuscht und erst einmal gewonnen. Die Niederlagen sind insofern schmerzhaft, als dass diese gegen Länder, die hinter den Italienern klassiert sind, erfolgten. Gegen die Japaner spielte man zweimal, verlor einmal und spielte Unentschieden. Gegen Norwegen spielte man ebenfalls zweimal, verlor einmal und feierte den einzigen Sieg in der Vorbereitung. Die bisherige Vorbereitung konnte beim Verband auch niemanden zufrieden stellen. Man erwartet von der "Azzurri" nichts anders als den Klassenerhalt. Mit diesem will man das Eishockey in Italien bekannter machen und auf die Zukunft bauen. Doch ob dies an der Weltmeisterschaft in Riga erreicht werden kann, bleibt abzuwarten.
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