und jährlich grüsst das ehc murmeltier…. (oder so :-))

1. liga classic ist echt ein witz, da kann man den aufwand rund um den publikumsverein (Hallenstadion-Betrieb, MO, Fanclubs, Restauration, RBC, Bock uf Hockey, ehcfans.ch etc.) wie schon beschrieben echt sparen.

Schade das sich in chur keine gruppe finden lässt, die in dieser stadt etwas bewegen will. Die „Regentschaft“ Domenig hat zu seiner Zeit vieles aufstrebendes nebenan „niedergetrampelt“ wo runter der Club noch heute leidet, dazu die beinahe jahrzehnte lange führung durch fast ausschliesslich Junioreneltern, was für die Vereinsentwicklung ebenfalls nicht optimal war.

Ein anderes tragisches Beispiel: es kommen zwar viele ehemalige spieler an ein legendenspiel aber keiner würde sich als identitätsfigur vor den karren spannen lassen obwohl der verein jetzt genau das brauchen würde. echt tragisch. jetzt sind wir da wo wir jetzt sind - eigentlich auswegslos.

selber bekommen wir es nicht mehr hin. Wir haben zwar in den letzten 20 Jahren sportliche Erfolge gefeiert, jedoch ist die Vereinsorganisation nicht zu was hingewachsen, was nur ansatzweise dem Anspruch eines professionellen Publikumssportverein entspricht. was gibt es für optionen?

Die wahrscheinlichste Variante:
Wir steigen ab, siechen weitere jahre vor uns hin, publikumsverein ehc chur ade, in einigen Jahr sagen wir dann, mhhh die 1. Liga classic ist nicht unsere Liga… wir müssen in die 2. Liga.

Die „verdeckte“ Variante:
Wir stellen den fanionteam-betrieb ein, machen aus der juniorenabteilung die hcd academy und die region chur liefert den gelben die nachwuchsspieler,damit sie ihren appart da oben gegenüber den Unterländer Financiers rechtfertigen können. dem churer stapi (wäre sicher der held am spengler cup apéro, würde viele Schulterklopfer bekommen), vernebelten eltern würde es Freude machen. Verlierer: der Churer Sportfan (an alle HCD-Romantiker, seit über 10 Jahren geht das Spiel schon und wir haben bis heute keinen einzigen vernüftigen Spieler aus diesem „super-duper Ausbildungsweg“ erhalten).

Die abstrakteste Variante:
Wir bauen zusammen mit anderen bündner teams eine echte konkurrenz zum hcd auf. Sprich ein echter Zusammenschluss mit Konzentration von Kräften. Neue Marke, neue Leute. Braucht Überwindung, aber auch andere Vereine in Graubünden haben ähnlich gelagerte Herausforderungen vor sich…

Die zweit-wahrscheinlichste Variante:
Wir bleiben in der msl, steigen dafür nächstes jahr ab, weil alles gleich bleibt und man ein drittes mal nicht nochmals Glück hat.

Die hoffnungsvollste Variante:
wir bleiben in der msl, es formiert sich eine neue starke führungscrew mit vertretern aller anspruchsgruppen die zu 100% hinter dem roten steinbock stehen und das Potenzial des Clubs in der Region abrufen oder zumindest es versuchen…

Als Fan ist man einfach EHC-müde… aber am Samstag bin ich trotzdem im Stadion und hoffe auf drei Punkte.


Bearbeitet von rote Front (07/12/2018 08:00)