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Discite moniti! | Heinz Minder | 29.11.2009
Discite moniti! Liebe Churer. Auf die ausführliche Abhandlung noch folgende Anmerkungen. Ich hatte, wie bei allen EIE-Heimspielen das Glück (oder Pech?) genau unter der Tribüne (des „Churer Fan-Club“) zwischen den beiden Mannschaftsbänken zu stehen. So hörte ich die „Schlachtgesänge und Sprechchöre“ während drei Drittel lang sehr genau, wie auch die beleidigenden, höchst niveaulosen Anmachsprüche gegen einzelne EIE-Spieler und deren Mütter.
Gegen ein „gemütliches und stimmungsvolles Party-Völkchen“ gibt es sicher absolut nicht zu sagen – viel eher schon gegen eine alkoholisierte Gruppe die gegen jede Anstandsregeln verstösst. Komisch, dass das „Party-Völkchen“ scheinbar von Sicherheitsleuten zu den Auswärtsspielen begleitet werden muss. Von wegen „einem leeren Bierbecher oder zerknüllten Serviette“! Es ist wohl eine Erziehungssache – und daran halte ich fest – dass man ein Stadion so verlässt, wie man es bei der Ankunft vorgefunden hat. Das Wort ‚Littering’ scheint im Bündnerland ein absolutes Fremdwort zu sein. Komisch, dass totgeschwiegen wird, die der „Fan-Club“ sich vor dem Spiel in Effretikon bereits in Kloten gegen Bassersdorf aufführte. „Das lässt sich mit einem Besen beseitigen“. Klar. Aber sicher nicht durch die Verursacher. Die Anderen sollen unseren Dreck weg schaffen! Die Stadt Kloten hat dem EHC Bassersdorf eine Rechnung von mehreren hundert Franken für zusätzliche Reinigungsarbeiten nach dem Spiel Bassersdorf – Chur Capricorns geschickt.
Wer schlägt hier über die Stränge? Der ‚übereifrige Vereinsjournalist’ der derartige Missstände an die Öffentlichkeit brachte? Bitte mehr Sachlichkeit und Einsicht. Viele Vereine, die vom Churer-Fanklub noch besucht werden, wünschen sich sehr wohl eine stimmungsvolle Kulisse. Dagegen gibt es überhaupt nichts einzuwenden. Es freut mich, zu hören, dass es auch Auswärtsorte gibt, die sich lobend über den Besuch des „Churer-Fan-Club“ äussert. So soll es auch sein. Es gibt in der Sportszene (Fussball) leider steigende Tendenzen von Auswüchsen und Exzessen sogenanter ‚friedlicher Matchbesucher’. Die Aussage, man wolle sich von „Göttis, blonden Spielerfrauen, Papis und Konsorten“ abheben, ist selbstqualifizierend. Ich wünsche dem Churer-Fanklub weiterhin viel Spass bei den Besuchen der Spiele der Churer Capricons, appelliere aber auch an die Einsicht und das Verständnis, die besuchten Sportstätten so zu verlassen wie man sie bei der Ankunft angetroffen hat nicht als wahren Saustall und der Einstellung, die Anderen sollen meinen Dreck wegschaffen!
Heinz Minder
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